Erkältungsbäder im Test

Gesundheit

Erkältungsbäder im Test - Gesundheit

Badewanne Erkältungsbad

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So schön die Herbstzeit auch ist, gerade jetzt schlägt das Wetter oft unerwartet um. Prompt kribbelt es in der Nase und der Hals kratzt: Eine Erkältung kündigt sich an. Ein wärmendes und entspannendes Erkältungsbad verschafft schnell Linderung.

Raus aus dem schmuddeligen nasskalten Wetter und rein in die heiße Wanne – gerade in der dunkleren Jahreszeit ist ein Erkältungsbad ideal, um sich aufzuwärmen und müde Glieder zu entspannen. Wendet man ein Erkältungsbad richtig an, kann eine drohende Erkältung sogar noch verhindert werden. Hat es einen bereits erwischt, lindert das heiße Bad mit ätherischen Ölen die Symptome und kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

Wie funktioniert das überhaupt?

Kalte Füße und eisige Hände, wer kennt das nicht? Sobald die Temperaturen sinken, bewegen wir uns weniger an der frischen Luft und frieren schnell. Das macht es den Erkältungsviren leicht. Die gedrosselte Durchblutung des Körpers schwächt die Abwehrkräfte. Auch die Nase wird dann nicht mehr gut durchblutet, so haben die Erreger leichtes Spiel und können sich ausbreiten. Hier kann ein Erkältungsbad helfen: In der Wanne wärmt sich der Körper auf, wodurch die lokale Immunabwehr stimuliert wird. Gibt man ätherische Öle wie Eukalyptus, Fichtennadeln und Menthol ins Wasser, kann das für Entspannung sorgen, ja sogar krampf- und schleimlösend wirken.

Erkälteter Junge

Wann und wie ein Erkältungsbad anzuwenden ist

Beim Erkältungsbad gilt ganz klar: Je früher desto besser! Sobald sich die ersten Anzeichen einer Erkältung, wie kalte Füße, Kribbeln in der Nase oder Kratzen im Hals, bemerkbar machen, sollte man sich ein heißes Bad einlassen. Durch die wohltuende Wärme in Kombination mit ätherischen Ölen kann eine Erkältung abgewendet oder zumindest abgeschwächt werden. Ist jedoch schon Fieber im Spiel, sind heiße Bäder zu vermeiden, die Hitze würde den Kreislauf zu sehr belasten. Auch für Kleinkinder, Säuglinge und Patienten mit Keuchhusten oder Asthma sind Erkältungsbäder tabu.

Die Empfehlungen für die Wassertemperatur liegen zwischen 32 und 38°C. Allerdings sollte man immer darauf achten, welche Temperatur man selbst als angenehm empfindet. Hier ist es wichtig, das richtige Mittelmaß zu finden. Zu heißes Wasser belastet den Körper, der ohnehin schon angeschlagen ist, zu sehr. Badet man hingegen zu kühl, kann das Bad seine aufwärmende Wirkung nicht entfalten. Wer Kreislaufprobleme hat und die Hitze beim Baden generell nicht so gut verträgt, für den sind die ätherischen Öle in einem Erkältungsbad besonders wichtig. Denn diese regen die Durchblutung auch schon bei niedrigen Badetemperaturen an.

Bei der Dauer des Erkältungsbades scheiden sich wie bei der Temperatur die Geister. Die Angaben reichen von 10 Minuten bis hin zu einer halben Stunde. Am besten ist es, die Dauer für sich selbst auszuprobieren und auf die Signale des eignen Körpers zu achten. Besonders Kinder, ältere oder kreislaufschwache Personen, sollten aber nicht zu lange in der Wanne sitzen.

Und nach dem Erkältungsbad? Ganz wichtig ist: Ausruhen! Nach dem heißen Bad sollte man sich direkt ins Bett legen, warm einpacken und liegenbleiben – mindestens für eine halbe Stunde, am besten bis zum nächsten Morgen. So kann sich der Körper erholen und die Wärme länger speichern.

Erkältungsbäder im Öko-Test

Wichtig beim Erkältungsbad sind neben der richtigen Anwendung auch hochwertige Badezusätze mit ätherischen Ölen, wie Eukalyptus, Fichtennadel, Salbei oder Thymian.

Öko-Test hat in diesem Jahr 16 Erkältungsbäder mit ätherischen Ölen getestet. Von diesen werden 10 als Arzneimittel und sechs als kosmetische Mittel angeboten.

Das Testergebnis zeigt: Kein getestet Erkältungsbad hat „sehr gut“ abgeschnitten. Das liegt vor allem an problematischen Inhaltsstoffen. Auch die Wirkung kann nicht voll überzeugen. Die Arzneibäder geben häufig einen „unterstützenden“ Effekt bei Erkältungskrankheiten an. Das stimmt aber nur zum Teil: Sie können aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle wie Kampfer, Menthol und Eukalyptusöl, eine verstopfte Nase befreien und die Durchblutung anregen, die Dauer einer Erkältung können sie aber nicht verkürzen.

Die kosmetischen Erkältungsbäder versprechen dagegen nicht die Behandlung oder Linderung der Symptome, sondern betonen den Einsatz in der „Erkältungszeit“ und die befreiende Wirkung. Alle untersuchten Produkte enthalten Limonen, viele auch Linalool und weitere allergieauslösende Stoffe.

Öko-Test rät daher eines der mit „gut“ bewerteten Arzneibäder zu wählen, da die enthaltenen Öle konzentrierter sind, als in den kosmetischen Bädern. Arzneibäder sind mit dem Hinweis „Arzneilich wirksame Bestandteile“ oder „Wirkstoffe“ gekennzeichnet.

Testsieger unter den kosmetischen Erkältungsbädern ist „Transpulmin Bad“ von Meda Pharma. Bei den Arzneibädern gewinnen mit dem Testurteil „gut“: „Altapharma Erkältungs-Linderungs-Bad“ von Rossman, „Das Gesunde Plus Erkältungsbad Arzneibad Eucalyptus“ von DM, „Multinorm Erkältungsbad Arzneibad Eucalyptus“ von Aldi Süd und „Real Quality Arzneibad Erkältung mit Eucalyptus AB“ von Real.

Für die totale Entspannung und eine gute Besserung im Erkältungsfall empfiehlt dir Codecheck diese Erkältungsbäder:

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