Heilende Kraft: Kurkuma als neues Kortison?

Entzündungshemmer ohne Nebenwirkungen

Heilende Kraft: Kurkuma als neues Kortison? - Entzündungshemmer ohne Nebenwirkungen

kurkuma

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Nicht nur in Indien und Asien ist Curry ein beliebtes Gewürz, auch in Deutschland wird es immer häufiger beim Kochen eingesetzt. Das in ihm enthaltene Kurkuma sorgt nicht nur für eine exotische Farbe, sondern wirkt auch entzündungshemmend – ähnlich wie Kortison.

Kortison wird bei uns in unterschiedlichen Formen und für eine Vielzahl von Krankheiten wie Hautprobleme, Asthma oder Rheuma verabreicht. Die Anwendung von Kortison ist jedoch oft mit Nebenwirkungen wie Wassereinlagerungen oder Blutdruckanstieg verbunden. Forscher der Universität des Saarlandes haben nun einen natürlichen Stoff entdeckt, der eine ähnliche Wirkung verspricht wie Kortison: Kurkuma.

Kurkuma

Wunderknolle oder nur Laborstar?

Kurkuma ist Bestandteil jeder Currymischung. Die Gelbwurzel ist ein fernöstliches Gewächs, von dem diverse Heilwirkungen ausgehen sollen. Verantwortlich für die gelb-orange Farbe ist der Farbstoff Curcumin, mit dem unter anderem unter der Bezeichnung E 100 auch Lebensmittel wie Senf, Margarine oder Wurst gefärbt werden.

Dass Kurkuma nicht nur ein fantastisches Gewürz, sondern auch gesundheitsfördernd: Unter anderem soll es Magen-Darm-Beschwerden, Blähungen und Völlegefühl lindern. Manche Studien preisen es auch im Krampf gegen Alzheimer oder Krebs.

Alexandra Kiemer, Professorin für Pharmazeutische Biologie, bestätigte jetzt in einer neuen Studie: „Wir konnten nachweisen, dass Kurkumin nicht nur unspezifisch wirkt, sondern ganz gezielt antientzündliche Wirkung entfaltet.“ Im Vergleich zu Kortison unterstütze Kurkuma auch das Immunsystem dabei gegen Entzündungen anzukämpfen – aber vollkommen ohne Nebenwirkungen.

kurkuma

Ein Allheilmittel ist Kurkuma allerdings (noch) nicht

Wie bei den meisten natürlichen Heilstoffen reicht die über Nahrung aufgenommene Menge von Kurkuma jedoch für eine spürbare Wirkung im Körper nicht aus.

Professor Jan Frank vom „Institut für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaft“ an der Universität Hohenheim erklärt in der „Apotheken Umschau“: „Curcumin ist kaum wasserlöslich und wird nur in geringem Maß über den Darm aufgenommen“. Ein weiteres Problem werde dadurch verursacht, dass Curcumin über die Leber relativ schnell wieder ausgeschieden wird.

Die Ergebnisse der Untersuchungen könnten jedoch die Basis für die Entwicklung von Medikamenten sein, die als natürliche Alternative zu Kortison vielen Menschen helfen würden.

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