6 Irrtümer und Mythen über Alkohol

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6 Irrtümer und Mythen über Alkohol - Gesundheit

Bartheke mit Shots

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Um Alkohol ranken sich unzählige Mythen: Ob Dickmacher, Herzschützer, Schlummertrunk oder Gehirnzellenkiller — alkoholischen Getränken wird so einiges nachgesagt.

Dass Alkohol nicht gerade zu den gesündesten Getränken gehört, weiß wohl jeder. Das enthaltene Ethanol wirkt toxisch auf das zentrale und periphere Nervensystem, die Leber und andere Organe. Deshalb sind alkoholische Getränke ab einer gewissen Dosis gesundheitsschädlich. Dennoch werden dem beliebten Getränk auch einige positive Wirkungen auf die Gesundheit nachgesagt. Lies im Folgenden welche Mythen über Alkohol stimmen und welche eindeutig als Humbug bezeichnet werden können.

1. Von Bier bekommt man einen Bierbauch

Der Bierbauch, die nicht gerade ansehnliche Murmel vieler Männer, soll dem übermäßigen Bierkonsum geschuldet sein. Dabei enthält der Gerstensaft mit 76 Kilokalorien pro 200 ml verhältnismäßig wenig Kalorien. Andere Getränke, wie zum Beispiel Apfelsaft, Milch oder Rotwein, sind weitaus kalorienreicher als Bier. Deshalb entstehen dicke Bäuche nicht direkt durch den häufigen Biergenuss. Das wurde auch in wissenschaftlichen Studien erwiesen.

Natürlich gilt auch hier: alles in Maßen! Denn wer drei oder mehr Liter Bier täglich konsumiert, wird natürlich nicht abnehmen. Auch wenn man durch den maßvollen Genuss von Bier allein keinen Bierbauch bekommt, kann Bier indirekt zum Dickmacher werden. Denn Bier regt den Appetit an, dadurch essen Biertrinker mehr, was natürlich keinen guten Einfluss auf deren Figur hat.

2. Rotwein ist gut für das Herz

Ist Alkohol gesund? Das fragen sich Viele wohl in der Hoffnung, dem Alkoholgenuss ein paar positive Aspekte abzugewinnen. Vor allem Rotwein wird oft eine gefäß- und herzschützende Wirkung nachgesagt. Tatsächlich enthält er einige gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralien. Aber auch Polyphenole, sekundäre Pflanzenstoffe, die schon den Rebstock vor Krankheiten schützen und bei der Weinherstellung in diesen übergehen, ohne ihre Wirkung zu verlieren.

Qual der Wahl im Weinregal

So gut das klingt, hier gibt es einen Haken: Die gesundheitlichen Vorteile des Rotwein stehen seiner schädigenden Wirkung als Zellgift gegenüber, das ein erhöhtes Krebsrisiko verursacht. Deshalb kann Wein nicht als ideales Vorbeuge-Medikament betrachtet werden.

Man greift deshalb besser auf nichtalkoholische Alternativen zurück: Auch grüner und schwarzer Tee enthalten beispielsweise die gesunden Polyphenole.

3. Alkohol ist der perfekte Schlummertrunk

Ein Gläschen Wein vor dem Schlafen macht müde und sorgt für die nötige Bettschwere. Denn Alkohol ist medizinisch betrachtet ein Medikament, das dämpft und betäubt und letzten Endes über ähnliche Rezeptoren wirkt, wie viele Schlafmittel.

Doch auch hier stolpert der Alkohol wieder über seine toxische Wirkung: Der Alkoholgenuss am Abend wirkt sich negativ auf die Schlafqualität aus. Alkohol verstärkt den sogenannten Tiefschlaf, der mit Schlafstörungen wie Schlafwandeln einhergeht, und reduziert zugleich die erholsamen REM-Schlafphasen. Auch Atemprobleme wie Schnarchen oder Schlafapnoe können durch Alkohol hervorgerufen oder verstärkt werden. All das führt dazu, dass man am nächsten Morgen weniger ausgeschlafen und erholt aufwacht.

4. Alkohol hält warm

In kälteren Ländern ist man nicht ohne Grund dem Alkohol wenig abgeneigt, denn schließlich wärmt Alkohol von innen — so heißt es im Volksmund. Tatsächlich erweitert Alkohol die Blutgefäße, wodurch ein Gefühl von Wärme entsteht. Doch durch diese Erweiterung fließt das warme Blut vermehrt in die Außenbereiche des Körpers, wie Arme und Beine, wo die Wärme an die Umgebung abgegeben wird.

So kühlt Alkohol letztendlich den Körper: Pro 50 Gramm Alkohol, also etwa einer halben Flasche Wein, sinkt die Körpertemperatur um ein halbes Grad.

5. Alkohol tötet Gehirnzellen

An diesem furchteinflößenden Mythos ist tatsächlich etwas dran, denn Alkohol ist ein Nervengift, insbesondere in höherer Konzentration. Beim Menschen lässt sich nicht genau bestimmen, wie viele Nervenzellen absterben - man schätzt 20.000 bis 30.000 pro Rausch.

Dazu muss man aber sagen: Bei der Gesamtmenge an Nervenzellen — ungefähr 100 Milliarden — die jeder Mensch hat, spielt der Verlust durch gemäßigten Alkoholkonsum keine allzu große Rolle. Das Risiko für Folgeschäden steigt mit der Trinkmenge aber exponentiell an. Außerdem stört Alkohol die Kommunikation zwischen den Nervenzellen, dadurch leiden Konzentration und Gedächtnis.

Verkatert am Tag danach

6. Alkoholfreies Bier enthält Alkohol

Es ist nicht immer drin was draufsteht. Das gilt auch hier: Ein als „alkoholfrei“ deklariertes Bier enthält tatsächlich in den meisten Fällen Alkohol, besonders in Deutschland.

Bis zu 0,5 Volumenprozent Alkohol sind hierzulande in alkoholfreiem Bier erlaubt. Ein Weizenbier hat dagegen etwa fünf Volumenprozent Alkohol. In anderen europäischen Ländern sind die Grenzen für alkoholfreies Bier viel enger gesteckt. So dürfen in Großbritannien etwa nur Biere als alkoholfrei verkauft werden, die weniger als 0,05 Prozent Alkohol enthalten.

Hier eine Auswahl alkoholfreier Biersorten:

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