Die hartnäckigsten Gesundheitsmythen

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Die hartnäckigsten Gesundheitsmythen - Gesundheit

Mit Gesundheitsmythen brechen

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Spät am Abend Essen macht dick. Stimmt das? Die folgenden Mythen halten sich hartnäckig, aber sind sie wahr oder falsch?

„Wenn du noch lange so weiter schielst, dann bleiben die Augen so stehen“, hat bestimmt jedes Kind schon einmal gehört, das hin und wieder Grimassen schneidet oder Faxen macht. Mutti sagte doch auch immer, dass Lesen bei schlechtem Licht den Augen schadet. Aber stimmt das denn auch? Die folgenden zehn Mythen haben meistens zumindest ein Körnchen Wahrheit in sich.

1. Der Sprung ins kalte Wasser lässt das Herz stehen

Stimmt. Aber nur, wenn ein Mensch unter Herz- und Gefässerkrankungen leidet. Dann kann ein plötzlicher Temperaturwechsel gefährlich sein. Gesunde Menschen sind nicht gefährdet.

2. Ja, man kann sich jemanden schön trinken

Tatsächlich ist das wahr. Doch warum? Britische Wissenschaftler haben die Wirkung von Alkohol auf den Menschen getestet. Sie teilten 84 Studentinnen und Studenten in zwei Gruppen ein. Die eine Gruppe trank einen Viertelliter alkoholische Getränke, die andere nur Getränke ohne Alkohol. Nachdem der Alkohol Zeit hatte, seine Wirkung zu entfalten, mussten die Gruppen das Aussehen von anderen Menschen beurteilen. Das Ergebnis: Die Gruppe, die Alkohol konsumiert hatte, stufte die Menschen attraktiver ein als es die nüchterne tat.

3. Die richtige Ernährung lässt dich jünger aussehen

Stimmt teilweise. Wunder vollbringen kann auch die gesündeste Ernährung nicht. Aber: Viele Antioxidantien in rohem Gemüse und Früchten sind ganz bestimmt gesund und bekämpfen freie Radikale. Besonders grüne Gemüsesorten sind reich an Vitamin-B, welches helfen kann, Entzündungen zu lindern. Das spiegelt sich auch im Hautbild: Je weniger Arbeit sich der Körper mit der Verdauung von fetten oder ungesunden Speisen machen muss, desto eher kann er sich auf die Regeneration konzentrieren.

4. Kaffee entwässert

Dieser Mythos ist inzwischen widerlegt, wird aber gerne immer wieder rege diskutiert. So schaut’s aus: Wer Kaffee trinkt, scheidet 84 Prozent der aufgenommenen Flüssigkeit innerhalb von 24 Stunden wieder aus, während es bei Wasser 81 Prozent sind. Kaffee hat daher wie gleiche Wirkung auf den Körper wie Wasser. Woher kommt dieser Mythos denn? Koffein erhöht kurzzeitig die Filterfunktion der Nieren, und so entsteht auch mehr Urin. Dieser Effekt lasse aber rasch wieder nach.

5. Wechselduschen härten ab

Japp, dies ist mehr als ein Mythos. Nicht nur Wechselduschen, sondern auch Saunagänge und andere Temperaturwechsel fordern den Körper. Die Universität Jena hat die Wirkung von kneippschen Wasseranwendungen auf Patienten mit chronischer Bronchitis untersucht: Die Probanden unterzogen sich einer regelrechten Rosskur - kalte Güsse und Waschungen. Nach zehn Wochen stieg die Zahl der Lymphozyten im Blut der Probanden um 13 Prozent und die Infekte wurden auch weniger.

6. Spät am Abend essen macht dick

Diese Aussage ist umstritten. Bis anhin ging man davon aus, dass es lediglich auf die Energiebilanz ankommt. Neue Erkenntnisse von Forschern der Notwestern University in Chicago zeigen aber, dass auch der Zeitpunkt der Mahlzeiten übergewichtig machen kann. Das letzte Wort ist eindeutig noch nicht gesprochen.

7. Karotten stärken das Sehvermögen

Das ist nicht ganz richtig. Lediglich bei Vitamin A-Mangel trifft das zu. Denn Vitamin A kann der Körper aus dem Betacarotin der Karotten herstellen. Ist zu wenig Vitamin A da, wird man zunächst nachtblind, bei anhaltendem Mangel leidet auch das Farbsehen am Tag.

8. Milch lässt dich besser einschlafen

Tatsächlich enthält Milch die Aminosäure Tryptophan. Mit diesem Stoff kann der Körper im Gehirn Serotonin herstellen - er it sogar in einigen Schlaftabletten enthalten. Damit der Körper aber tatsächlich so viel von der Aminosäure bilden kann, müsste man bedeutend mehr als ein Glas trinken. Trotzdem kann das Zubereiten alleine schon beruhigend wirken und zu besserem Schlaf verhelfen.

Quelle: tagesanzeiger.ch

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