Chicorée: Feines Gemüse im Schattendasein

Gut für Stoffwechsel und Kreislauf

Chicorée: Feines Gemüse im Schattendasein - Gut für Stoffwechsel und Kreislauf

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Obwohl er ein feines Aroma besitzt und viele gesunde Stoffe enthält, ist Chicorée in Deutschland nicht sehr beliebt. Dabei ist er sehr kalorienarm und liefert viele gesunde Stoffe. Wir zeigen Dir, warum es sich lohnt, ihn zu probieren.

Nur etwa 300 Gramm Chicorée im Jahr essen die Deutschen laut „NDR“ pro Person. Und das, obwohl er wichtige Mineralstoffe und Vitamine enthält. Seine Bitterstoffe wirken sich besonders positiv auf Verdauung, Stoffwechsel und Kreislauf aus.

Junges Gemüse

Chicorée ist eine recht junge Kulturpflanze, die es nicht als Wildpflanze gibt, und die vor allem in Frankreich und Belgien angebaut wird. Die vornehme Blässe entsteht dadurch, dass Chicorée in völliger Dunkelheit wächst. Dem Licht ausgesetzt entwickelt er einen besonders bitteren Geschmack. Er sollte deshalb stets dunkel gelagert werden.

Von der Wurzel zum Blattgemüse

Schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden die Wurzeln des Chicorée zu Zichorienkaffee verarbeitet. Vor allem während des Kaffeeverbots von 1780 wurde Kaffee-Ersatz aus Zichorienwurzeln hergestellt. In dieser Zeit gab es allerdings noch gar keinen Chicorée als Blattgemüse. Dieses wurde erst im 19. Jahrhundert, vermutlich von einem Belgier, entdeckt, der die Zichorienwurzeln in seinen Gewächshäusern abgedeckt überwintern ließ. Daraus wuchsen dann feine, blasse Blätter, die wir heute als Chicorée kennen.

Kalorienarm und voller gesunder Stoffe

Mir 16 Kilokalorien pro 100 Gramm gehört Chicorée zu den kalorienärmsten Gemüsesorten. Auch sein Fettanteil ist sehr gering, weswegen er häufig bei Diäten zum Einsatz kommt. Obwohl er nicht viele Kalorien liefert, ist er sehr reich an gesunden Inhaltsstoffen. Er enthält neben Vitamin A, B und C auch Kalium, Phosphor, Kalzium und Magnesium. Auch die enthaltenen Bitterstoffe haben einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit. Vor allem für Magen und Darm sind sie sehr wohltuend. Da sie die Bildung von Magensaft und Galle anregen, eignen sich Gerichte mit Chicorée besonders gut als Vorspeise. Darüber hinaus sorgt das enthaltene Inulin für eine gesunde Darmflora.

Einkauf und Lagerung

Die Chicoréesaison geht von Oktober bis April. Theoretisch kann er aber das ganze Jahr über angebaut werden. Wenn Du lieber weniger Bitterstoffe bevorzugst, kannst Du roten Chicorée einkaufen. Dieser entsteht durch die Kreuzung mit Radicchio und schmeckt deutlich milder.

Beim Einkauf sollten weißer und roter Chicorée makellos aussehen und keine braunen Stellen aufweisen. Außerdem lohnt es sich darauf zu achten, wie intensiv die Grünfärbung ist, denn hier gilt: Je grüner, desto mehr Bitterstoffe.

Chicorée muss lichtgeschützt und kühl aufbewahrt werden. Am besten wickelst Du ihn in ein Tuch ein und lagerst ihn im Gemüsefach des Kühlschranks. Innerhalb von vier bis acht Tagen solltest Du ihn verzehrt haben.

Verwendung

Chicorée wird gerne in Salaten oder auch als gedünstete Gemüsebeilage verwendet. Wenn Du die Bitterstoffe zu intensiv findest, kannst Du ihn einige Minuten lang in warmes Wasser legen, so wird er ein wenig milder. Außerdem kannst Du das feste Herz in der Mitte herauslösen, in dem sich besonders viele Bitterstoffe befinden.

Damit sich die Blätter beim Kochen nicht schwarz verfärben, solltest Du ihn nicht in Kochgeschirr aus Eisen oder Aluminium zubereiten.

Bunter Chicorée Salat

Gerade im Winter gibt es nicht so viele Salatsorten. Ein Glück, dass es gerade jetzt frischen Chicorée gibt! Für einen bunten Salat für zwei Personen brauchst Du:

  • 1 Chicorée
  • 1 Apfel
  • 6 Radieschen
  • 1 rote Zwiebel
  • je nach Saison eine Handvoll Feldsalat oder Rucola
  • je nach Geschmack Sprossen, geröstete Körner, etc.

Die Zutaten schälen, waschen und klein schneiden. Darüber schmeckt ein einfaches Essig-Öl Dressing besonders gut. Dafür kannst Du zum Beispiel folgendes Rezept verwenden:

  • 200 Milliliter Olivenöl
  • 100 Milliliter Apfelessig
  • 1 Esslöffel Senf
  • 1 Teelöffel Honig, Agavendicksaft oder Reissirup
  • Jeweils 1 Prise Salz und Pfeffer

Besonders gut schmeckt der Salat, wenn Du ihn vor dem Verzehr eine Weile mit Dressing ziehen lässt.

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