Diese Lebensmittel enthalten versteckten Zucker

Achtung Zuckerfalle

Diese Lebensmittel enthalten versteckten Zucker - Achtung Zuckerfalle

Ketchup die Zuckerfalle

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Zucker kann krank machen, das ist kein Geheimnis mehr. Umso problematischer ist es, dass sich Zucker in immer mehr Lebensmitteln versteckt, in denen man ihn auf den ersten Blick nicht vermuten würde.

Das Problem mit zu viel Zucker

Mittlerweile ist wohl jedem bekannt, dass Zucker nicht zu den gesunden Lebensmitteln gehört und gesundheitliche Probleme verursachen kann. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass übermäßiger Zuckerkonsum das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht und Karies verursacht. Zu viel Zucker kann sogar zu Verdauungsproblemen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen führen. Auch auf die Haut hat Zucker negative Auswirkungen, denn er kann Unreinheiten und Pickel hervorrufen, sowie den Alterungsprozess vorantreiben, indem er das Immunsystem und die Verdauung schwächt.

Immer wieder geht auch das Gerücht um, dass Zucker wie eine Droge abhängig machen kann. Zwar macht Zucker nach derzeitigem Wissensstand nicht im herkömmlichen Sinne abhängig, allerdings löst er im Gehirn Belohnungsreaktionen aus, die zu einem suchtähnlichem Verhalten führen können. Ähnlich wie bei der Spielsucht wird man eher nach der Tätigkeit, also dem Zuckeressen, oder Naschen, als von dem „Stoff“ Zucker an sich abhängig.

Frau ist Löffel voller Würfelzucker

Zunahme von Fettleibigkeit und Diabetes

Trotz seiner vielen bekannten Nachteile enthalten immer mehr Lebensmittel viel Zucker, der mehr oder weniger leicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Kein Wunder also, dass immer mehr Deutsche fettleibig und zuckerkrank sind. Laut Statistik sind heute 44 Prozent der Frauen und 60 Prozent der Männer fettsüchtig oder übergewichtig und etwa 10 Prozent aller Deutschen Typ-2-Diabetiker — jeder Zehnte also. Tendenz steigend.

Rund 30 Kilogramm Naschwerk vertilgt jeder Deutsche durchschnittlich pro Jahr. Darunter sind circa 3 Kilo Chips, Flips & Co., der Großteil fällt aber immer auf Süßigkeiten. Circa 77 Gramm Süßzeug essen die Deutschen pro Tag, das entspricht einer halben Tafel Schokolade plus sieben Gummibärchen und zwei Bonbons. Und das jeden Tag!

Dabei nehmen wir nicht nur durch das Naschen von Süßigkeiten Zucker zu uns. Ob Cornflakes, Fruchtjoghurt oder Tomatenketchup – fast alle Lebensmittel beinhalten heute Zucker. Und davon nicht zu knapp. Bei den folgenden zehn Lebensmitteln sollte man in Zukunft genauer auf die Zutatenliste achten, denn sie sind meist wahre Zuckerbomben.

Zucker in verschiedenen Varianten

Diese Lebensmittel enthalten verstecken Zucker

Dosen-Ananas: Die kleine Dose (570 Gramm) liefert insgesamt 88 Gramm Zucker – also 30 Würfelzucker.

Fruchtjoghurt: Ein Becher (150 Gramm) enthält 6 Stück Zucker. Das ist so viel, wie in der gleichen Menge Cola steckt.

Gurken: Auch in Gewürzgurken versteckt sich häufig Zucker – immerhin 12 Gramm pro Glas, was 4 Würfelzucker entspricht.

Heringssalat: Eine Portion (200 Gramm) ist mit 5 Würfeln, beziehungsweise 16 Gramm Zucker, versetzt.

Joghurt-Dressing: Es hört sich gesünder an als es ist, denn 50 Gramm Dressing enthalten fünf Gramm Zucker, fast zwei Würfel. Hochgerechnet auf eine Flasche sind das 15 Zuckerstücke.

Ketchup: Die Tomatensauce ist mit 68 Gramm Zucker pro 300 Gramm süßer als Cola. Das sind sage und schreibe 22 Zuckerstücke.

Multivitamin-Nektar: Er enthält wenig Fruchtsaft, aber viel Wasser und Zucker. In einem Glas Nektar stecken etwa 22 Gramm Zucker.

Müsliriegel: Auch der Müsliriegel verdient seinen gesunden Ruf meist nicht, er enthält im Durchschnitt drei Stück Würfelzucker. Somit liefern fünf Riegel mit 14 Stück den Zuckergehalt einer Tafel Schokolade.

Rotkohl: Ein großes Glas (680 Gramm) hat es in sich — ungefähr 75 Gramm Zucker, also ganze 25 Stücke Zucker sind enthalten.

Sekt (süß): Pro Piccolo-Flasche mit 0,2 Litern trinkt man 22 Gramm Zucker, das sind 7 Stücke Zucker.

Tipps bei der Zucker-Diät

Wer in Zukunft auf Zucker verzichten möchte, oder ihn zumindest reduzieren möchte, braucht vor allem Durchhaltevermögen. Denn am Anfang kann es tatsächlich zu erheblichen Stimmungsschwankungen kommen. Es kann hilfreich sein, mehrmals am Tag kleinere Mahlzeiten zu essen, um den Blutzuckerspiegel möglichst konstant zu halten.

Natürlich muss man nicht ganz auf den süßen Geschmack verzichten. Der Industriezucker kann durch Honig, Ahornsirup, Kokosblütenzucker, oder durch Zuckeraustauschstoffe wie Xylose und Stevia ersetzt werden. Am Anfang sollte man auch auf Kaffee verzichten, da dieser den Blutzuckerspiegel destabilisiert. Der süße Snack am Nachmittag kann durch Obst oder einen natürlich gesüßten Joghurt ersetzt werden

Ein weiterer Tipp ist es vitamin-C-reich zu essen, da das Vitamin den Blutzuckerspiegel senkt.

Auch wenn es anfangs unmöglich scheint, mit Durchhaltevermögen und einer klugen Auswahl an Lebensmitteln lässt sich ein Leben ohne Zucker weitgehend verwirklichen.

Versuch’s doch mal mit diesen Alternativen zu Industriezucker:

Quellen:

http://www.fitforfun.de/abnehmen/gesund-essen/zucker/versteckter-zucker_aid_2538.html

http://www.youbeauty.com/nutrition/columns/eat-pretty/top-10-sugar-foods-and-secret-sugar-foods

https://www.planet-wissen.de/alltag_gesundheit/essen/zucker/laktose_intoleranz.jsp

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