Ist grüner Tee wirklich so gesund?

Pflanzenpower von innen und außen

Ist grüner Tee wirklich so gesund? - Pflanzenpower von innen und außen

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Grüner Tee wird als Gesundheitselexir, Jungbrunnen und Fettkiller gehandelt. Nicht nur in flüssiger Form soll er die Gesundheit fördern und als Antioxidans wirken, auch als Extrakt erfreut er sich in Kosmetikprodukten großer Beliebtheit. Ob grüner Tee wirklich so gesund ist, und wer mit seinem Genuss vorsichtig sein sollte – wir haben die Pflanze genauer unter die Lupe genommen.

China gilt als Ursprungsland des Tees. Mittlerweile wird die Pflanze in über 30 Ländern der Welt angebaut und gern getrunken.

Schwarzer und grüner Tee stammen von derselben Teepflanze (Camellia sinensis), ihre Verarbeitung ist jedoch eine andere. Im Gegensatz zu schwarzem bleiben grünem Tee alle gesunden sekundären Pflanzenstoffe enthalten, da er nicht fermentiert, sondern nur kurz erhitzt und dann an der Luft getrocknet wird.

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Grüner Tee als Getränk

Sencha, Matcha, Bancha oder Shincha – die Sorten von grünem Tee tragen viele Namen, doch alle sollen sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Dies ist vor allem dem Wirkstoff Epigallocatechin-Galla zuzuschreiben, denn Catechin schützt als Antioxidans vor Angriffen aggressiver und entzündungsfördernder Moleküle (freie Radikale).

Eine japanische Studie zeigt, dass ein höherer Konsum von grünem Tee mit einem reduzierten Schlaganfallrisiko einhergeht. Wissenschaftler aus der Schweiz demonstrieren wiederum in einer Studie, dass grüner Tee die Denkleistung und das Gedächtnis verbessert. Möglicherweise kann er daher sogar Demenz vorbeugen.

Das Getränk wird zudem als Fettkiller geschätzt, da die thermogenen Stoffe die Umwandlung von Nahrungsenergie in Körperwärme fördern und zusammen mit Bitterstoffen Fettgewebe verbrennen.

Grüner Tee ist zudem eine gute Alternative zu Kaffee, da er neben Koffein auch Theanin enthält, das nur schrittweise abgegeben wird. Dadurch wird die anregende Wirkung etwas reduziert. Munter macht er aber dennoch.

In getrocknetem Grüntee finden sich zudem große Mengen an wertvollem Kalium und Phosphor sowie ein kleinerer Anteil an wichtigen Stoffen wie Kalzium, Eisen, Natrium, Vitamin B2, B3, E und Carotin.

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Grüner Tee in Kosmetik

Ob Cremes, Shampoos, Badezusätze oder Seifen – grüner Tee soll auch von außen gesundheitsfördernd wirken. Er ist daher ein beliebter Inhaltsstoff von Kosmetikprodukten, zumal er für alle Hauttypen gut verträglich ist.

Dabei soll er in Extraktform als Radikalfänger funktionieren, was auf die enthaltenen Polyphenole und Flavonoide zurückzuführen ist. Sie schützen die Haut, unterstützen ihre Erneuerung und beugen so der Faltenbildung vor. Gerade nach einem ausgedehnten Sonnenbad kann die Haut von dieser Wirkung besonders profitieren.

Das in grünem Tee enthaltene Koffein soll die Haut entwässern und sie damit auf natürliche Weise straffen. Grünem Tee wird zudem nachgesagt, dank seiner antientzündlichen Wirkung und des enthaltenen Zinks, Ekzeme und Akne zu lindern.

Auch wenn sich Kosmetik mit grünem Tee für alle Hauttypen eignet, sollte immer die gesamte INCI-Liste – zum Beispiel mit der CodeCheck-App – gecheckt werden: Parabene, PEGs, Mineralöle oder Duftstoffe können allergische Reaktionen hervorrufen oder die Hautbarriere schwächen.

Tipps & Tricks für Genuss und Anwendung von grünem Tee

  • Grüner Tee ist häufig mit Schadstoffen wie Herbiziden und Pestiziden belastet wie eine Untersuchung von „Stiftung Warentest“ aus 2015 beweist. Keiner der 25 getesteten grünen Tees war schadstofffrei. Gib daher lieber ein paar Euro mehr aus, und entscheide Dich für Bio-Produkte. Sie sind weniger belastet als herkömmliche Tees, wodurch sich die Wirkstoffe besser entfalten können.
  • Auf die richtige Zubereitung kommt es an: Wasser aufkochen und fünf Minuten abkühlen lassen (auf circa 70 Grad). Anschließend den grünen Tee übergießen und eineinhalb bis zwei Minuten ziehen lassen. Nicht länger, sonst schmeckt er bitter!
  • Grüner Tee hemmt die Aufnahme von Eisen und ist daher nicht für Menschen mit Eisenmangel geeignet. Denn seine antioxidative Wirkung geht zudem beim Konsum von eisenreichen Lebensmitteln verloren (Hülsenfrüchte, Fleisch, Brokkoli, etc.).
  • Grüner Tee ist als natürliche Beautyquelle wunderbar im eigenen Bad einsetzbar. Ob gegen geschwollene Augen, als Gesichtswasser oder Peeling, zur Behandlung von Sonnenbrand oder zur Förderung des Haarwachstums!

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