5 Dinge, die du nicht über Gluten wusstest

Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

5 Dinge, die du nicht über Gluten wusstest - Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

Glutenfrei essen

von

Gehörst du auch zu den Menschen, die sich glutenfrei ernähren? Ganz gleich aus welchen Gründen du auf Gluten verzichtest — lies hier interessante Fakten über die glutenfreie Ernährung.

Bei der Ernährung auf Gluten zu verzichten hat sich in den letzten Jahren zu einem regelrechten Massenphänomen entwickelt. In den USA geben bereits 30 Prozent der Bevölkerung an, sich glutenfrei zu ernähren. Bei Google erzielt der Begriff 95 Millionen Treffer. Doch es gibt immer wieder interessante Neuigkeiten zum Thema glutenfreie Ernährung:

  1. Nicht nur Gluten allein schadet bei einer Glutenunverträglichkeit

Eine aktuelle Studie an der Columbia University hat gezeigt, dass neben Gluten auch Weizenproteine bei einer Zöliakie Probleme verursachen können. Eine beträchtliche Anzahl der Probanden zeigte Immunreaktionen auch auf glutenfreie Proteine. Es gibt also noch vieles, was man bisher nicht über die Glutenunverträglichkeit weiß.

2. Der Begriff glutenfrei ist geschützt

Im Gegensatz zu anderen Ländern ist der Begriff „glutenfrei“ in Deutschland geschützt. Als glutenfrei werden Produkte deklariert, die einen Glutengehalt von höchstens 20 mg/kg aufweisen (vgl. Verordnung (EG) Nr. 41/2009 der Kommission vom 20. Januar 2009). In der Regel sind diese Nahrungsmittel mit einer durchgestrichenen Weizenähre gekennzeichnet.

3. Vorsicht vor Nährstoffmangel

Getreide enthält (im ganzen und unraffinierten Zustand) einen ausgewogenen Nährstoffgehalt und eine hohe Nährstoffdichte. Da viele glutenfreie Lebensmittel nicht ausreichend mit wichtigen Nährstoffen angereichert sind, drohen bei der Umstellung auf eine glutenfreie Ernährung Unterversorgungen z.B. an Vitalstoffen. Es ist daher wichtig den Körper gezielt mit ballaststoff- und nährstoffreichen Produkten wie Obst und Gemüse zu versorgen.

4. Glutenfreie Getreidearten und Pseudogetreide

Wer auf Gluten verzichtet, kann zum Glück noch auf einige Alternativen zurückgreifen: Reis, Mais und Wildreis, ebenso wie Hirse, Buchweizen, Amaranth, und Quinoa sind glutenfrei. Diese glutenfreien Getreide dürfen allerdings nicht auf einer Getreidemühle gemahlen werden, mit der auch glutenhaltiges Getreide gemahlen wird.

5. Schwindel mit dem Begriff glutenfrei

Glutenfreie Produkte haben sich zu einem immer größeren Markt entwickelt, an dem möglichst viele Hersteller mitverdienen wollen. So kommt es zu skurrilen Verwendungen des Begriffs „glutenfrei“. Die Verbraucherzentrale Sachsen entdeckte etwa in Spanien Mineralwasser, das mit der Aufschrift „glutenfrei“ beworben wurde — obwohl Wasser von Natur aus niemals Gluten enthält. Hierzulande gibt es entsprechend markierten Hartkäse und ungefüllte Schokolade. Doch in keinem dieser Produkte befindet sich normalerweise Gluten.

Ich möchte den Codecheck-Newsletter abonnieren und keine News mehr verpassen

Codecheck.info
5/5 6 Stimmen

Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten

Glutenfrei im Supermarkt
Unverträglichkeiten –
Glutenfrei
Glutenfrei-Trend –
Glutenfrei essen
Allergien –

Umfrage

schmetterling 3
Anzeige

Hilf mit Produkte nachhaltiger zu gestalten

Wir wollen zusammen mit Dir dafür sorgen, dass Produkte in Zukunft noch gesünder und nachhaltiger produziert werden. Dazu arbeiten wir u.a. mit dem BUND, WWF, Greenpeace, weiteren Partnern und auch mit den Herstellern auf Projektbasis zusammen.

Der Gewinner ist...

Kochen
Anzeige

Plastik vs. Holz: Was ist das bessere Schneidebrett?

Das Schneidebrett ist wohl eines der wichtigsten Küchenutensilien. Die Wahl des Materials ist dabei nicht unerheblich. Durch den direkten Kontakt mit Lebensmitteln sollte es möglichst keimfrei sein, aber auch Gerüchen und Verfärbungen standhalten. Aber welches Material ist denn nun am besten – Holz oder Kunststoff?

Ein Jahr nach dem „Einstieg in den Ausstieg“

küken

Wie lange wird es das Küken-Töten in Deutschland noch geben?

Die Eierindustrie steht seit Jahren vor dem selben Problem: Was tun mit den rund 45 Millionen männlichen Küken, die keine Eier legen können, aber auch zu langsam Fleisch ansetzen? Bisher wurden diese Eintagsküken kurz nach dem Schlüpfen aussortiert und getötet. Auf der „Internationalen Grünen Woche 2017“ in Berlin stellte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt von der CSU eine neue Technologie vor und verkündete „den Ausstieg aus dieser ethisch und moralisch inakzeptablen Praxis“. Ein Jahr ist vergangen. Was hat sich seither getan?