Gift in Kleidern: Eine Zwischenbilanz von Greenpeace

Gesundheit

Gift in Kleidern: Eine Zwischenbilanz von Greenpeace - Gesundheit

Gift in Kleidung Greenpeace

von

Eine Kampagne von Greenpeace hat sich dem Kampf gegen giftige Chemikalien in Kleidern verschrieben. Viele Detailhändler gelobten noch vor einem Jahr Besserung. Nun zieht die Organisation eine Zwischenbilanz.

„Entgiftet unsere Kleidung“ – Kampagne mit Erfolg

„Entgiftet unsere Kleidung“ – Millionen Menschen unterstützen weltweit die Greenpeace-Kampagne. Der Grund: Jedes Jahr werden weltweit rund 80 Milliarden Kleidungsstücke produziert. Ein riesiger Markt, der die Ressourcen unseres Planeten strapaziert und Arbeitsrechte und Umweltschutz mit Füßen tritt.

Bei der Herstellung vieler Textilwaren wird umweltschädigende Chemie eingesetzt. Allerdings hat die Kampagne erfreulicherweise Erfolg: Bereits 32 globale Modemarken von H&M über Adidas bis hin zu Aldi haben sich verpflichtet, bis 2020 Schadstoffe durch ungefährliche Substanzen zu ersetzen. Nun hat die Umweltschutz-Organisation eine Zwischenbilanz gezogen.

Diese Unternehmen sind heute giftfrei

In die Kategorie „Trendsetter“ teilt die Organisation die Händler Lidl, Aldi und Coop ein. Sie haben laut Greenpeace eine Detox-Verpflichtung unterzeichnet und Fortschritte bei der Entgiftung gemacht.

kleider auf der stange

Migros intransparent

In die Sparte „Schlusslicht“ kommt hingegen die Migros. Die Nummer eins der Schweizer Detailhändler orientiere sich an eigenen Richtlinien, die Greenpeace als zu schwach einstuft. So führe die Migros etwa nur eine Negativliste mit Grenzwerten in Produkten. Es sei jedoch intransparent, ob und wie Migros die Chemikalien in der gesamten Produktionskette verbietet. Auch die Abwasserdaten seiner Produktionsketten habe Migros nicht offenlegen wollen, steht in dem Bericht.

Migros kann die Kritik nicht nachvollziehen

Die Migros kann die Kritik von Greenpeace nicht nachvollziehen. Mit dem eco-Label trage die Detailhändlerin seit 20 Jahren zum Umweltschutz am Produktionsort bei, sagt Sprecherin Martina Bosshard. Greenpeace sei sogar über die Vorgehensweise und über das eco-Label informiert. Doch Bosshard gibt zu, dass auch die Migros noch Handlungsbedarf sieht.

Greenpeace will auch den Konsum verändern

Nicht nur die Textilproduktion, auch die Verbraucher sind gefragt, wenn es um die Umwelt geht, weiß Greenpeace. Auf die Umwelt zu achten bedeutet, einen anderen Konsum und damit einen anderen Lebensstil zu pflegen, so ihre Aufforderung. Jeder Deutsche kauft im Schnitt rund 60 neue Teile pro Jahr. Dabei währt die Freude über das neu erstandene Stück nur kurz – bis zu 40 Prozent unserer Kleidung tragen wir selten oder nie.

Ich möchte den Codecheck-Newsletter abonnieren und keine News mehr verpassen

0/5 0 Stimmen

Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten

Kind Sonnencreme
Schädliche INCIs –
shopping
Von der Pfandflasche bis zum Tampon –
haut
Umweltschutz –

Kleiner Tropfen, große Wirkung

MUTI Campaign VitaliGelwich 2 31
Anzeige

Mit diesem Serum strahlt die Haut

Ein Serum kann vieles besser als eine herkömmliche Creme. Tatsächlich vermag das hochkonzentrierte Wirkstoffpaket einem fahlen Teint neuen Glow zu verleihen, Pigmentflecken zu eliminieren oder auch Falten mindern. Wir verraten hier, wie genau das funktioniert und welches Serum das für Deine Haut Richtige ist.

Der Gewinner ist...

Kochen
Anzeige

Plastik vs. Holz: Was ist das bessere Schneidebrett?

Das Schneidebrett ist wohl eines der wichtigsten Küchenutensilien. Die Wahl des Materials ist dabei nicht unerheblich. Durch den direkten Kontakt mit Lebensmitteln sollte es möglichst keimfrei sein, aber auch Gerüchen und Verfärbungen standhalten. Aber welches Material ist denn nun am besten – Holz oder Kunststoff?

Festivals nachhaltig feiern

glitzer

Glitzer – keine Party für die Weltmeere

Wir sind mitten in der Festivalsaison – und damit ist für viele auch wieder die Zeit, sich mal wieder richtig in Schale zu werfen. Blumenkette, bunte Klamotten und natürlich Glitzer dürfen da nicht fehlen. Doch Achtung! Nicht alles, was glänzt, ist Gold. Handelsüblicher Glitzer besteht zum größten Teil aus Plastik. Zum Glück gibt es Alternativen, mit denen Du auch wunderbar umweltbewusst funkelst.