Datenbank für Nanotechnologie in Nahrungsmitteln

News

Datenbank für Nanotechnologie in Nahrungsmitteln - News

Kiwi unterm Mikroskop - Nano

von

Lebensmittel werden immer öfter mit Nanopartikel bearbeitet. Eine neue Online-Datenbank listet Produkte auf, die mit der umstrittenen Technik verarbeitet wurden.

Um Farbe, Fließeigenschaft und Haltbarkeit von Nahrungsmitteln zu verbessern, kommt immer häufiger die Nanotechnologie zum Einsatz. Beispielsweise Aluminiumsilikate um Verklumpungen in Pulvern und Granulaten zu verhindern. Das künstliche Industriemittel findet sich dann in Kochsalz, Gemüsepulver oder Kaffeepulver wieder. Oder Titandioxid. Dieses Mittel wird häufig zum Bleichen und Aufhellen von Süßwaren oder Saucen verwendet.

Gesundheitsrisiko Nanotechnologie

Doch was macht die Nano-Technologie in Nahrungsmittel so gefährlich? Der Begriff „nano“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet Zwerg. Ein Nanometer ist ein Milliardstel eines Meters. Stoffe wie Titandioxid oder Aluminiumsilikat reagieren viel schneller mit anderen Stoffen und sind plötzlich wasserlöslich, wenn sie als Nanopartikel hergestellt werden.

Zudem können Nanopartikel aufgrund ihrer geringen Größe im Körper sogenannte Membranfenster von Darmauskleidungen, Lungenbläschen oder sogar Zellkernmembranen passieren. Dies kann neue Gefahren für die Gesundheit bergen. Leider ist die Forschung noch lange nicht so weit, mögliche Risiken und Nebenwirkungen von Nanopartikel in Nahrungsmittel genau zu bestimmen.

Klar ist jedoch, dass höchst umstrittene Substanzen als industrielle Hilfsstoffe verarbeitet werden, die in einer gesunden Ernährung nichts zu suchen haben. Vor allem nicht in Babynahrung, Getränken und Süßigkeiten für Kinder.

Die Datenbank

Das Center for Food Safety (CFS) veröffentlichte am 5. Oktober 2015 eine interaktive Datenbank für Nahrungsmittel, die mit Nano-Technologie verarbeitet wurden. Die Produkte, die in der Datenbank aufgelistet sind, werden zwar meistens in den USA vertrieben, dennoch finden sich auch einige europäische Hersteller darunter. Auch Importe aus den Vereinigten Staaten, die in unseren heimischen Regalen zu finden sind, entdeckt man auf der Internetseite.

Die Datenbank „Nanotechnology in Our Food“ wird ständig aktualisiert. Über Buttons lassen sich verschiedene Kategorien aufrufen. So lässt sich leicht erkennen, welche Produkte mit der gefährlichen Technologie versehen sind, und wo sie verkauft werden. So kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er sich und seinen Nächsten unbekannten Risiken aussetzen will.

Quelle: radio-utopia.de

Ich möchte den Codecheck-Newsletter abonnieren und keine News mehr verpassen

Codecheck.info
5/5 3 Stimmen

Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten

Mexiko Zuckersteuer
Gesundheits-Steuer –
Schlanke Menschen
Wissenschaftler erfragen Schlüssel zur schlanken Figur –
Heißhunger auf Schokolade
Richtig essen –

Der Gewinner ist...

Kochen
Anzeige

Plastik vs. Holz: Was ist das bessere Schneidebrett?

Das Schneidebrett ist wohl eines der wichtigsten Küchenutensilien. Die Wahl des Materials ist dabei nicht unerheblich. Durch den direkten Kontakt mit Lebensmitteln sollte es möglichst keimfrei sein, aber auch Gerüchen und Verfärbungen standhalten. Aber welches Material ist denn nun am besten – Holz oder Kunststoff?

Jetzt ist Saison

kürbis

Kürbis richtig kaufen, lagern und zubereiten

Wie sollte man am besten Obst und Gemüse einkaufen? Natürlich saisonal! Genau deshalb widmen wir uns alle 2 Wochen bei Kitchen Stories einem neuen Obst oder Gemüse der Saison und zeigen dir 3 neue Rezepte damit. Der Markt wartet auf uns!

4 Meinungen

mode2

Warum wird kaum faire Mode gekauft?

Fehlende politische Initiative, schlechtes Design – oder alles gar nicht so schlimm? Wir haben bei verschiedenen Akteuren nachgefragt, wieso immer noch so wenig faire Mode gekauft wird.

Faltenfrei durch Tierversuche

botox4

Warum Botox unethisch ist

Botox ist weltweit ein Riesengeschäft. Dass es sich bei Botulinumtoxin um eine hochgiftige Substanz handelt, scheinen Schönheitssüchtige jedoch zu verdrängen. Und es gibt noch ein weiteres Problem: die damit verbundenen Tierversuche. 2015 mussten allein in Europa 350.000 bis 400.000 Mäuse für Botox-Spritzen qualvoll sterben.

Teilweise verboten

Creme Haut

In Duschgel, Shampoo und Creme: Problemstoff Methylisothiazolinon

Du kaufst bewusst ein und versuchst, bedenkliche Inhaltsstoffe zu vermeiden? Du machst einen großen Bogen um aluminiumhaltiges Deo, Shampoo mit Silikonen oder Cremes mit Parabenen? Auch die Hersteller haben diesen Trend erkannt und werben mit Versprechen wie „frei von Duftstoffen“ oder “ohne Silikone”. Jedoch sind viele weitere bedenkliche Inhaltsstoffe im Umlauf, deren Namen Du kennen solltest: zum Beispiel Methylisothiazolinon.