Der BUND warnt vor Mikroplastik in Kosmetikartikeln

Umweltverschmutzung

Der BUND warnt vor Mikroplastik in Kosmetikartikeln - Umweltverschmutzung

Mikroplastik auf Finger

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Mittlerweile sind in sehr vielen Kosmetika kleine Plastikpartikel zu finden. Die kleinen Perlen, auch Mikroplastik genannt, landen in Flüssen und Meeren und werden dort von Tieren aufgenommen.

Sie sind in vielen Kosmetikartikeln enthalten: Von Zahnpasta, über Peeling bis hin zum Duschgel. Für Konsumenten ist Mikroplastik zwar nicht direkt gesundheitsschädlich, da er die Kosmetikprodukte ja nur äußerlich anwendet — für die Umwelt allerdings schon. Und wie sich das Ganze letztendlich auf die menschliche Gesundheit auswirkt, wenn wie beispielsweise Fische mit Mikroplastik essen, ist auch fraglich. Umweltschützer und mittlerweile auch die Grünen im Bundestag sind deshalb besorgt.

Verbot gefordert

Viele Hersteller wollen die Teilchen bis Ende 2015 aus ihren Produkten nehmen und sehen deshalb keinen Handlungsbedarf für die Politik. Nadja Ziebarth vom BUND sieht das allerdings anders: „Wir haben mit Herstellern gesprochen, seit zwei Jahren behaupten sie, dass sie Mikroplastik aus Produkten herausnehmen, aber das dauert uns zu lang und wir trauen denen auch nicht ganz.“ Daher ist nur ein sofortiges Verbot von Mikroplastik in Kosmetika sinnvoll.

Über das Trinkwasser ins Meer

Die kleinen Plastikperlen landen über das Waschbecken aus dem Peeling oder der Zahnpasta im Abwasser. In Kläranlagen kann nur ein Bruchteil des Plastiks herausgefiltert werden – der Rest landet im Meer oder Flüssen und wird dort von Tieren aufgenommen. So haben Forscher die Mikroplastik bereits in Fischen, Muscheln und sogar in Robben gefunden. Der gesamte Wasserorganismus und auch Tiere, die sich beispielsweise von Fischen ernähren, leiden unter dieser Umweltverschmutzung.

Codecheck-App klärt auf

Ob ein Produkt Mikroplastik enthält, können wir kaum erkennen, denn die Stoffe haben Dutzende verschiedene Namen. Um die Mikroplastik trotzdem zu enttarnen gibt es aber einige Hilfsmittel:

Konsumenten können sich auf der Codecheck Website kostenlos über Mikroplastik in Produkten informieren. Wer es besonders unkompliziert und schnell liebt, kann sich über die Codecheck-App, per Barcode- und QR-Code-Reader anzeigen lassen, ob ein Produkt Plastik enthält oder nicht.

Kosmetika ohne Mikroplastik:

Quelle: ARD.de

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