Gesunde Nascherei: Trockenobst statt Süßigkeiten

Worauf man beim Verzehr achten sollte

Gesunde Nascherei: Trockenobst statt Süßigkeiten - Worauf man beim Verzehr achten sollte

trockenobst

von

Getrocknete Äpfel, Bananen & Co. sind eine süße Leckerei – aber können sie mit frischem Obst mithalten? Lies hier, was in den getrockneten Früchten steckt, worauf man beim Verzehr achten sollte und für wen Trockenobst weniger geeignet ist.

Trockenobst vs. Frischobst

Um Obst in Trockenobst zu verwandeln wird den frischen Früchten durch heiße Luft der Großteil ihrer Feuchtigkeit entzogen. Gerade einmal zehn bis dreißig Prozent der Feuchtigkeit von frischem Obst bleiben erhalten. Dies ist auch der Grund für den süßen Geschmack von Trockenobst: Der Zucker wird konzentriert.

Ähnlich verhält es sich mit Mineralien wie Kalium, Phosphor, einigen Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffe. Davon stecken jede Menge in getrockneten Aprikosen, Äpfeln & Co. sagt Isabelle Keller von der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.“ (DGE) in der „Apotheken Umschau“.

Hitzeempfindliche Vitamine wie Vitamin C gehen allerdings während des Trocknens zum Teil verloren. Seinen Vitamin-C-Haushalt sollte man deshalb besser mit frischem Obst und Gemüse decken. Darüber hinaus enthalten Trockenfrüchte auch weniger Folsäure.

#trockenobst 🍓🍊🍎🍈

A post shared by C A R O L I N E (@carolinearabella) on

Viele Ballaststoffe für einen gesunden Darm

Besonders der Verdauungstrakt liebt Trockenfrüchte — allerdings nur in Maßen. Grund dafür ist der hohe Anteil an Ballaststoffen. Diese fördern die Verdauung und regen den Stuhlgang an, schreibt „European Food Information Council“ (Eufic). So können Ballaststoffe Verstopfungen vorbeugen. Wichtig ist aber, genug zu trinken.

Der regelmäßige Verzehr von Ballaststoffensoll laut „Eufic“ sogar vor Darmkrebs schützen können.

Bei Trockenfrüchten gilt allerdings: Nicht zu viel davon! Sonst funktioniert die Darmregulierung nicht mehr. „Einige Trockenfrüchte können im Übermaß zu Blähungen führen oder abführend wirken“, warnt die Expertin Keller in der „Apotheken Umschau“.

Eine gesunde Alternative zu Süßigkeiten?

Durch den Trockenvorgang wird der Zucker in den Früchten konzentriert. So können laut „NDR“ in 100 Gramm Trockenobst bis zu 70 Gramm Fruchtzucker stecken. Besonders viel Zucker stecken in getrockneten Rosinen, Mangos, Ananas und Datteln.

Deshalb sollte man Trockenobst nur in kleinen Mengen essen. Ernährungsberater empfehlen laut „NDR“ circa eine handtellergroße Menge Trockenobst pro Tag.

Dennoch sind getrocknete Früchte aufgrund der enthaltenen Mineralien und Vitamine eine gesunde Ergänzung des Speiseplans. Als Nascherei sind sie weitaus gesünder als konventionelle Süßigkeiten, in denen raffinierter Zucker, Farb- und Aromastoffe stecken können.

Tipp: Wer herzhafte Snacks wie Chips & Co. liebt, für den sind Trockengemüse, wie getrockente Tomaten, eine Alternative. Diese enthalten kein Fett, dafür aber jede Menge gesunde Nährstoffe.

Vorsicht vor geschwefeltem Obst

Leider werden getrocknetem Obst teilweise Schwefeldioxid oder andere Konservierungsmittel zugesetzt.

Für Asthmatiker, Allergiker und Menschen mit empfindlichem Magen kann Schwefel bedenklich sein. Deshalb sollte man am besten auf ungeschwefeltes Trockenobst zurückgreifen.

Bei Nierenproblemen und Fruktoseintoleranz

Wer an Nierenproblemen leidet, muss laut „Apotheken Umschau“ meist auf Trockenfrüchte verzichten. Grund ist der hohe Gehalt an Kalium, der zum Beispiel für Dialyse-Patienten gefährlich sein kann.

Aufgrund des hohen Fruchtzuckergehalts sollten Menschen, die an Fruktosemalsabsorption oder Fruktoseintoleranz leiden, Trockenobst ebenfalls meiden.

Ich möchte den Codecheck-Newsletter abonnieren und keine News mehr verpassen

Codecheck.info
4.5/5 4 Stimmen

Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten

Eis essen
Capri, Magnum, Solero … –
Fermentiertes Obst und Gemüse
Natürliches Konservieren –
zucker-281177270 Kopie
Süße Versuchung –

Kaktusfeigenkernöl, Arganöl,...

winter skin
Anzeige

Trockene Haut im Winter - Öle sind die wahren Helfer

Die Vögel fliegen in den Süden, die Bären verkriechen sich zur Winterruhe in ihre Höhle und manche Insekten versetzen sich gar in eine Winterstarre - wir Menschen nicht. Wir sind wahre Überwinterer und somit der Kälte ausgesetzt. Darunter leidet besonders unsere Haut. Doch spröde und rissige Haut muss nicht sein! Erfahre hier, wie es natürliche Öle schaffen, Deine Haut in einen Winterschlaf zu versetzen.

Ob gesund kochen oder schlemmen...

SWICA-Gesunder Gruss-Wettbewerb-650x371
Anzeige

Wettbewerb: Jetzt mitmachen und doppelt gewinnen

Eine gesunde Ernährung macht Spass und fördert das Wohlbefinden – bei SWICA gehört sie deshalb in den Bereich der Gesundheitsvorsorge. Sie unterstützt ihre Versicherten mit vielseitigen Gesundheitsangeboten rund um die Ernährung und attraktiven Präventionsbeiträgen. Hier erfährst Du, wie Du profitieren kannst. Zudem kannst Du gleich bei zwei Wettbewerben tolle Preise gewinnen.