Kresse: So gesund ist das Küchenkraut

Vitamine von der Fensterbank

Kresse: So gesund ist das Küchenkraut - Vitamine von der Fensterbank

Kresse

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Kresse hat ein etwas angestaubtes Image. Zeit, den Ruf der Nutzpflanze aufzupolieren! Denn Kresse ist leicht anzubauen und sehr gesund.

Die anspruchslose Kresse wird bereits seit Jahrhunderten genutzt. Schon in der Antike kannte und schätzte man die gesundheitsfördernde Wirkung. In unseren Küchen ist Kresse aber viel zu häufig nur das Experiment des Grundschulkindes – zwischenzeitlich vertrocknet und irgendwann heimlich entsorgt. Wir sagen Dir gute Gründe, das in Zukunft zu ändern.

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Vitamine von der Fensterbank

Garten-, Brunnen- und Kapuzinerkresse ist vollkommen anspruchslos und braucht lediglich Feuchtigkeit. Am besten wächst sie auf einer sonnigen Fensterbank, auf der sie auch nicht viel Platz wegnimmt. Der Geschmack von Kresse erinnert an scharfen Rettich, daher macht sich die Pflanze sehr gut als Beilage. Zu viel Kresse kann ein Gericht schnell scharf werden lassen. Als Topping auf Brotaufstrichen aber sorgt sie für eine besonders würzige Note.

Die gesundheitlichen Vorteile der Kresse sind ganz schön in Vergessenheit geraten. B-Vitamine, Folsäure und Eisen vertreiben die Frühjahrsmüdigkeit. Vitamin C und die beim Kauen entstehenden Senföle wirken leicht antibakteriell und beugen so Entzündungen und Infekten vor. Und die schleimlösende Wirkung ist gut bei Beschwerden der Atemwege. Im Einzelnen:

Kick für Dein Immunsystem:

Senföle in der Kresse bekämpfen verschiedene Krankheitserreger. Das enthaltene Vitamin C stärkt die körpereigene Abwehr. Dafür reicht schon ein Teelöffel am Tag.

Blutzucker senkend, Diabetes vorbeugend:

Kresse enthält Chrom. Das soll die Aufnahme von Zucker in die Zellen verbessern. So sinkt der Blutzucker und das Risiko für Diabetes ebenfalls.

Ausgleich für die Schilddrüse:

Vor allem bei einer Schilddrüsenüberfunktion soll Kresse ausgleichend wirken. Die Pflanzenstoffe regulieren die Jodversorgung und unterstützen die Schilddrüse in ihrer Funktion.

Harntreibend und durchspülend:

Gut für die Nieren! Denn durch die Inhaltsstoffe der Kresse wird der Körper angeregt, Giftstoffe besser auszuspülen.

Lindernd bei Atemwegsinfekten:

Die Pflanze wirkt schleimlösend und kann die Bronchien bei Atemwegsinfekten unterstützen. Das Kauen von Kresse soll außerdem Halsschmerzen lindern.

Kresse soll noch mehr können. Eine blutverdünnende Wirkung wird ihr nachgesagt, und sie wird stillenden Müttern für die Milchbildung empfohlen.

Viele gute Gründe also, Kresse mal wieder selbst anzubauen!

So ziehst Du Kresse selbst

Vorgezogene Kresse bekommst Du in kleinen Kästchen im Supermarkt. Du kannst aber auch Kressesamen holen und die Kresse ganz einfach selbst ziehen. Dazu nimmst Du Watte und legst sie in ein kleines Behältnis. Auch ein durchsichtiges Weck-Glas eignet sich.

Feuchte die Watte gut an und streue die Kressesamen darauf. Auf einer sonnigen Fensterbank keimen die Samen schnell. Wenn Du die Watte gut feucht hältst, kannst Du vierzehn Tage später die Kresse ernten.

Zum Ernten schneide die Kresse mit einer Schere knapp über der Watte ab und wasche sie. Jetzt kannst Du die Kresse zum Brot, in Salaten oder in Suppen genießen. Unbedingt roh und so schnell wie möglich verzehren, damit die gesunden Inhaltsstoffe auch bei Dir ankommen.

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