Diese Sonnenbrillen sind aus Plastikmüll

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Diese Sonnenbrillen sind aus Plastikmüll - Recycelbar

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Die Sonnenbrillen von w.r.yuma sehen nicht nur klasse aus, sondern bringen ein wichtiges Thema auf den Punkt: Wir müssen mit neuen Augen auf unseren Müll und unseren Konsum schauen.

Aus alt mach neu ist kein neues Konzept, aber angesichts der 300 Millionen Tonnen jährlich produzierten Plastiks relevanter denn je und mit fortschreitender Technik immer einfacher. Dass Müll der Vergangenheit angehört sollte, daran glauben auch die Gründer von w.r.yuma. Das junge belgische Start-up mit Sitz in Antwerp produziert nach eigenen Angaben die weltweit ersten 3D-gedruckten Sonnenbrillen aus Plastikmüll. Sie wollen damit nicht eigenhändig die Welt retten, sondern zu einer Diskussion anregen, die wir öfters führen sollten: über unseren Müll, Plastik und unser Konsumverhalten.

Jedes Gestell ist komplett recycelbar. Daher waren die geschätzte 1472 Anläufe für die richtigen Maschineneinstellungen und Designs auch zu verkraften, die es bis zur finalen Version brauchte. Das Material der Fehldrucke wurde einfach wiederverwendet. Ganz im Sinne einer müllfreien Kreislaufwirtschaft, also einem in sich geschlossenem System, in dem die Rohstoffe über den ursprünglichen Produktlebenszyklus hinaus wieder komplett in ein neues Produkt eingehen. Denn das ist das Motto von w.r.yuma.

Hierfür sind die Brillen so konzipiert, dass sie sich zum recyceln und reparieren leicht auseinandernehmen lassen. Das bedeutet auch, dass bei der Produktion weder Kleber noch toxische Farben verwendet werden. Bald soll es sogar möglich sein, sich aus seiner alten Lieblingsbrille von w.r.yuma ganz einfach ein neues Modell drucken zu lassen. Als Anreiz soll es Rabatte für die Treue geben, je älter das Urspungsmodell, desto preiswerter wird der Neudruck.

Um so viele Leute wie möglich zu erreichen, sollen zukünftig auf Festivals und anderen Großveranstaltungen Live-Druck-Events veranstaltet werden, wo aus den dort benutzten Plastikbechern Sonnenbrillen gedruckt werden und gezeigt wird, dass sich ein zweiter Blick auf unseren Müll lohnt.

Bis zum 6. Oktober kann man das Start-up noch bei ihrer Kickstarter Kampagne unterstützen und sich eine der ersten Sonnenbrillen sichern.

Dieser Artikel von Elena Boeck erschien zuerst beim „enorm Magazin“.

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