Diese 8 Jeans-Labels produzieren fair und bio

Ohne Gift und Ausbeutung

Diese 8 Jeans-Labels produzieren fair und bio - Ohne Gift und Ausbeutung

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Ob eine Jeans passt, können wir ganz einfach ausprobieren. Was wir jedoch nicht auf den ersten Blick sehen, sind die Bedingungen unter denen die Hose hergestellt wurde und welche Gifte sie eventuell enthält. Deshalb: Bio-Jeans kaufen – der Umwelt, den Arbeitern in der Produktion und auch Deiner Gesundheit zuliebe. Wir zeigen Dir tolle Marken!

Die Kehrseite von konventionellen Jeans

Große Umweltbelastung

Eine konventionelle Jeans wird mit dem typischen Indigofarbstoff dunkelblau eingefärbt und im Anschluss mit Chlor oder Kaliumpermanganat wieder heller gebleicht. Fast 2 kg Chemikalien kommen so bei der Produktion einer einzigen Jeans zum Einsatz. Doch nicht nur das: im Schnitt werden weiterhin rund 8.000 Liter Wasser verbraucht. Nicht ohne Folgen für unsere Umwelt und für uns: die Chemikalien gelangen über Luft und Abwasser in die Natur.

Diese schaden nicht nur der Tier- und Pflanzenwelt – sondern oftmals gelangen aufgrund mangelnder Umweltstandards – und die Missachtung dieser – in den Herstellungsländern die Schadstoffe über die Abwässer in natürliche Gewässer und können so auch das Trinkwasser belasten.

Für konventionelle Jeans wird weiterhin auf konventionelle Baumwolle zurückgegriffen – und die wird meist mit aggressiven Pestiziden und Insektiziden behandelt. In der konventionellen Baumwollproduktion sind zudem Genmanipulation und der bodenschädigende Anbau in Monokulturen gängige Praxis.

Arbeitsbedingungen

Auch die Arbeitsschutzstandards sind in vielen Produktionsländern, wie beispielsweise China und Indien, mangelhaft. So kommen die Arbeiter bei der Herstellung oftmals direkt mit den eingesetzen Chemikalien in Kontakt.

Besonders problematisch ist das Sandstrahlen für den beliebten Used-Look – hierbei wird Sand unter Hochdruck auf den Stoff geschossen. Da die Arbeiter hierbei meist ohne Atemmaske arbeiten, tragen sie durch das Einatmen des feinen (Quarz-)Staubs zum Teil schwere Lungenschäden bis hin zur tödlichen Staublunge (Silikose) davon.

Die „Clean Cloth Kampagne Österreich“ schreibt dazu: „Silikose ist eine unheilbare Lungenkrankheit. [...] Silikose führt zu Lungenfibrose (Bildung von Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen und den sie umgebenden Blutgefäßen sowie Entzündung der Lungenbläschen) und Emphysema (Lungenaufblähung). Im Krankheitsverlauf verschlechtert sich der Zustand bis zur Invalidität und häufig bis zum Tod.“

Neben der Gesundheitsbelastung sind meist auch die Löhne in der Jeansproduktion extrem niedrig und das Arbeitspensum hoch.

Eine Gefahr für unsere Gesundheit

Doch nicht nur die Menschen, die in der Jeansherstellung arbeiten, sondern auch die späteren Käufer setzen sich einem Gesundheitsrisiko aus.

Denn Reste der verwendeten Chemikalien können zu gewissen Anteilen in der verkaufsfertigen Jeans zurückbleiben und zu Allergien führen oder sogar über die Haut in den Körper gelangen. Erst 2016 wurde in Kinder-Jeans der Farbbestandteil Anilin nachgewiesen, der unter Krebsverdacht steht.

Deshalb lohnen sich Bio-Jeans

Die Hersteller von Bio-Jeans setzen sich für umweltfreundlichere und menschlichere Produktionsbedingungen ein. Zu den Standards von Bio-Jeans-Marken gehört unter anderem:

  • nur biologisch und pestizidfrei angebaute Baumwolle zu verwenden
  • auf Gentechnik in der Baumwollproduktion zu verzichten
  • wasser- und energiesparende Produktionsmethoden einzusetzen
  • giftige Chemikalien durch umweltschonende Substanzen zu ersetzen
  • faire Löhne und Arbeitszeiten für die Arbeiter zu garantieren
  • höhere Arbeitsschutzstandards einzuhalten
  • die Produktion in europäische Länder zu verlegen
  • die Jeans erfüllen die GOTS-Kriterien

GOTS steht für Global Organic Textile Standard. Wer das Zertifikat haben möchte, muss nachweisen, dass er auf besonders giftige Chemikalien verzichtet und ein nachhaltiges Abwassermanagement hat.

Der Kauf von fair produzierten Jeans aus Bio-zertifizierter Baumwolle lohnt sich also! Und: Gute Qualität muss nicht teuer oder altbacken sein – diese Hersteller beweisen es …

Diese Jeans-Labels produzieren fair und bio

Armedangels

Nudie Jeans

Geniestreich

Manomama

Bleedclothing

Fairjeans

Kuyichi

Gebrüder Stitch Jeans

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