Kalte Füße – nicht immer ist der Winter schuld

Frostbeulen

Kalte Füße – nicht immer ist der Winter schuld - Frostbeulen

Kalte Füße im Schnee

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Was gibt es ungemütlicheres als fröstelnde Füsse? Das Phänomen, das bei Frauen häufiger auftritt als bei Männern, kann mehrere Ursachen haben. Wichtig zu wissen ist aber: Es gibt Lösungen.

Wer kennt das nicht? Obwohl man dicke, warme Wollsocken anhat, sind die Füsse eiskalt. Vor allem Frauen sind davon betroffen. Die Erklärung dafür scheint sehr simpel: Muskelmasse erzeugt Wärme und während Männer 40 Prozent Muskeln in ihren Körpermassen haben, liegt der Anteil bei Frauen lediglich bei 25 Prozent.

Es kann aber auch ganz andere Ursachen für Eisfüsse geben. Die Palette ist breit: Niedriger Blutdruck, Diabetes oder Herzerkrankungen können Füsse auskühlen lassen. Nicht nur: Auch zu enge Schuhe können den Kreislauf und die Durchblutung beeinflussen. Stress und psychische Belastung sind weiterere Gründe für fröstelnde Füsse.

Dazu kommt: Wer sich im Alltag zu wenig bewegt, leidet mehr unter kalten Füssen als andere. In solchen Fällen ist die Lösung einfach: Eine gelegentliche Positionswechsel bei der Arbeit und etwas Fussgymnastik unter dem Schreibtisch kurbeln den Kreislauf an. Ein angeschrägtes Fusspodest kann dafür sorgen, dass die Beinvenen beim Sitzen nicht abgeklemmt werden. Kompressionsstrümpfe sind auch gegen kalte Füsse hilfreich, weil sie die Blutzirkulation verbessern und verhindern, dass das venöse Blut in den Beinen versackt.

Kalte Füße am Kamin wärmen

Wann sollte ein Hausarzt konsultiert werden?

Wichtig ist, die Signale richtig zu interpretieren. Denn wer ständig unter kalten Füssen leidet, sollte einen Arzt fragen. Die möglichen Gründe wären:

1. Niedriger Blutdruck

Wer normalerweise Blutdruck-Werte unter 100/60 mmHg (Frauen) ‑ beziehungsweise unter 110/70 mmHg (Männer) ‑ hat, sollte nicht überrascht sein. Das Blut pulsiert bei diesen Menschen nicht genügend stark und die Extremitäten werden dadurch weniger gut durchblutet. Kalte Füsse sind die Folge.

2. Arteriosklerose

Nicht ganz anders ergeht es jenen, die an einer Verkalkung der Arterien leiden. Beine und Füsse werden nicht genug durchblutet. Neben kalten Füssen kann dies auch Schmerzen beim Gehen verursachen. Besonders gefährdet sind Raucher.

3. Herzschwäche

Ein geschwächter Herzmuskel kann nicht mehr genügend Blut in den Körper pumpen. Die Folge: Die Extremitäten werden ungenügend durchblutet. Herzschwäche lässt sich unter anderem durch Atembeschwerden erkennen, die sich bei Anstrengung verstärken, nachlassendem Appetit, Pulsrasen und blau verfärbten Nägel.

4. Diabetes

Bleibt Diabetes (auch Zuckerkrankheit genannt) über längere Zeit unentdeckt, kann dies zu Nervenschädigungen und Durchblutungsstörungen in den Füssen führen. Die Symptome, die bei solchen Fällen ebenfalls auftauchen sind: Blasse oder bläulich verfärbte kalte Füsse, Krämpfe oder Schmerzen in den Waden beim Gehen.

5. Raynaud-Syndrom

Diese Erkrankung verursacht Anfälle, bei denen die Füsse und Hände schlagartig kalt werden. Zudem verfärben sich Zehen und Finger — zuerst blau, dann rot. Die Anfälle können bis zu einer halben Stunde anhalten und mit Schmerzen und Taubheitsgefühlen einhergehen. Auslöser ist nicht nur Kälte, sondern auch Stress und jahrelanges Arbeiten mit vibrierenden Geräten (Presslufthammer oder Kopierer).

Im Normalfall ist das Raynaud-Syndrom harmlos, eine Therapie ist in der Regel nicht notwendig. Das Auftreten der Symptome kann durch Warmhalten der Finger und Zehen vermieden oder verkürzt werden; ausserdem haben sich sowohl körperliches als auch geistiges Training im Sinne einer Stresskontrolle bewährt.

Kalte Füße unter der Bettdecke

Fünf einfache Methoden können helfen

Gegen kalte Füsse gibt es einige gute Gegenmittel:

1. Wechselduschen: Warm-kaltes Duschen bringt den Kreislauf und die Durchblutung in Schwung. Dabei sollte man beachten: Mit dem rechten Fuss beginnen, dann die linke Seite vom Fuss zur Wade duschen.

2. Igelball: Mit einem Fuss auf den Ball stellen und mit leichtem Druck hin- und herrollen. Eine fünfminütige Massage der beiden Füsse wirkt Wunder.

3. Rosmarin-Fussbad: Man 2 EL getrockneten Rosmarin aus dem Reformhaus oder der Apotheke in 1 Liter Wasser 10 Minuten kochen. In eine kleine Wanne mit 36-38 Grad warmem Wasser geben und die Füsse 15 Minuten darin baden.

3. Weite Kleidung: Enge Socken und Hosen können die Durchblutung behindern. Auch das Schuhwerk sollte bequem sein.

4. Kräftiges Würzen: Speisen mit Chili, Muskat, Pfeffer, Zimt und Kardamom helfen der Durchblutung — und helfen, die Füße warm zu halten.

5. Zimtsohlen aus dem Reformhaus: Sie riechen nicht nur gut, sondern halten auch dafür, die Wärme am Fuss hält. Auch übliche isolierende Sohlen sorgen für warme Füsse im Winter.

Was, wenn dies alles doch nichts gebracht hat?

Wenn das alles nichts hilft, dann muss halt eine Wärmeflasche her. Dabei gilt zu beachten: Einen Esslöffel Salz ins Wasser geben, zum Kochen bringen und danach das Salzwasser in die Wärmflasche füllen. Das Salz erhöht den Siedepunkt des Wassers, es wird heisser – und die Flasche bleibt länger warm.

Wirkt gegen kalte Füsse:

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