Das sind zuckerarme Obstsorten

Wie viel Fruktose steckt in den süßen Früchtchen?

Das sind zuckerarme Obstsorten - Wie viel Fruktose steckt in den süßen Früchtchen?

apples bananas oranges

von

Obst ist gesund und enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. Zu viel Obst kann es also nicht geben, oder? Das kommt auf den Fruktosegehalt an – der natürliche Fruchtzucker wird im Gegensatz zu Glucose nämlich viel schneller in der Leber zu Fett abgebaut und beeinflusst somit auch unsere Cholesterinwerte.

Was ist Fruktose?

Fruchtzucker oder auch Fruktose genannt, zählt genauso wie Glucose zu den sogenannten Einfachzuckern (Monosacchariden), besteht also aus vielen einzelnen Zuckermolekülen. Natürlicher Fruchtzucker findet sich in Früchten, in etwas geringeren Mengen aber auch in fast allen Gemüsesorten. Als günstiges Süßungsmittel wird Fruktose auch vielen industriell hergestellten Produkten zugesetzt.

Warum ist Fruktose kritisch zu betrachten?

Für unseren Körper sind Einfachzucker generell ein sehr wichtiger Energielieferant, da sie besonders rasch ins Blut gehen. Allerdings bevorzugen unsere Körperzellen Glucose, da diese aktiv und schnell von den Blutbahnen in die Zellen gepumpt wird. Fruktose hingegen wird im Darm langsamer resorbiert: Der Fruchtzucker strömt passiv aus dem Darm in die Zellen der Darmschleimhaut, erst anschließend gelangt er ins Blut.

Unser Blutzuckerspiegel wird von Fruktose deshalb nicht beeinflusst, sehr wohl aber die Blutfettwerte. Sind genügend Fettreserven vorhanden, steuert das Hormon Leptin normalerweise unser Sättigungsgefühl. Zu viel Fruchtzucker kann allerdings zu einer Leptinresistenz führen, wodurch die Signalübertragung des Sättigungsgefühls nicht mehr richtig funktioniert. Der überschüssig aufgenommene Fruchtzucker wird in der Leber zu Fett abgebaut, eingelagert und teilweise zurück in den Blutkreislauf befördert, wodurch die Blutfett- und Cholesterinwerte erhöht werden.

Studien haben sogar bestätigt, dass eine vermehrte Aufnahme von Fruchtzucker ungünstige Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben kann. Somit könnten Übergewicht, Fettleibigkeit und Fettstoffwechselstörungen sowie Diabetes begünstigt werden. Gleichzeitig würde auch das Risiko für Bluthochdruck steigen.

Fruktose

Sollte Fruchtzucker gemieden werden?

Dies bedeutet jedoch nicht, dass Fruchtzucker komplett gemieden werden muss. Generell gibt es einen Unterschied zwischen industriell hergestelltem Fruchtzucker und natürlicher Fruktose aus Früchten oder Gemüse. Der Fruktosegehalt von industriell hergestellten Produkten ist meist wesentlich höher, zudem fehlen ihnen die Ballaststoffe. Frische naturbelassene Lebensmittel enthalten zusätzlich wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralstoffe für unseren Körper.

Doch: Welche Obstsorten enthalten viel Fruchtzucker und welche können mit einem niedrigen Fruktosegehalt punkten?

Früchte mit hohem Fruktose-Gehalt

Rosinen

Mit knapp 32,8 Gramm Fruktose auf 100 Gramm, liegen die getrockneten Weintrauben, was den Fruchtzuckergehalt angeht unangefochten auf Platz eins. Vor allem Menschen mit einer Fruktoseunverträglichkeit sollten Rosinen auf keinen Fall zu sich nehmen. Auch in nicht getrockneter Form, können Weintrauben mit einem stolzen Gehalt von 7,6 Gramm pro 100 Gramm hoch punkten.

Rosinen

Datteln

So schmackhaft die orientalischen Früchte auch sind – sie bestehen zu fast einem Drittel, aus reiner Fruktose: durchschnittlich 31,3 Gramm pro 100 Gramm. Trockenobst enthält den süßen Zucker generell in einer höheren Konzentration als die frischen Früchte.

datteln2

Äpfel

Auch Äpfel zählen bereits zu den Obstsorten mit einem höheren Fruchtzuckergehalt, mit knapp 5,7 Gramm pro 100 Gramm.

äpfel2

Kirschen

Die erfrischenden Sommerfrüchte landen leider auch in der Kategorie „hoher Fruktosegehalt“. Sauerkirschen kommen im Schnitt auf 4,7 Gramm pro 100 Gramm, Süßkirschen hingegen weisen sogar 6,1 Gramm pro 100 Gramm auf.

kirschen

Bananen

Der reichhaltige Powersnack geht schnell ins Blut – für einen schnellen, gesunden Energiekick deshalb eigentlich genau richtig. Hinsichtlich des Fruchtzuckers zählen die gelben Früchte noch zum moderaten Mittelmaß, mit durchschnittlich 3,6 Gramm Fruktose pro 100 Gramm.

banane

Früchte mit niedrigem Fruktose-Gehalt

Papaya

Die stattliche, exotische Frucht besitzt wohl einen der niedrigsten Fruktoseanteile im Vergleich zu anderen Früchten. Mit gerade einmal 0,3 Gramm auf 100 Gramm, ist sie außerdem perfekt für Menschen mit einer Fruktoseunverträglichkeit geeignet.

papaya

Aprikose

Neben der Papaya, zählt auch die Aprikose zu den Früchten mit einem der niedrigsten Fruktoseanteilen. Die süßen, orangenen Früchtchen kommen gerade mal auf einen Prozentsatz von 0,8.

aprikose

Pfirsich

Auch Pfirsiche zählen zu den fruktoseärmsten Obstsorten, mit einem Anteil von 1,2 Gramm pro 100 Gramm.pfirsich

Mandarinen

Mandarinen können mit den Pfirsichen gut mithalten: 1,3 Gramm Fruktose pro 100 Gramm bringen die Zitrusfrüchte auf die Waage. Auch Grapefruits und Orangen können mit wenig Fruktose punkten, Limetten und Zitronen liegen mit 2,5 Gramm pro 100 Gramm Frucht jedoch an der Spitze der Zitrusfrüchte.

mandarine

Ich möchte den Codecheck-Newsletter abonnieren und keine News mehr verpassen

Codecheck.info
4.6/5 10 Stimmen

Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten

Zucker
Fructose: besser als „normaler“ Zucker? –
eis4
Genuss –

Der Gewinner ist...

Kochen
Anzeige

Plastik vs. Holz: Was ist das bessere Schneidebrett?

Das Schneidebrett ist wohl eines der wichtigsten Küchenutensilien. Die Wahl des Materials ist dabei nicht unerheblich. Durch den direkten Kontakt mit Lebensmitteln sollte es möglichst keimfrei sein, aber auch Gerüchen und Verfärbungen standhalten. Aber welches Material ist denn nun am besten – Holz oder Kunststoff?

Hier findest Du Inspiration

müll5

5 Zero-Waste-Blogs für den Start in ein müllfreies Leben

Immer mehr Menschen wollen ein müllfreieres Leben führen. Zero Waste ist hier das Stichwort. Wir stellen Dir fünf Blogs vor, die zeigen, wie schön, inspirierend und sinnvoll dieser Lifestyle ist. Denn weniger Müll ist nicht nur gut für die Umwelt, auch unser persönliches Leben profitiert von einem bewussten Umgang mit Ressourcen.

In Deinem Duschgel!

duschen

Vorsicht vor PEG-40 Hydrogenated Castor Oil

Natürliche Stoffe können sich durch chemische Prozesse im Labor zu potenziell schädlichen Inhaltsstoffen wandeln. Ein Beispiel hierfür: Rizinus-Öl aus dem Baum Ricinus Communis, das durch chemische Prozesse zum Emulgator PEG-40 Hydrogenated Castor Oil wird. Es kann die natürliche Hautbarriere schwächen und steht im Verdacht, Hautirritationen auszulösen.