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Die Öko-Initiativen von DHL & Co.

Klimaneutral geliefert?

Die Öko-Initiativen von DHL & Co. - Klimaneutral geliefert?

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Millionen Pakete reisen tagtäglich durch die Republik. Dabei werden enorme Mengen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlenstoffdioxid produziert. Die Paketzusteller sind sich dessen bewusst und haben begonnen, in den Umweltschutz zu investieren. Das gibt uns, den Kunden, die Möglichkeit, den Versand der braunen Kartons „grüner“ zu machen.

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Das Nachhaltigkeitsportal Utopia.de nennt zwei Optionen, ein Produkt oder eine Dienstleistung klimaneutral zu stellen: „CO2-Emissionen von Anfang an vermeiden oder sie nachträglich neutralisieren.“ Das gelte auch für den klimaneutralen Versand, der den Ausstoß des während des Zustellprozesses entstehenden Kohlenstoffdioxids wieder ausgleicht.

Vermeiden und neutralisieren

Natürlich ist der effektivste Umweltschutz, erst gar keine schädlichen Gase zu produzieren. Das kann etwa der Einsatz von Fahrzeugen mit umweltfreundlichen Antrieben und umweltverträglich gestalteten Depotgebäuden realisiert werden. „Ein Teil der Umweltbelastung beim Versand lässt sich so vermeiden“, kommentiert Utopia.de. Doch selbst wenn diese Maßnahmen die CO2-Bilanz eines Logistik-Unternehmens nachhaltig verbessert und der Ausstoß verringert wird – beim Transport von Sendungen entstehen allein durch das Befördern des Pakets immer noch Treibhausgase.

Um diese abzubauen, ermitteln die Unternehmen die durchschnittlich verursachten CO2-Emissionen pro Paket und berechnen dann, wie sie wieder ausgeglichen werden können. „Dafür“, erklärt das Nachhaltigkeitsportal, „investieren Paketdienste meist in Klimaschutzprojekte und helfen so, Klimagase einzusparen oder aus der Atmosphäre zu binden.“ Das kann die finanzielle Unterstützung beim Bau von Solarparks genauso wie die Hilfe bei der Wiederaufforstung des Amazonas-Regenwalds oder Geld für die Aufbereitung einer Mülldeponie in einem Dritte-Welt-Land sein. Jeder Paketservice hat eigene, offiziell zertifizierte Projekte, die er fördert.

DPD top, Hermes (bedingt) Flop?

Eine gemeinsame Linie was die Hinzubuchung des CO2-freundlichen Versands und die Höhe der dafür fälligen Obolus haben die Dienstleister nicht. Ein Beispiel können sich andere allerdings an DPD nehmen: Das Unternehmen schickt jede Lieferung unabhängig von Größe und Bestimmungsort ohne Aufpreis klimaneutral auf den Weg.

Branchenprimus DHL übernimmt den Emissionsausgleich nur für Transporte innerhalb Deutschlands. Für Päckchen und Paket ins Ausland muss die „GoGreen“-Option geordert werden. Ein CO2-neutraler Versand in ein EU-Land kostet 20 Cent, in andere Länder 70 Cent.

Bei der Konkurrenz von GLS und UPS werden grundsätzlich Extra-Gebühren berechnet. Ihren „ThinkGreen“-Service lässt sich GLS zum Beispiel fünf Cent für den nationalen und zehn Cent für den europaweiten Versand kosten; die „carbon neutral“-Zertifizierung macht UPS-Paket zehn bis 55 Cent teurer. Hermes bietet erst gar keine klimaneutrale Beförderung an. Jedoch setzen die Hamburger mit „WE DO!“ ein recht ambitioniertes Nachhaltigkeitsprogramm in Bezug auf Standort- und Fuhrpark-Modernisierung um.

Zwei negative Aspekte

Die paar Cent, die wir gegebenenfalls für einen sauberen Transport drauflegen müssen, sind zwar ärgerlich, lassen sich aber sicher verkraften. Wer eine Sendung schnell befördert haben will, hat unter Umständen ein größeres Problem: Für gewöhnlich sammeln die Unternehmen Pakete mit der Aufschrift „klimaneutral“ an, um ihre Transportmittel optimal auszulasten. Gerade bei kleinen Diensten kann eine Sendung deswegen recht lange in einem Depot liegen. Wird die Ware dann noch nach Übersee geschickt und – ökologisch sinnvoll – mit einem Schiff über das Meer gebracht, dauert der Versand auch schon einmal mehrere Wochen.

Und trotzdem

Auch wenn die verschickte Box ein paar Tage länger unterwegs, das Porto etwas höher und die Klimaneutralität ein stückweit Marketing-Instrument der Zusteller ist, macht es doch Sinn, den ökologischen Fußabdruck eines Pakets durch einen klimaneutralen Versand so klein wie möglich zu halten. Denn noch entfallen gut 14 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen auf den Transport von Waren und Güter. Wenn wir Kunden dafür sorgen, dass die Verschmutzungen wieder ausgeglichen werden, leisten wir einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und schaffen es womöglich, den prozentualen Anteil der Logistik-Emissionen merklich zu senken.

Quelle: Utopia

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