Für was genau das „Vegan“-Label steht

Grüne Sonnenblume

Für was genau das „Vegan“-Label steht - Grüne Sonnenblume

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Das Siegel der „Vegan Society England“ kennzeichnet heute eine wachsende Anzahl von Produkten. Doch wofür steht es genau? Und bedeutet „Vegan“ eigentlich auch tierversuchsfrei?

Unter Veganern dürfte das Label der britischen „Vegan Society“ längst bekannt sein. Die Sonnenblume markiert Produkte, die für Veganer geeignet sind. Dazu gehören neben Lebensmitteln auch Kosmetika, Textilien sowie Wasch- und Reinigungsmittel. Auch Gastronomiebetriebe können damit ausgezeichnet werden, wenn sie ausschließlich vegane Speisen anbieten oder dafür garantieren können, dass vegane Gerichte separat zubereitet werden.

Gegründet wurde die „Vegan Society“ schon 1944, das Label wird allerdings erst seit 1990 vergeben. Die Kontrollen werden in England durchgeführt. Außerdem sind jederzeit zusätzliche Kontrollen vor Ort möglich.

vegansalad

Wichtige Label-Kriterien

  • Es dürfen keine Tierbestandteile, tierische Nebenprodukte oder aus Tieren gewonnene Rohstoffe enthalten sein.
  • Bei der Produktion dürfen ebenfalls keine tierischen Materialien eingesetzt werden.
  • Tierversuche sind verboten. Dies gilt nicht nur für das Endprodukt, sondern auch für die einzelnen Rohstoffe.
  • Maschinen, die auch mit konventionellen Produkten in Berührung kommen, müssen gründlich gereinigt werden, bevor sie wieder für vegane Produkte benutzt werden.
  • Es dürfen keine gentechnisch veränderten Organismen oder Tiergene enthalten sein. Auch Derivate tierischer Substanzen sind nicht zugelassen.
  • Beinhaltet ein Produkt gentechnisch veränderte Bestandteile, muss dies auf der Verpackung gekennzeichnet werden.

Bewertung

Das Siegel der „Vegan Society“ ist eine gute Orientierung für Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren und auch in anderen Lebensbereichen auf tierische Bestandteile verzichten wollen.

Aber Achtung: Produkte mit einem Vegan-Label sind nicht automatisch auch gesund oder hochwertig. Auch stark verarbeitete Produkte, in denen beispielsweise Aroma- und Konservierungsstoffe enthalten sind – können ein Vegan-Label erhalten. Auch trifft es keine Aussage über Bio-Qualität oder Fairtrade-Standards.

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