Lakritz in der Schwangerschaft schadet dem Baby

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Lakritz in der Schwangerschaft schadet dem Baby - Gesundheit

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Werdende Mütter sollten in der Schwangerschaft möglichst auf Lakritz verzichten. Denn zu viel der schwarzen Süßigkeit sollen die Hirnentwicklung des Babys beeinträchtigen. Weitere Spätfolgen können Fortpflanzungs-, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen sein.

Zu viel Lakritz in der Schwangerschaft schädigt möglicherweise nachhaltig die körperliche und geistige Entwicklung der Kinder. Zu diesem Ergebnis kommt – bereits neben anderen Studien – eine Langzeitstudie aus Finnland, die Anfang Februar im „American Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde. Die Forscher begleiteten 1.049 Frauen, die 1998 ein Kind bekamen.

Schwanger

Diese Folgen kann Lakritzkonsum in der Schwangerschaft haben

Die eingeschränkte Hirnentwicklung des Ungeborenen durch Lakritz, hat laut der aktuellen Untersuchung wahrscheinlich lebenslange Folgen. So stellte man bei Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft viel Lakritz aßen, fest, dass sie:

  • in Intelligenztests durchschnittlich um bis zu sieben IQ-Punkte schlechter abschnitten.
  • Probleme mit ihrer Gedächtnisleistung haben.
  • über einen eingeschränkten Wortschatz verfügen.
  • eine schlechte räumliche Vorstellung haben.
  • häufiger an Konzentrationsproblemen leiden oder
  • eine Neigung zu aggressivem Verhalten und Regelübertretungen zeigen.

Außerdem wurde beobachtet, dass Mädchen durch die Einwirkung von Lakritz vergleichsweise früher in die Pubertät kommen, und sich diese bei ihnen schneller entwickelt. So sind sie im Schnitt mehr als drei Zentimeter größer, acht Kilogramm schwerer und ihr Body-Mass-Index ist höher als von Mädchen, deren Mütter kein Lakritz verzehrt hatten.

Die Jungen aus der Testgruppe sind noch nicht in der Pubertät, weshalb noch keine Auswirkungen des Lakritzkonsums fest­gestellt wurden.

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Deshalb schadet Lakritz dem Ungeborenen

Schuld an der schädlichen Wirkung von Lakritz auf das Ungeborene ist der enthaltene Süßstoff Glycyrrhizinsäure. Dieser hemmt eine wichtige Funktion im Körper der Schwangeren: Normalerweise sorgt die Plazenta während der Schwangerschaft dafür, dass bestimmte Stoffe nicht oder nur in kleinen Mengen zum Fötus gelangen.

Das in Lakritz enthaltene Glycyrrhizin schwächt diese Barrierefunktion jedoch für das Stresshormon Cortisol, das so in zu großen Mengen zum Ungeborenen gelangt und es dadurch schädigt.

Das könnte eine Erklärung für die Folgen beim Kind sein. Um die Ursachen sicher zu klären, sind jedoch noch weitere Forschungsarbeiten nötig.

Wie viel Lakritz ist in der Schwangerschaft erlaubt?

Die Autorin der finnischen Studie rät Schwangeren vom Verzehr von Lakritz in größeren Mengen ab. Problematisch seien mehr als 250 g Lakritz beziehungsweise 500 mg Glycyrrhizin pro Woche, so die Forscher.

Kleinere Mengen von weniger als 125 g Lakritz beziehungsweise 249 mg Glycyrrhizin pro Woche scheinen hingegen ungefährlich zu sein.

Weitere Forschungen zum Thema Lakritz in der Schwangerschaft stehen noch aus. Sie können mehr Klarheit über Zusammenhänge und Folgen bringen.

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