Chicorée: Bitter, aber extrem gesund

Vielseitiges Gemüse

Chicorée: Bitter, aber extrem gesund - Vielseitiges Gemüse

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Chicorée steht auf der Beliebtheitsskala nicht gerade ganz oben. Zu Unrecht, denn er ist einer der gesündesten Salate überhaupt und auch als Gemüse vielseitig verwendbar.

Liegt es an seinem bitteren Aroma, dass pro Person in Deutschland nur 300 Gramm Chicorée im Jahr gegessen werden? Vielleicht. Dabei sind eben genau diese Bitterstoffe einzigartig in der Welt der Salate und besonders gesundheitsfördernd. Besonders Darm, Stoffwechsel und Kreislauf werden durch Chicorée in Schwung gebracht. Hinzukommen essentielle Vitamine und weitere für den Körper nützliche Stoffe, welche diesen zu einer der gesündesten Salatsorten macht.

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Zarte Triebe aus dem Dunkeln

Chicorée wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals in Belgien gezüchtet und einige Jahre später als Gemüse vorgestellt. Da er kein Sonnenlicht verträgt, wächst er im Dunkeln aus einer rübenartigen, braunen Wurzel. Diese wird im Herbst gepflanzt, und über den Winter sprießen dann seine Blätter, die circa 10 bis 20 cm lang werden. Die zarten oberen Enden sind meist gelb oder hellgrün, während die Blätter selbst weiß bleiben.

Chicorée hat eigentlich von Oktober bis Mai Saison, wobei er heutzutage nahezu ganzjährig erhältlich ist.

Wertvolle Bitterstoffe für Magen & Darm

Die Liste der Vitamine und Mineralstoffe in Chicorée ist lang. Vitamin A, B, C, Kalium Zink, Phosphor, Kalzium und Folsäure sind unter anderem enthalten. Zudem steckt das zarte Gemüse voller Inulin, das förderlich für die Darmflora ist und gut sättigt. Die Wurzel, gemahlen oder geraspelt, würde früher ebenfalls gerne bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Da Kalium und Vitamin A für die Zellerneuerung der Haut nützlich sind, kann dem Chicorée auch eine Anti-Aging-Wirkung zugesprochen werden.

Mit nur 16 Kilokalorien pro 100 Gramm ist der Chicorée außerdem ideal bei einer leichten, gesunden Ernährung. Im Vergleich zu anderen Salatarten wie Feldsalat oder Rucola kann Chicorée zusätzlich damit punkten, dass er in einem aktuellen Test von „Stiftung Warentest“ nicht mit Schadstoffen belastet ist.

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Chicorée richtig lagern und zubereiten

Da Chicorée sehr licht- und druckempfindlich ist, muss mit ihm behutsam umgegangen werden. Am besten ist es, ihn in feuchte Tücher einzuwickeln. Da Licht die Produktion der Bitterstoffe verstärkt, ist der dunkle Kühlschrank ein idealer Ort für die Lagerung. Dort hält er bis zu einer Woche frisch.

Wer die Bitterstoffe reduzieren möchte, sollte auf jeden Fall den Strunk in der Mitte herausschneiden. Zudem hat sich das Einlegen in warmem Wasser oder Milch vor der Zubereitung zur Reduktion des bitteren Geschmacks bewährt. In den Monaten Februar und März ist zudem eine rote, mildere Variante erhältlich, welche durch die Kreuzung mit Radicchio entsteht.

Sowohl roh, gekocht, überbacken oder gebraten, das vitaminreiche Gemüse ist ein echtes Multitalent in der Küche. Gerade in Kombination mit Früchten erfreut er die Geschmacksnerven, und die einzelnen Blätter eignen sich auch hervorragend zum Anrichten und als Dekoration. Nicht zuletzt gibt er grünen Smoothies eine Extraportion Gesundheit!

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