Die Schockbilder auf Zigarettenpackungen kommen

Neuer Bundestagsbeschluss gegen das Rauchen

Die Schockbilder auf Zigarettenpackungen kommen - Neuer Bundestagsbeschluss gegen das Rauchen

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Die sogenannten „Schockbilder“ auf Zigarettenpackungen kommen! Der Deutsche Bundestag hat am 25. Februar einen Gesetzentwurf der Bundesregierung angenommen, durch den die EU-Richtlinie 2014/40/EU umgesetzt wird.

Die EU hatte ihre Mitgliedsstaaten verpflichtet, bis zum 20. Mai 2016 die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen: Danach sind rund zwei Drittel der Vorder- und Rückseite von Verpackungen für Warnbilder und aufklärende Texte reserviert. Weiterhin werden Erzeugnisse verboten, die „ein charakteristisches Aroma haben oder Aromastoffe in ihren Bestandteilen enthalten oder sonstige technische Merkmale aufweisen, mit denen sich der Geruch oder Geschmack oder die Rauchintensität verandern lassen.“

Das Gesetz soll zum 2. Mai in Kraft treten. Auf Grund der kurzen Zeitspanne bis dorthin, sollen umfangreiche Übergangsregelungen gelten. Tabakerzeugnisse und pflanzliche Raucherzeugnisse, die vor dem 20. Mai 2016 hergestellt oder in den Verkehr gebracht wurden, dürfen beispielsweise noch bis zum 20. Mai 2017 verkauft werden. Erst ab dann werden sich nur noch Packungen mit den „Schockbildern“ im Handel befinden.

Erstmals werden auch E-Zigaretten vom Tabakerzeugnisgesetz erfasst. Somit fallen diese nun auch unter das Werbeverbot in Printmedien, TV und Radio sowie unter eine eindeutige Kennzeichnungspflicht.

Was sich ansonsten für Raucher ändert

Nicht viel: Zigaretten dürfen weiterhin die Werte von 10 Milligramm Teer, 1,0 Milligramm Nikotin und 10 Milligramm je Zigarette nicht übersteigen.

Vielleicht läuten die Schockbilder aber die Läuterung ein.

Rauchen vs. Gesundheit

Auch wenn das Rauchen immer unpopulärer wird, die Daten des Mikrozensus von 2013 zeigen: Trotzdem raucht in Deutschland noch jeder vierte Erwachsene – etwa jeder dritte Mann und jede fünfte Frau.

Deutlich rückläufig ist erfreulicherweise der Anteil der Raucherinnen und Raucher zwischen 12 und 17 Jahren. Dieser ist im Jahr 2014 auf 9,7 % zurückgegangen (2001: 27,5%). Im Alter von 18 bis 25 Jahren ist die Zahl der gelegentlichen und regelmäßigen RaucherInnen ebenfalls gesunken, liegt aber mit 30,2% deutlich höher (2001: 44,5%).

Laut Gesetzesentwurf seien allein 110 000 Todesfälle pro Jahr in Deutschland unmittelbar auf das Rauchen zurückzuführen. Verwiesen wird an dieser Stelle auf den Drogen- und Suchtbericht 2015 der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, S. 25.

Die unterschätzte Gefahr von E-Zigartetten

Für das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) geht eine deutliche Gefahr von E-Zigaretten aus, die vor allem unter jüngeren Konsumenten immer beliebter werden.

Laut den Zahlen im Tabakatlas 2015 des DKFZ hat im Jahr 2014 insgesamt etwa jeder neunte 12- bis 17-Jährige E-Inhalationsprodukte ausprobiert. Auch Jugendliche im Alter zwischen 12 und 15 jahren griffen eher zur E-Zigarette, als zu konventionellen Zigaretten.

Es heißt: „Das Aerosol von E-Inhalationsprodukten, das vom Konsumenten bis zu mehrere hundert Mal am Tag inhaliert wird, enthalt gesundheitsschadliche Substanzen. Auf Zellkulturen und im Tierversuch zeigt das Aerosol von E-Zigaretten schadigende Wirkung.“

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