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Durch „sozialen Konsum“, Menschen in Not helfen?

Das Konzept hinter dem Startup „Share“

Durch „sozialen Konsum“, Menschen in Not helfen? - Das Konzept hinter dem Startup „Share“

Share Aktion Burkina Faso
© Vojta Vancura

von

Welweit hungern derzeit ca. 800 Millionen Menschen. Das möchte das Start-Up „Share“ verändern – vielleicht sind Dir die Produkte schon bei „dm“ oder „REWE“ aufgefallen? Hier erfährst Du, was hinter dem Konzept steckt und ob es wirklich aufgehen kann.

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Laut einer aktuellen Studie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (englisch Food and Agriculture Organization of the United Nations, kurz FAO) haben derzeit 821 Millionen Menschen weltweit zu wenig zu essen. Es ist das dritte Jahr in Folge, dass diese Zahl wieder steigt. Zuvor war sie jahrelang gesunken oder stagnierte zumindest.

Gründe dafür sind laut der Studie zum einen die Zahl der bewaffneten Konflikte, die in den vergangenen Jahren zugenommen haben und zum anderen auch die steigende Zahl der Klimakatastrophen wie Dürren oder Hochwasser. Ansätze, die langfristig zur Lösung dieses Missstands beitragen können, werden beispielsweise unter dem Schlagwort „Climate-Smart Agriculture“ (CSA) diskutiert, befinden sich vielerorts jedoch erst in der Erprobungsphase. Das Startup „Share“ hat einen Ansatz entwickelt, der kurzfristig und vor allem schnell Hilfe für Menschen in Hungersnot anbieten will.

Das Konzept hinter Share-Produkten

Vor vier Jahren bereits launchte der Österreicher Sebastian Stricker die Non-Profit-App „ShareTheMeal“: damit können die Nutzer hungernden Kindern mit einem Klick eine Mahlzeit spenden. Jetzt hat Stricker ein neues Projekt ins Leben gerufen: „​Share“. Die Idee hinter der dahinter ist, Konsumenten biologische und nachhaltigen Produkten anzubieten. Nach dem 1+1-Prinzip wird dann für jedes verkaufte Produkt ein Mensch in Not mit einem ähnlichen Produkt beziehungsweise einer Dienstleistung versorgt. Um dieses Prizip zu verwirklichen, kooperiert Share mit „​Aktion gegen den Hunger“, der „​Berliner Tafel e.V.“ und der „Welthungerhilfe“.

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„Share“-Gründer Sebastian Stricker ©Gene Glover

Das Bewusstsein für Produkte aus nachhaltigem, ökologischem und fairem Handel steigt. Genau hier setzt „Share“ an und will durch Investitionen in soziale Projekte einen weiteren wichtigen Benefit liefern. Auf diese Weise möchte das Start-Up ein Bewusstsein für sozialen Konsum schaffen und eine Vorbildfunktion für andere Unternehmen bezüglich sozialer Verantwortung einnehmen.

Die Produktarten

Bisher gibt es drei verschiedene Produktarten: Alpenwasser, Bio-Nussriegel und vegane Handseife. Diese Produktauswahl erfolgte nicht willkürlich, sondern spiegelt die Grundbedürfnisse Trinkwasser, Nahrung und Hygiene wider.

share Produktuebersicht 3 ©Viktor Strasse

Share Produktuebersicht ©Viktor Strasse

Konkret für eben diese Produkte bedeutet das 1+1-Konzept nach eigenen Angaben von „Share“, dass pro erworbener Wasserflasche eine Not leidende Person einen kompletten Tag mit Trinkwasser versorgt wird, indem mit den Einnahmen der Bau und die Reparatur von Brunnen finanziert werden. Ein Nussriegel entspricht einer Portion Essen und eine vegane Handseife einem Stück Seife. Bei letzteren erfolgen zusätzlich zu der Verteilung der Seifen auch teils Hygienetrainings.

Wo findest Du Share-Produkte?

„Share“-Produkte findest Du seit März 2018 in Deutschland in fast jedem „dm“ und „Rewe“; Du kannst sie aber auch im Online-Shop von „Share“ bestellen. Wie es dem Gründer Sebastian Stricker der Schritt in den Einzelhandel gelungen ist, könnt ihr hier nachlesen.

Die Rechnung sieht dabei so aus: Müsliriegel werden beispielsweise ab 1,50 Euro im Handel angeboten. Fünf bis 17 Prozent des Verkaufspreises werden dann an die Hilfsorganisationen geschickt. Der Rest wird benötigt, um die Kosten zu decken. Gewinne möchte Share nicht erzielen, da die Gründer ihr Startup als soziales Unternehmen verstehen und vorrangig Menschen in Not helfen wollen.

Kommt Deine Hilfe auch wirklich an?

Viele Menschen würden gerne spenden, befürchten jedoch, dass ihre Spende nicht ankommt oder lediglich einen riesigen Verwaltungsapparat unterstützt. Genau das will Share-Gründer Sebastian Stricker ändern: Auf jedem share-Produkt befindet sich auf der Verpackung ein Track-Code. Wenn Du diesen auf der Website von Share eingibst, erfährst Du, welches Produkt Du somit aktuell unterstützt. Hier findest Du eine Übersicht aller aktuellen Projekte.

Auch ein Blick auf die Instagram-Seite von Share lohnt sich, da sie Dich dort über aktuelle Aktionen und Spendenprojekte auf dem Laufenden halten. Hier zeigt sich auch, dass das Unternehmen mit Stars wie Karoline Herfurth, Nilam Farooq, Kostja Ullmann oder Stefanie Giesinger auch zahlreiche prominente Unterstützer hat.

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Kritische Gesichtspunkte

Die Wasserflaschen sind aus Plastik statt Glas. Dies ist zwar nicht unproblematisch, jedoch achtet Share darauf, dass diese vollständig aus recyceltem Material bestehen. Auch mit den Plastikverpackungen der Seifenspender ist das Unternehmen selbst noch nicht zufrieden und sucht nach einer Lösung. In Zukunft will man daher auch Nachfüllpacks anbieten.

Ob Share auf Dauer wirtschaftlich arbeiten kann und die Einnahmen aus den Produkten für die Herstellung sowie die sozialen Projekte ausreicht, bleibt abzuwarten, jedoch ist es ein tolles Projekt und wird hoffentlich ein großer Erfolg, der auch andere Unternehmen inspiriert, ein Stück vom Wohlstand an die Weltgemeinschaft zurückzugeben!

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