Jetzt in Saison:

Aubergine richtig kaufen, lagern und zubereiten

30. Aug. 2018 von

Aus der mediterranen und orientalischen Küche ist sie nicht wegzudenken und speziell bei Vegetariern ist sie besonders beliebt: Prall und mit dunkelvioletter Farbe versucht die anmutige Aubergine jeden Gemüseliebhaber zu beeindrucken.

1. Hallo, mein Name ist Aubergine

Die Aubergine zählt zu den Nachtschattengewächsen und wird wegen ihrer länglichen, rundlichen Form Eierfrucht (engl. eggplant) genannt. Aus botanischer Sicht ist die Aubergine allerdings eine Beere, doch zum rohen Verzehr ist sie nicht geeignet und hat auch geschmacklich nichts mit den üblichen Beeren gemein.

Verglichen mit anderen Gemüsesorten enthält die Aubergine nur wenig Vitamin C, aber heißt das, sie ist auch weniger gesund? Keineswegs: Die Aubergine ist reich an verschiedenen Mineralien wie Kalium und Mangan und hat hervorragende Nährwerte. Zudem haben Auberginen einen hohen Gehalt an Kaffeesäure, die antioxidativ, sowie antimikrobiell wirkt. Mit 90 Prozent Wassergehalt und nur 17 kcal pro 100 g ist die Aubergine dazu besonders kalorienarm. Da bei der Zubereitung allerdings oft reichlich Fett als Geschmacksgeber im Spiel ist, kommen schnell noch ein paar Kalorien hinzu.

Die bekannteste Aubergine in Europa ist die länglich-ovale, mit violett-schwarzer Farbe. Seltener gibt es auch die durch und durch sahneweiße Variante zu kaufen. In asiatischen und orientalischen Läden stößt man auch auf kleinere, schmale, eiförmige oder faustgroße runde Thai-Auberginen. Sie schmecken oft intensiver als ihre Verwandten aus Europa.

2. Wann Du Auberginen kaufen solltest

Auch wenn wir sie ganzjährig kaufen können, geht die eigentliche Auberginen-Saison nur von August bis Oktober, denn noch mehr als Tomate oder Paprika lieben Auberginen Wärme und Frischluft.

Im Frühsommer kommen Freiland-Auberginen aus der Türkei und Marokko in unsere Märkte, im Laufe des Sommers sind es vor allem Auberginen aus Italien, Spanien und Teilen Mitteleuropas. Unter Folie wachsen die Auberginen sogar bis in den späten Herbst und die Saison kann schon im Frühjahr wieder beginnen.

3. Wie Du die perfekte Aubergine findest und lagerst

Reife Auberginen haben eine gleichmäßige, leicht glänzende Schale ohne Risse. Sie sollten möglichst schwer und prall sein und auf Druck etwas nachgeben. Harte Früchte sind noch unreif, bitter und enthalten Solanin. Der Verzehr solcher Früchte erzeugt erhebliche Darmprobleme und kann sogar zu Erbrechen führen. Also Finger weg von unreifen oder alten Auberginen! Auberginen mit dunklen, braunen Flecken oder Verfärbungen, sowie löchrigem, braun verfärbtem Fruchtfleisch sind zu alt und haben nichts in deiner Küche zu suchen!

Der beste Trick für leckere Auberginen lautet: sofort verarbeiten! Auberginen halten sich leider nicht lang. Im Gemüsefach ist es ihnen auf Dauer zu kalt, außerhalb des Kühlschrank ist es jedoch zu warm. Am besten lagerst Du Auberginen bei kühlen 10°C, zum Beispiel im Keller. In Folie gewickelt hält sie sich dort eine gute Woche lang. Achte jedoch darauf, dass keine Tomaten oder Äpfel neben den Auberginen lagern, denn durch die Reifegase von anderem Obst und Gemüse verderben sie schnell.

Hast Du doch mal eine unreife Aubergine erwischt, kannst Du sie zur Not 2-3 Tage bei Zimmertemperatur zum Nachreifen liegenlassen. So verringert sich ihr Solaningehalt und Du kannst sie im Anschluss bedenkenlos verarbeiten.

4. Wie Du Auberginen richtig zubereitest

In den meisten Gerichten wird Aubergine mit ihrer Schale zubereitet. Dafür solltest Du die ganze Frucht zunächst gründlich unter laufendem Wasser abspülen. Danach wird das schmale Ende mit Stiel- und Blattansatz abgeschnitten, denn es ist sehr bitter uns sollte nicht mitgegessen werden.

Die Aubergine ist ein sehr vielseitiges Gemüse, das auf Grund ihrer fleischartigen, festen Konsistenz gerade bei Vegetariern sehr beliebt ist. Auberginen kannst Du unter Zugabe von ausreichend Fett auch wunderbar braten und dünsten. Fast schon ein Klassiker sind gefüllte Auberginen – egal ob vegetarisch oder mit Hackfleisch. Du kannst Auberginen aber auch überbacken, panieren oder zu Püree verarbeiten. Mit etwas Balsamico oder Knoblauchjoghurt lassen sich im Ofen gebackene Auberginen als köstliche Antipasti servieren. Auch in mediterranen Gerichten und Ragouts machen sie immer eine gute Figur.

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5. Was du jetzt kochen solltest

Wir werden einige neue Rezepte mit Auberginen in dieser Woche veröffentlichen, also schau immer wieder vorbei! Anfangen kannst du schon mit diesem Rezept:

Auberginen-Moussaka

Knusprige Auberginen-Pommes mit Limetten-Dill-Dip

Auberginen-Cordon-bleu mit Tomaten-Brot-Salat