Achtung! Aluminium-Brezen!

Leichtmetall in Lieblings-Lebensmittel

Achtung! Aluminium-Brezen! - Leichtmetall in Lieblings-Lebensmittel

Alumnium-Brezeln

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Brezen enthalten zu viel Aluminium. Anscheinend sprengt jede fünfte Brezel den Höchstwert. Für uns Menschen ist das Metall ungesund.

Auf der Website sueddeutsche.de war kürzlich zu lesen, dass Bayerns „Nationalgebäck schwer mit Aluminium belastet sei“. Für Frauen bedeutet das Metall in Lebensmitteln (oder Pflegeprodukten) eine höhere Chance, an Brustkrebs zu erkranken. Auch Alzheimer und weitere Krankheiten werden mit Aluminium in Verbindung gebracht. Doch wie gelangt es eigentlich in unsere Nahrungsmittel?

Es gibt zwei Wege: Gemüse nimmt es zum Beispiel auf natürliche Weise über den Ackerboden auf (wo es mittels Pestiziden und Dünger hingelangt), während es beispielsweise als Farbstoff, Trennmittel oder Stabilisator ins Backwerk gelangt.

Die Bäcker sind nachlässig

Im Fall von Brezen ist es anscheinend die Schuld von Bäckern, dass das Leichtmetall ins Essen gelangt: Sie dürfen 10 Milligramm Aluminium pro Kilo Gebäck ins Mehl mischen – wie bereits erwähnt ist das anscheinend nötig, um den Brezn ihren typischen Geschmack und das richtige Aussehen zu geben.

Brezen Bayrisches Nationalgericht

Der zusätzliche Risikowert kommt offenbar von den Backblechen. Das sagt zumindest Dr. med. Andreas Zapf, Chef des Bayerischen Landesamt für Gesundheit (LGL). Er erklärt: „Meistens sind diese aus Aluminium, weil das ein guter Hitzeleiter ist. Das erhöht den Aluminium-Faktor bereits. Dazu kommt die Natronlauge, welche die Weissbrote in Laugenbrote verwandelt - sie ist oft so scharf, dass sie die Alu-Bleche angreift und Metallpartikel auslöst“.

Ein Milligramm Aluminium pro Kilo Mensch

Das klingt wirklich nicht appetitlich. Der Mensch sollte pro Woche und pro Kilo Körpergewicht höchstens ein Milligramm Aluminium zu sich nehmen – Lebensmittel, Pflegeprodukte und Umwelteinflüsse eingerechnet. Da kommen Höchstwerte, wie sie in den Brezn vorkommen, absolut ungelegen.

Neu sind die Anschuldigungen des LGL und von Verbraucherschützern übrigens nicht: Bereits 2003 haben die Routinekontrollen in Bayern ergeben, dass mehr als 20 Prozent von 2000 Proben (also jede fünfte Probe) verseucht waren. 2007 betrug die Quote sogar 29,6 Prozent.

Die diesjährigen Kontrollen beförderten jedoch ganz andere Werte zu Tage: Mal waren es 33 Milligramm Aluminium pro Kilo Brezen, dann waren es 66 Milligramm und ein haarsträubender Höchstwert von 156 Milligramm pro Kilo – das 15-fache des zulässigen Höchstwerts. Da empfiehlt es sich doch tatsächlich, die Brezen einfach selbst zu backen.

Dieses Rezept schmeckt – zuschauen und lernen.

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