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„Foodwatch“: Welches Produkt wirbt mit der dreistesten Werbelüge?

Wahl zum „Goldenen Windbeutel“ 2017

„Foodwatch“: Welches Produkt wirbt mit der dreistesten Werbelüge? - Wahl zum „Goldenen Windbeutel“ 2017

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Welches Produkt im Supermarktregal lockt in diesem Jahr mit der „dreistesten Werbelüge“? Über diese Frage lässt „Foodwatch“ die Verbraucher noch bis zum 26. November online abstimmen. Mit dabei: Ochsenschwanzsuppe ohne Ochsenschwanz und Kinder-Kekse mit 25 Prozent Zucker.

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„Werbelügen und Mogelprodukte verstecken sich überall im Supermarkt, Verbrauchertäuschung ist an der Tagesordnung – und nach wie vor ganz legal“, so Sophie Unger von „Foodwatch“ – „Wahlleiterin“ für den Goldenen Windbeutel 2017.

„Foodwatch“ vergibt „Goldenen Windbeutel“ zum siebten Mal

2009 fand bereits die erste Wahl zum „Goldenen Windbeutel“ statt. Preisträger waren seitdem unter anderem der Trinkjoghurt „Actimel“ von „Danone“ (2009), die „Milch-Schnitte“ von „Ferrero“ (2011) oder ein Instant-Tee für Kinder von „Hipp“ (2012).

In diesem Jahr sind fünf Produkte aus der Lebensmittelbranche nominiert, die mit Etikettenschwindeln Verbraucher in die Irre führen. Dem Gewinner wird Ende November der Negativpreis an seinem Firmensitz überreicht.

Zuckerbombe: „Alete Kinderkekse“

Der Babyhersteller „Alete“ preist seine Kinderkekse mit den Slogans „babygerecht“ und „zum Knabbernlernen“ an. Bei einem Zuckeranteil von 25 Prozent – sogar mehr als in „Leibniz Butterkeksen“ – ist jedoch die Bezeichnung „babygerecht“ mehr als fragwürdig.

„Alete“ erklärte gegenüber „Foodwatch“, die Kinderkekse würden die gesetzlichen Grenzwerte einhalten. Auf dem Etikett werde der Verbraucher außerdem auf die Bedeutung einer gründlichen Zahnpflege hingewiesen.

Überflüssiges Protein: „Bauer Protein Drink Vanille“

Für Sportler hat „Bauer“ ein vermeintlich besonders gutes Produkt auf dem Markt. Das zusätzliche Protein im Protein Drink Vanille ist jedoch selbst für eine „fitnessorientierte und alltagsaktive Zielgruppe“ laut „Foodwatch“ überflüssig.

Die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung“ fand heraus, dass sowohl Frauen als auch Männer bereits generell zu viel Protein aufnehmen. Der Preis von etwa 50 Prozent höher als andere Vanillemilchprodukte sei zudem nicht gerechtfertigt.

Bauer erklärte auf Anfrage, das Getränk erfülle den Wunsch der Verbraucher nach „proteinreichen Trendprodukten“.

Ohne Ochsenschwanz: „Lacroix Gebundene Ochsenschwanz Suppe“

Eine Ochsenschwanzsuppe ohne Ochsenschwanz? Das kommt mit der „Lacroix Gebundene Ochsenschwanz Suppe“ von Continental Foods in den Suppenteller.

Der Hersteller begründet den fehlenden Hauptbestandteil mit einer Entscheidung „aus Qualitätsgründen“ – da der Ochsenschwanz häufig knorplig und sehnendurchwachsen sei.

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Wenig ursprünglich: „Kellogg‘s Urlegenden Müsli Quinoa, Apfel, Cranberries & Chia-Samen“

Dieses Müsli hört sich nach einem vitaminreichen, gesunden Kraftpaket mit Superfood-Unterstützung an: Quinoa, Chiasamen, Apfel und Cranberries. Mit „Urkorn“ wirbt „Kellogg’s“ für das mit nur 2,5 Prozent enthaltene Quinoa. Ein vernichtend geringer Anteil.

Beim Blick auf die Inhaltsstoffe wird zudem klar, dass Palmöl, Aroma, Zusatzstoffe sowie 20 Prozent Zucker „wenig ursprünglich“ seien, so „Foodwatch“.

„Kellogg's“ erklärte, das Unternehmen müsse die Vorwürfe zunächst prüfen.

Irreführender Vergleich: „Becel Omega-3 Pflanzenöl“

„Unilever“ preist sein „Becel Omega-3 Pflanzenöl“ mit „3x mehr Omega-3 als Olivenöl“ und „für ein gesundes Herz-Kreislaufsystem“ an. Da Olivenöl jedoch generell nicht viel Omega-3 enthält, Rapsöl dagegen deutlich mehr, sei dieser Vergleich laut „Foodwatch“ „irreführend“. Hinzukomme, dass Rapsöl deutlich günstiger ist.

„Unilever“ äußerte sich, das „Becel Omega-3 Pflanzenöl“ ein hochwertiges Pflanzenöl sei und sich alle wichtigen Informationen zum Produkt auf der Verpackung fänden.

Noch bis zum 26. November kannst Du hier für deinen „Favoriten“ abstimmen: www.goldener-windbeutel.de.

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