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Diese Badeanzüge waren mal Müll im Meer

Recycling

Diese Badeanzüge waren mal Müll im Meer - Recycling

MARGARET AND HERMIONE SS 2016 Coco Lime and Beasts Lookbook (8) Kopie
© Margaret and Hermione

von

„Geisternetze“ - verloren gegangene Fischernetze - treiben tonnenweise im Meer und belasten das sensible Ökosystem im Wasser. Zwei Mode-Designerinnen aus Wien sagen diesen Ungetümen mit einer genialen Idee den Kampf an!

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Seit Jahrzehnten landen Millionen Tonnen von Müll in den Weltmeeren und bedrohen zunehmend die Unterwasserwelt sowie ihre Bewohner. 10 Prozent der Abfälle werden allein durch Fischernetze, die im Meer verloren gehen, verursacht. Manche von ihnen werden einfach von Fischern vergessen, andere bei einem Unwetter von Board gefegt und treiben danach Hunderte von Jahren im Meer, bis sie irgendwann in Korallen hängen bleiben.

Einmal im Wasser gibt es kein Entkommen vor diesen Plastikfallen. Unzählige Fische verheddern sich in den feinen Netzen und haben meist keine Chance, allein den Weg nach draußen zu finden. Nach einem schrecklichen Kampf verenden sie darin qualvoll. Neben kleineren und größeren Fische verirren sich auch andere Meeresbewohner wie Delfine, oder Meeresschildkröten in den Netzen.

Nachhaltiges Design

Diese Tragödie soll ein Ende haben, dachten sich die Betreiberinnen des Wiener Labels „MARGARET AND HERMIONE“ und entwickelten ein außergewöhnliches Konzept, das Nachhaltigkeit und Modebewusstsein vereint.

Sie verarbeiten alte Fischernetze zu Garn und fertigen daraus ausgefallene Bikinis und Badeanzüge. Die Designs sind cool und modern und wirken keineswegs recycelt. Im Endeffekt ist der Unterschied zu den Stoffen normaler Bademode nicht groß. In beiden Fällen wird Polyamid verwendet, bei dem Label aus Wien jedoch recyceltes Polyamid aus Fischernetzen.

Die Brücke zur Herkunft der Stoffe schlagen die Designerinnen mit witzigen, handgezeichneten Prints, auf denen beispielsweise Affen Kugelfische mit Kokosnüssen bewerfen oder Tiefseeungeheuer ganze U-Boote fressen. Einfarbige Modelle oder solche mit Palmenprints sind ebenfalls Teil der Kollektion.

Eine gute Tat

Mit Preisen von um die 219 Euro für einen Badeanzug und circa 205 Euro für einen Bikini sind die Modelle zwar nicht gerade günstig. Das Label wird jedoch bei jedem Kauf darin unterstützt, der Bedrohung durch „Geisternetze" entgegenzuwirken und viele Meeresbewohner vor einem qualvollen, durch uns Menschen verursachten Tod zu bewahren!

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