Einkaufshilfe: Die Unverpackt-Tüte für alle Fälle

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Einkaufshilfe: Die Unverpackt-Tüte für alle Fälle - Zerowaste

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Wer unverpackt einkaufen will, muss gut vorausplanen. Denn ohne die richtigen Behältnisse geht nichts. Vor allem schwere Gläser für Mehl, Müsli und Co. machen das Shoppen mühselig. Das Berliner Start-up Füll will das jetzt ändern – mit einer ökologischen wiederverschließbaren Tüte für alles.

Unverpackt einzukaufen ist eine feine Sache. Der Gang auf dem Markt oder in Unverpackt-Läden spart jede Menge Müll ein, doch fest steht auch: er muss gut geplant sein. Denn ohne Einwegverpackungen bedarf es der passenden Gläser, Dosen oder Beutel, in denen der Einkauf nach Hause transportiert wird.

Eine ökologische Tüte für den unverpackten Einkauf

Das Berliner Start-up Füll will dies mit seinen gleichnamigen Produkten nun erheblich vereinfachen. Füll, das sind Grafikerin und Sustainable Designerin Kerstin Jana Kater und die Upcycling-Spezialistin Karen Rose. Beide haben sich nicht nur einem nachhaltigen Lebensstil verschrieben, sie möchten zudem andere ebenfalls davon überzeugen – und das möglichst einfach. Und so wurde beiden schnell die Herausforderung bewusst, das verpackungslose Einkaufen in den Alltag zu integrieren. „Wenn ich mit meinem Sohn von der Kita komme und vor dem Einkauf noch auf den Spielplatz fahre, will ich nicht auch noch zehn Gläser transportieren“, sagt Karen Rose über die Entstehungsgeschichte ihrer Idee. Ihre Lösung: drei Tüten aus waschbarem Papier in unterschiedlichen Formaten.

Jede einzelne besteht zu 70 Prozent aus Zellulose und zu 30 Prozent aus Latex. Dies macht die Tüten nicht nur reißfest, wiederverwendbar und langlebig, sondern auch leicht und platzsparend. Sie lassen sich zusammengefaltet bequem in Handtasche und Rucksack transportieren und in den Alltag integrieren. Geschlossen werden die Tüten mit Edelstahldruckknöpfen. Seit Januar 2017 arbeiten Rose und Kater an der Entwicklung der Füll-Tüten. „Klar gab es auch bereits in den Unverpackt-Läden Angebote, wie Baumwollbeutel. Aber gerade für Mehl oder ähnliches haben diese uns nicht überzeugt“, sagt Rose.

Leicht, umweltfreundlich, abwaschbar

Das Fassungsvermögen der verschiedenen Versionen reicht von 300 Milliliter bis zu 2 Liter. Das entspricht nach Angaben der Gründerinnen rund 200 Gramm Quinoa oder 1,7 Kilo Reis.

Ein intelligentes Feature: das jeweilige Eigengewicht ist bereits auf den Tüten aufgedruckt. Da viele Unverpackt-Läden ein Großteil ihres Sortimentes nach Gewicht verkaufen, spart man sich so das lästige Abwiegen an der Kasse.

Damit man auch zu Hause noch weiß, was man in die Tüten gefüllt hat, lassen sich sie sich mit einem Kreidestift beschriften. Hat man seinen Vorrat verbraucht, lässt dieser sich ebenso einfach abwischen, wie die Tüten selbst auch reinigen: ein mildes Spülmittel soll reichen. So entfällt das meist mühsame Entfernen von Aufklebern.

Damit die erste Produktion fair realisiert werden kann, suchen die Gründerinnen aktuell bis zum 6. Mai 2018 auf der Crowdfunding-Plattform Startnext Unterstützter ihrer Idee. Aber selbst, wenn es auf diesem Weg nicht mit der Finanzierung klappen sollte, wollen die Kate und Rose nicht aufgeben. „Das Feedback war in der Zeit so positiv, dass wir auf jeden Fall versuchen werden die Produktion sonst anderweitig zu finanzieren“, sagt Rose auf Nachfrage.

Dieser Artikel von Phillip Bittner erschien zuerst im „enorm-Magazin“.

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