Aspartam

Bewertung und Test von Aspartam

Aspartam, Inhaltsstoff für Lebensmittel

Übermäßiger Verzehr kann problematisch sein

Weitere Namen

E951

Gruppe

Geschmacksverstärker, Süßstoff

Erläuterung

Aspartam besteht aus den beiden Eiweißbausteinen (Aminosäuren) Asparaginsäure und Phenylalanin. Die weißen Kristalle schmecken etwa 200-mal süßer als Haushaltszucker (Saccharose), verlieren ihre Süßkraft jedoch bei großer Hitze und in Gegenwart von Säuren. Aspartam ist daher nicht zum Kochen und Backen geeignet. Im menschlichen Organismus wird Aspartam in seine Bestandteile aufgespalten und verwertet. Daher liefert der Stoff rechnerisch wie jedes Eiweiß Energie (4 kcal/g). Da Aspartam jedoch wegen seiner starken Süßkraft nur in sehr geringen Mengen eingesetzt wird, leistet es keinen nennenswerten Beitrag zur Gesamtenergieversorgung. In der Lebensmittelindustrie wird der Süßstoff vor allem in zuckerreduzierten Lebensmitteln einzeln oder in Kombination mit anderen Süßstoffen eingesetzt. Er ist zudem als Tafelsüße im Handel. In zuckerhaltigen Kaugummis wird Aspartam, das eine verstärkende Wirkung auf Zitrus- und Fruchtaromen hat, als Geschmacksverstärker eingesetzt.

Herstellung

Aspartam wird durch chemische Reaktion aus Asparaginsäure, Phenylalanin und Methanol hergestellt.

Problem

Die duldbare tägliche Aufnahmemenge beträgt 40mg pro kg Körpergewicht. Menschen, die unter der seltenen Krankheit Phenylketonurie leiden, dürfen das im Aspartam enthaltene Phenylanalin nur im begrenzten Umfang aufnehmen. Daher schreibt der Gesetzgeber folgenden Hinweis vor: „enthält eine Phenylalaninquelle“. Eine eventuelle Gefährlichkeit von Aspartam ist in den letzten zehn Jahren immer wieder kontrovers diskutiert worden. Zahlreiche weltweite Studien haben die Unbedenklichkeit von Aspartam belegt, italienische Forschungsergebnisse zeigten jedoch ein höheres Tumorrisiko bei Ratten (Hirntumore, Blutkrebs oder Nierenkrebs). Die Ergebnisse werden von vielen Wissenschaftlern angezweifelt. Widersprüchliche Studienergebnisse zur Förderung von Übergewicht durch Süßstoffe: Einige belegen appetitanregende Wirkung. Weitere unabhängige Forschung ist erforderlich. Vom Verzehr größerer Mengen ist abzuraten.

Zusatzinformationen

Bei der Herstellung ist der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen möglich.


DATENQUELLEN

  • Die Verbraucher Initiative e.V., www.zusatzstoffe-online.de (13.01.2017)
  • Verbraucherzentrale Hamburg "Was bedeuten die E-Nummern?", www.vzhh.de/e-nummern, 68. Auflage.

Vor- und Nachteile – aus der Codecheck Community

Hast du Tipps und Kommentare zu Aspartam

Kommentar: Gordon Smith, 11. Sep 2016

Aspartam soll unbedenklich sein?

Wer meint das Aspartam unbedenklich ist sollte mal nachlesen wer die Studien finanziert hat die das behaupten.

Kommentar: Hans, 5. Apr 2016

Aspartam

Dass Aspartam "schädlich" ist, ist reine Panikmache. In keiner Studie konte der Zusammenhang bisher nachgewiesen werden. Was soll das also?

Kommentar: Dosolo, 20. Mai 2015

Titandioxid

Dass Titandioxid ganz unbedenklich ist, ist bis heute nicht bewiesen, es gibt sogar Hinweise, dass das Gegenteil davon zutrifft, siehe http://www.beobachter.ch/natur/forschung-wissen/gesundheit-medizin/artikel/nanotechnologie_menschen-als-versuchstiere/ .

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