Kräutertee

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Kommentar: Hausmann, 26. Sep 2015

Rotbuschtee (Rooibos) bei Kräutertees

Lt. Auskunft einer Fachfrau (Quelle: aid) zählt Rotbuschtee zu den teeähnlichen Erzeugnissen und hier wiederum zur Gruppe der Kräutertees. Das wußte ich noch nicht. Von nun an werde ich diese Einträge hier einordnen. Punkt.

Kräutertee - Informationen zu Wirkung und Inhaltsstoffen

Kräutertee wird schon seit Jahrhunderten als Heilmittel zum Kurieren verschiedenster Beschwerden eingesetzt. Sowohl die Naturheilkunde als auch die Traditionelle Chinesische Heilmedizin setzen auf die Wirkung von Kräutern, um unter anderem Bauchschmerzen, Husten oder auch Fieber zu lindern. Um Tee im eigentlichen Sinne handelt es sich bei Kräutertee allerdings nicht, da hier keine Blätter der Teepflanze verwendet werden. Stattdessen kommen Blätter, Blüten oder Fruchtteile in den Aufgussbeutel. Mit Wasser überbrüht, entsteht aus diesen Zutaten ein aromatisches Aufgussgetränk, das nicht nur schmeckt, sondern sich auch positiv auf unsere Gesundheit auswirkt. Nicht jeder weiß allerdings, welche Stoffe im Tee eine bestimmte Wirkung hervorrufen und welche Kräutertee-Sorte bei welchen Beschwerden am besten hilft.

Arten von Kräutertees

Unter die Kategorie Kräutertee fallen sämtliche Teesorten, die aus den Teilen einer Pflanze gewonnen werden - etwa Blätter wie beim Brennnessel- oder Pfefferminztee, Blüten wie beim Kamillentee oder auch Teilen der Früchte wie zum Beispiel den Samen der Fenchelpflanze. Grüner und schwarzer Tee wird im Gegensatz dazu aus den Blättern der Teepflanze gewonnen und gilt daher als “echter Tee”, während Kräutertees nach dem Lebensmittelrecht als “teeähnliche Erzeugnisse” deklariert werden.

Besonders beliebte Kräutertee-Sorten sind unter anderem Kamillentee, Fencheltee, Minztee, Melissentee und Rooibos Tee. Die Liste der Kräutertees ist sehr lang und dementsprechend vielfältig sind die Anwendungsbereiche, für die Kräutertee verwendet werden kann. Im Allgemeinen wird zwischen Kräutertees als Lebens- und Genussmittel und Kräutertees als Arzneimittel unterschieden. Allerdings sind die meisten Arznei-Tees freiverkäuflich und damit auch in Drogerien und Supermärkten zu finden. Einige wenige Sorten mit stärkerer Wirkung gibt es dagegen nur in der Apotheke.

Anbau und Weiterverarbeitung

Der Anbau von Kräutertee-Pflanzen richtet sich ganz nach den individuellen Anforderungen der jeweiligen Pflanzenart. Für deren Gedeihen spielen vor allem die Qualität des Bodens, das Klima und die Witterung im Anbaugebiet eine Rolle. Der Großteil des Kräutertee-Anbaus findet in Süd- und Osteuropa, China, Südamerika und Ägypten statt - doch auch in Deutschland werden vermehrt Kräutertee-Pflanzen kultiviert. Die Anbauflächen sind im Verhältnis zu Teepflanzen-Plantagen eher klein. Einige Teesorten stammen hingegen nicht aus kontrolliertem Anbau, sondern werden - zum Beispiel Brennnesseln und einige Wiesenkräuter -  als Wildpflanzen gesammelt.

Nach der Ernte werden die Pflanzenteile im jeweiligen Anbauland getrocknet, bevor sie in Deutschland weiterverarbeitet werden. Der Import von Tee unterliegt dabei strengen Qualitätskontrollen. In den Produktionsstätten deutscher Teehersteller wird der Tee schließlich geschnitten, gemischt und verpackt. Er kann in Form von losem Grobschnitt, Aufgussbeutel und Instant-Tee in den Regalen der Märkte und Drogerien landen. Weiterhin unterscheidet man zwischen aus nur einer Pflanze bestehenden Kräutertees und Teemischungen aus verschiedenen Kräutern. Manchen Teesorten werden außerdem Gewürze oder Aromen hinzugefügt, um den Geschmack zu intensivieren.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Schon in der Antike wurden mit Wasser überbrühte Kräuter dazu verwendet, verschiedene Leiden zu mildern. Und auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin hat der Einsatz von Heilpflanzen eine lange Tradition. Die Naturheilkunde schreibt den in Kräutertees enthaltenen Pflanzen eine besonders große Heilwirkung zu: Hier werden nicht nur Tee-Rezepturen zur Linderung saisonaler Beschwerden wie Erkältung und Magenproblemen verschrieben, sondern auch zur Vorbeugung und Heilung ernsthafterer Krankheiten wie beispielsweise einer Magenschleimhautentzündung.

Die Wirkung von Kräutertee ist je nach Zusammensetzung ganz unterschiedlich. Ein beliebtes Kraut zur Beruhigung und Abhilfe bei Schlafstörungen ist Baldrian, dessen Wurzeln für den Kräutertee verwendet werden. Bei Magen-Darm-Beschwerden werden Melisse, Kamille oder Fenchel empfohlen - diese Pflanzen lindern Blähungen, Völlegefühl und Magenkrämpfe. Dasselbe gilt für die altbekannte Minze, welche zusätzlich bei Gallebeschwerden hilft. Entzündungen im Mund- und Rachenraum können mit Salbei- und Rosentee eingesetzt werden. Weniger populär, aber sehr vielseitig ist Süßwurzeltee: Er hilft bei Husten, Magen- und Darmgeschwüren und Katarrhen der Atemwege. Die Wurzel des Eibisch beruhigt gereizte Schleimhäute und lindert so Husten und Entzündungen. Ein wirkungsvolles Kraut gegen Bakterien und Viren in den Atemwegen ist Thymian.

Großer Beliebtheit erfreut sich auch der aus Mittel- und Südamerika stammende Lapacho Tee. Er wird aus der Rinde des Lapacho-Baums gewonnen und hat eine antibiotische und verdauungsfördernde Wirkung. Rooibos Tee, der vor allem in Südafrika hergestellt wird, wird aufgrund seines intensiven Geschmacks gerne als koffeinfreie Alternative zu schwarzem Tee getrunken. Da Kräutertees im Gegensatz zu den aus der Teepflanze gewonnenen Teesorten generell kein Koffein enthalten, wirken sie nicht aufputschend, sind gut bekömmlich und auch als Getränk für Kinder sehr gut geeignet.

Kräutertees werden entweder als reine Kräutersorte oder als Kräutermischung angeboten. Eine beliebte Mischung ist zum Beispiel Erkältungstee, der zum Beispiel aus Linden-, Schlehen- und Holunderblüten bestehen kann. Um zu wissen, was genau im Tee steckt, sollte man jedoch am besten zweimal hinschauen: Oft enthalten Kräutertees neben natürlichen Kräutern auch künstliche Aromen, die auf der Verpackung als “echte” Inhaltsstoffe abgebildet werden. Dies ist oft bei Zutaten wie Honig, Vanille und anderen Süßungs- und Gewürzstoffen der Fall. Dahinter stecken oft nur künstliche Aromen, die den Tee geschmackvoller machen sollen. Um “vorgetäuschte” Zutaten zu entlarven, lohnt sich also der Blick auf die auf der Verpackung aufgeführten Inhaltsstoffe.

 

Giftstoffe im Kräutertee?

Immer wieder hört man von giftigen Stoffen in Lebensmitteln, und auch Kräutertees sind leider keine Ausnahme. Im Sommer 2013 sorgten die Tests von 221 verschiedenen Kräutertee-Produkten für Aufsehen: In einigen Tees, darunter Fencheltee, Pfefferminztee, Brennnsesseltee, Melissentee und Kamillentee wurde der Giftstoff Pyrrolizidinalkaloid festgestellt, der krebserregend und gentoxisch auf den Organismus wirkt. Bei Pyrrolizidinalkaloiden handelt es sich um ein von Pflanzen gebildetes Gift zum Schutz gegen Schädlinge. Für den menschlichen Körper sind sie dann bedenklich, wenn sie in großen Mengen aufgenommen werden. Experten empfehlen deswegen, nicht ausschließlich Kräutertee zu trinken, sondern mit anderen Getränken abzuwechseln. Für Schwangere, Stillende und Kinder gilt das ganz besonders, da sie empfindlicher gegenüber Giftstoffen reagieren.

Neben dem natürlichen Stoff Pyrrolizidinalkaloid sind viele Kräutertees zusätzlich mit Pestiziden belastet, die zur Schädlingsbekämpfung auf den Anbauflächen gespritzt werden. Qualitätskontrollen sollen helfen, die Giftstoffe im Tee so gering wie möglich zu halten. Für Biotee gilt besondere Richtlinien: Sie stammen aus kontrolliert biologischem Anbau und dürfen weder mit Pestiziden oder Herbiziden noch mit synthetischem Dünger behandelt werden. Ob ein Kräutertee aus biologischem Anbau stammt oder nicht, erkennen Sie am Bio-Siegel. Viele verschiedene Bio-Kräuter-Tees werden zum Beispiel von der Marke Alnatura angeboten. Auch der beliebte 7x7 Kräutertee von P. Jentschura entspricht den Bio-Richtlinien.

 

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