Nachhaltigkeit

Altes Brot nicht wegwerfen: Sechs Rezepte

12. Juni 2017 von

Dieses Phänomen kennt leider fast jeder von uns: Noch bevor man den Laib Brot vollständig aufgegessen hat, ist er hart geworden … Wie kann man vermeiden, dass Abfall entsteht? Wie bleibt Brot länger frisch und was kann man mit hart gewordenem Brot noch anstellen?

Brot möglichst lange frisch genießen

Aktuell werden in Deutschland laut einer Studie der Uni Stuttgart knapp elf Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr entsorgt. 61 Prozent der Abfälle fallen in Privathaushalten an, und Brot und Backwaren nehmen hier fast ein Fünftel der Abfälle ein.

Während Bäckereien altes Brot meist systematisch als Semmelmehl weiterverarbeiten oder an Tierfutterhersteller spenden, landet das trocken gewordene Brot aus Privathaushalten zu oft im Müll. Was kannst Du dagegen tun?

  • Damit Brot gar nicht erst trocken wird, frag beim Bäcker entweder direkt nach einem halben Brot oder frier die Hälfte frisch ein – nach dem Auftauen ist das Brot noch genauso saftig wie vorher.
  • In einem Brotkasten oder der Papiertüte aufbewahrt bleibt Brot je nach Sorte bis zu vier Tagen frisch.

Und falls es doch mal trocken geworden ist, haben wir sechs Verwendungsideen:

Knödelbrot für Semmelknödel, Spinatknödel oder Serviettenknödel selbst herstellen

Dazu schneidest du das Weißbrot einfach in kleine Würfel. Diese kannst du nach dem vollständigen Trocknen einige Wochen aufbewahren und damit alle möglichen Knödelarten selbst herstellen. Besonders lecker: Spinatknödel mit geschmolzener Butter und Parmesan, oder Rote-Bete-Knödel mit Kartoffelsalat.

Knusprige Brotchips

Schneide Dein altes Brot in möglichst dünne Scheiben und bestreiche diese von beiden Seiten mit einer selbst gemachten Marinade. Je nach Geschmack kann hierfür Olivenöl mit Kräutern und Gewürzen abgeschmeckt werden. Besonders gut eignen sich Basilikum, Paprika, Knoblauch oder Chili. Anschließend schmeckst Du die Mischung mit Salz und Pfeffer ab.

Nun kommen die getränkten Brotscheiben bei etwa 180 Grad für rund zehn Minuten in den Backofen, bis die Chips goldbraun und knusprig sind. Dazu passt hervorragend ein Dip, zum Beispiel eine Sour Cream oder eine selbstgemachte Guacamole. Alternativ zur Verwendung als Chips kannst Du das Brot in Sticks schneiden.

Brotsuppe als Vorspeise

Die Brotsuppe ist eine Delikatesse aus Südtirol, mit der die Bauer schon früher altes Brot zu einer sättigenden Vorspeise veredelten. Hierfür kochst Du zunächst eine Gemüse- oder Rinderbrühe mit einem Schuss Sahne auf und gibst die trockenen Brotwürfel dazu. Vor dem Servieren kannst Du die Suppe mit frischem Schnittlauch dekorieren.

Vielfältiger Brotsalat

Ihr kombiniert euer altes Brot kleingeschnitten mit frischem Salat und knackigem Obst und Gemüse – und fertig ist der Brotsalat. Der Brotsalat eignet sich hervorragend, um alle möglichen Kühlschrankreste zu verwerten, zum Beispiel, bevor es in Urlaub geht. Als Dressing passt eine Joghurt-Balsamico-Vinaigrette mit Kräutern.

Frikadellen

Du brauchst nur Bio-Hackfleisch, Zwiebeln und ein paar Kräuter - wenn Du das alles im Haus hast, kannst Du Dein altes, trocken gewordenes Brot in kleine Würfel schneiden, in Wasser oder Milch einlegen und dann direkt zur Frikadellenherstellung verwenden.

Altes Brot süß genießen als „Arme Ritter“

Aus altem Brot kannst Du das leckere süße Gericht „Arme Ritter“ zaubern. Dafür halbierst Du einfach die Scheiben des alten Brots, idealerweise helles Brot oder sogar Weißbrot, und weichst die Stücke in eine Mischung aus Milch oder Sahne, Eiern und Vanillezucker ein.

Anschließend werden die Brotstücke in etwas Butter angebraten und noch warm serviert. Besonders lecker sind „Arme Ritter“ mit Kompott und Vanillesauce.

Lass es Dir schmecken!