Krebserregende Stoffe im Schwarztee gefunden

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Krebserregende Stoffe im Schwarztee gefunden - Stiftung Warentest

Schwarztee Set

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Viele schwören auf Schwarztee als guten und gesunden Start in den Tag. Die Ergebnisse einer Studie von Stiftung Warentest dürfte Tee-Liebhabern jetzt allerdings die Tee-Laune leicht verhageln.

Viel zu oft enthält Schwarzer Tee Schadstoffe, die Krebs erregen können. Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung von 27 schwarzen Teesorten, durchgeführt von der Stiftung Warentest. Erschreckend: Sechs der getesteten und betroffenen Tees sind Bio-Produkte. Und dennoch ist nicht grundsätzlich vom Schwarztee-Konsum abzuraten.

Schadstoff Anthrachinon in allen Tees

In Darjeeling- und Ceylon-Assam-Tees fand die Stiftung Warentest hohe Dosen von Anthrachinon. Die Substanz soll krebserregend sein. Stiftung Warentest vermutet, dass Anthrachinon beim Trocknen der Teeblätter etwa durch Verbrennen von Kohle entsteht. Darauf hin deutet, dass Tees mit besonders hohen Anthrachinon-Gehalten auch stark mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet waren, die typischerweise bei Verbrennungsprozessen anfallen. Umgekehrt waren die Teesorten mit den geringsten PAK-Gehalten nur minimal mit Anthrachinon belastet. Aber dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Tierversuche haben, so das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gezeigt, dass Anthrachinon krebserregend auf Niere und Leber wirken kann. Zwar ist bislang nicht eindeutig bestimmt, ab welcher Menge die Gefahr für Menschen groß ist, dennoch solle man die Belastung mit Anthrachinon so gering wie möglich halten.

Hohe Belastung mit polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK)

Brisanter ist die hohe Belastung an PAK, welche bei Verbrennungen entstehen sollen. Stiftung Warentest fand Werte bis zu 0,3 Milligramm pro Kilo. Zum Vergleich: Schwarzgeräuchertes ist sogar geringer belastet. „Laut der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA sind die wichtigsten Quellen von PAK aber weder Schwarztees noch Schinken, sondern Cerealien wie Frühstücksflocken und Vollkornbrot, gefolgt von Fisch und Meeresfrüchten und an dritter Stelle Blattgemüse“ so der Ernährungsexperte Udo Pollmer in seiner Sendung „Mahlzeit“ im Deutschlandradio Kultur.

Zwar sind deren Gehalte durchweg niedriger als im Tee – aber von den genannten Speisen wird höchstwahrscheinlich sehr viel mehr konsumiert. Wer PAK meiden möchte, sollte deshalb lieber auf Zigaretten, Räucherfisch und Grünkohl verzichten.

Weitere Prüfkriterien

Zudem überprüften die Tester, ob beispielsweise der Darjeeling-Tee tatsächlichaus der gleichnamigen nordindischen Stadt kommt. Der Zweifel konnte jedoch ausgeräumt werden.

Schwarztee Bauern

Weitere Schadstoffe gefunden

Das Gute zuerst: Geschmacklich schneiden fast alle Tees gut ab – nur ein einziger, ein Darjeeling-Tee, ist in diesem Prüfpunkt sehr gut.

Im Labor der Stiftung Warentest wurden jedoch noch weitere potenziell krebserregende Substanzen gefunden: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Pyrrolizidinalkaloide sowie Mineralölbestandteile. Aufgrund der hohen Schadstoffbelastungen lautet das test-Qualitätsurteil für drei Produkte mangelhaft. Fünf Tees enthalten nur sehr wenig der unerwünschten Stoffe. Ihr Schadstoffurteil lautet daher Gut.

Auffällig ist: Tees mit hohen PAK-Gehalten hatten auch mit am meisten Anthrachinon. Tees mit den geringsten PAK-Gehalten wiederum waren nur minimal belastet.

Das können Konsumenten tun

Laut Stiftung Warentest gibt es keinen Grund, grundsätzlich vor dem Konsum von Schwarzem Tee zu warnen. Das liegt an dem bekannten Wissen über die gefundenen Schadstoffe. Viel mehr sollten Konsumenten sich bewusst werden, um welche schädlichen Stoffe es geht und dass sie deren Verwendung möglichst einschränken.

Eine Kaufland Ceylon-Assam-Mischung wies eine hohe Konzentration an Pyrrolizidinalkaloiden auf. Sie können, so das BfR über Unkräuter in den Tee gelangt sein. Gesundheitsschäden seien durch vereinzelt hohe Zufuhren allerdings unwahrscheinlich. Risiken bestehen nur, wenn jemand für lange Zeit viel aufnehme. Verglichen damit seien die PAK-Funde weniger kritisch.

Quelle: Stiftung Warentest

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