Die App, die Pflanzen rettet!

Diagnose-Tool für Hobbygärtner

Die App, die Pflanzen rettet! - Diagnose-Tool für Hobbygärtner

Smartphone Pflanze

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Menschen mit einem grünen Daumen bringen selbst kranke Pflanzen zum Wachsen. Für alle anderen hat das deutsche Start-Up Peat eine App entwickelt, die Schäden an einem Gewächs erkennt und Auskunft über Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Es ist nicht schwer zu erkennen, wenn eine Pflanze krank ist: Blätter werden welk, Stängel weich und Verfärbungen erkennbar. Um zu identifizieren, was die Pflanze erkranken ließ, ist fundierteres Wissen erforderlich – oder die Plantix-App von Peat.

So funktioniert’s

Besitzer eines Android-Smartphones können sich das Programm aus dem Googles Play Store herunterladen. Machen sie ein Foto von einem erkrankten Gewächs, lädt es die App auf die Server der Hannoveraner Entwickler. Dort wird es mit bereits gespeicherten Bildern in der Datenbank verglichen. Nach der Analyse listet die App dann auf, woran die Nutzpflanze wahrscheinlich leidet. Bislang soll die Software bereits 25 Krankheiten, Schädlinge und Pilze erkennen; Tendenz: steigend.

Peat lässt die Nutzer mit ihrem Problem nicht allein. Ist ein Schaden identifiziert, liefert ihre App Plantix Behandlungsmöglichkeiten und vorbeugende Maßnahmen. Zusätzlich zu konventionellen Lösungen wie Dünger oder Schutzmitteln, werden chemiefreie Alternativen vorgeschlagen. So können Nutzpflanzen nicht nur zielgenau, sondern auch umweltverträglich wieder aufgepäppelt werden.

Daten statt Geld

Plantix ist kostenlos, aber das Projekt lebt vom Mitmachen. Deswegen sammeln die Entwickler (nach Angaben der Verantwortlichen anonym) alle Fotos sowie Zusatzinformationen wie GPS-Verortung, die an sie gesendet werden. Auf diese Weise erweitern sie ihre Datenbank, um die App zu verbessern.

Außerdem helfen die Eingaben bei der Erstellung von Prognosen. Denn die Verantwortlichen bei Peat können alle möglichen Faktoren wie Wetter, Region und Bodenart mit den Schäden in Verbindung bringen. Dabei entsteht ein Muster, das Peat als Basis für ein Frühwarnsystem verwendet. Das machen die Daten so wertvoll: Je mehr Informationen vorhanden sind, umso präziser können die Vorhersagen sein.

Größer denken

Was dem Hobbygärtner zugute kommt, soll vor allem Landwirten helfen: In einem kurzen Werbevideo erklärt Simone Strey, Geschäftsführerin von Peat, dass 15 bis 30 Prozent der weltweiten Ernte an Pflanzenkrankheiten und Schädlinge verloren gehen. Die Plantix-Software soll diesen Verlust mindern, indem sie das gesammelte Expertenwissen samt Prognosen jedermann zugänglich macht.

Verbinden sich etwa ratlose Bauern aus Schwellen- und Entwicklungsländern mit den Servern des Start-Ups, können sie Tipps bekommen, um einen womöglich existenzgefährdenden Ernteausfall zu vermeiden. Den im Gegensatz dazu hoch technisierten Gärtnern und Landwirten der Ersten Welt wiederum leitet Plantix auf Wunsch Informationen auf Agrar-Roboter weiter. Diese neuartigen, selbstfahrenden Maschinen analysieren unter anderem den Boden und leiten bei Bedarf Schutz- oder Pflegemaßnahmen ein.

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