Joghurtdrinks

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Joghurtdrinks im Test: Wie gesund sind sie wirklich?

In den Kühlregalen der Supermärkte findet man immer häufiger neben den herkömmlichen Fruchtjoghurts sogenannte Joghurtdrinks. Ein praktischer Snack für den man keinen Löffel braucht. Und auch die Beschreibung des Inhalts klingt zumindest auf den ersten Blick nach einem gesunden und vitaminreichen Nahrungsmittel. Das Angebot kennt keine Grenzen: von Kirschengeschmack über Beeren bis zu Aprikosen lässt sich jede Obstsorte hervorragend mit dem flüssigen Joghurt genießen.

 

Der Joghurtdrink und seine Herstellung

Bei klassischem Joghurt wird durch Zusetzen bestimmter Milchsäurebakterien eine Art Sauermilch gewonnen. Im Gegensatz dazu wird bei der Herstellung eines Joghurtdrinks auf eine Erhöhung der Trockenmasse verzichtet. Aufgrund dieses Verfahrens bleibt das Produkt flüssiger und es entsteht nach erfolgreicher Fermentation eine gleichmäßige dünnflüssige Joghurtmasse. Man könnte meinen, dass Trinkjoghurt durch Wasserzugabe verflüssigt wird. Dies ist allerdings nicht der Fall. Joghurtdrinks entstammen orientalischer Herkunft und sind dort sehr populär. Ayran ist ein bekannter türkischer Trinkjoghurt, der es auch in die heimischen Supermarktregale geschafft hat. Auch bei diesem yoghurtdrink dient als Basis ein fester Joghurt. Das traditionelle Erfrischungsgetränk wird aber anschließend mit stark säuernden Kulturen, Wasser und Salz vermengt und ergibt eine dünnflüssige, buttermilchähnliche Konsistenz. Am besten schmeckt Ayran, wie alle yoghurtdrinks, wenn es gut gekühlt serviert wird. Auch Lassi ist ein beliebter joghurt drink geworden, ursprünglich aus Indien stammend. Zumeist werden Lassis mit Mangogeschmack verkauft.

 

Inhaltsstoffe von Joghurtdrinks

Meist werden Joghurtdrinks aus entrahmter Milch hergestellt und mit Fruchtpürree oder Fruchkonzentraten versetzt. Verdickungsmittel verhelfen zur trinkbaren Konsistenz und Zusatzstoffe wie Stabilisatormittel, Säureregulatoren sowie Süßstoffe finden sich in herkömmlichen Trinkjoghurts. Die alternative Variante der biologischen Joghurtdrinks verzichtet großteils auf Zusatzstoffe und bietet so ein natürliches Geschmackserlebnis.

Joghurtdrinks sowie Smoothies verbergen leider eine große Menge an Zucker oder entsprechendem Süßstoff. Die Süßung erfolgt meist durch einem Mix aus Traubenzucker, Glukose - Fruktose- Sirup und Zucker. Ein 250 ml Joghurtdrink kann so bis zu zwölf Stück Zucker enthalten, was eine hohe Kalorienzufuhr mit sich führt.

 

Zuckerbombe Trinkjoghurt

Die Verbraucherorganisation Foodwatch warnt vor überzuckerten Joghurtdrinks. Speziell Produkte wie Actimel, welche bei regelmässigem Verzehr einen gesundheitlichen Mehrwert versprechen, sind in Augen der Organisation eine dreiste Werbelüge. Es ist wissenschaftlich nicht erwiesen, dass Menschen, die probiotische Joghurtdrinks zu sich nehmen, seltener erkältet sind oder ein stärkeres Immunsystem aufweisen. Mit Probiotika versetzte Joghurts werden in allen möglichen Fläschchen und Bechern angeboten und versprechen eine Stärkung der Abwehrkräfte oder eine bessere Darmaktivität. Bekanntes Beispiel hierfür ist die Marke Activia von Danone. Öko- Test bestätigt die positive Zusatzwirkung aber nicht, sondern zeichnet mit der Note Sehr gut lediglich aus, dass die Qualität nicht zu beanstanden ist. (Quelle)

Das vermeintliche Wundermittel ist kaum besser als gewöhnliche Trinkjoghurts, dafür aber vier Mal so teuer und doppelt so süß. Die Zeitschrift Öko- Test bestätigt den hohen Zuckergehalt und warnt vor den Zuckerbomben. Daraus ist zu schließen, wer an Zusatzstoffen, Süßungsmitteln und vor allem unnötiger Verpackung sparen und mehr Joghurt möchte, greift besser zu natürlichen Joghurts vom Bauernmarkt.

 

Aspartam  - beliebtes Süßungsmittel in Milcherzeugnissen

Der Süßstoff Aspartam ist eine Zusammensetzung aus Aspartat und Phenylalanin und ist der meist eingesetzte Süßstoff in der Lebensmittelindustrie. Aspartam sorgt dafür, dass so genannte Fasten- oder Light- Produkte, nicht weniger süß schmecken, als jene Produkte die Zucker enthalten. In Zutatenlisten auf Joghurtdrinks erscheint Aspartam auch oft auch unter den Namen E951.

Studien unabhängiger Wissenschaftler bestätigen, dass durch den Konsum von Aspartam gesundheitliche Schäden entstehen können. Weiters besteht die Vermutung, dass Aspartam

Gehirnzellen angreift und schwere Nervenschäden verursachen kann. Forschungsergebnisse zeigen außerdem, dass Übelkeit, Erbrechen, Depressionen, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Krebserkrankungen und epileptische Anfälle auf Aspartam zurück zu führen ist.

 

Auch laktosefreie Joghurt-drinks im Sortiment

Um auch laktoseintoleranten Personen den Genuss von Trinkjoghurts zu ermöglichen, haben Hersteller auch laktosefreie Produkte im Sortiment aufgenommen. Immer mehr Menschen leiden an der Unverträglichkeit - fast 75% der Weltbevölkerung leiden an einer Laktoseintoleranz - und der Markt für laktosefreie Milchprodukte wächst stetig. Um Joghurtdrinks verträglich zu machen, wird der Zucker bereits bei der Herstellung in seine beiden verträglichen Bestandteile Glukose und Galaktose gespalten. Einige Experten sind der Meinung, dass Milch ausschließlich von Säuglingen verzehrt werden soll. Im Erwachsenenalter schädigen Milchprodukte mehr als die Werbung glaubhaft macht. Ein zu hoher Konsum von Milch und den daraus hergestellten Produkten, wie Joghurtdrinks, führen zu einer Übersäuerung des Körpers und schaden dem Organismus.

 

Rezeptideen - Smoothies schnell selbst gemacht

Um der Zuckerfalle und anderen Zusatzstoffen zu entkommen, kann man auch ganz leicht einen Joghurtdrink selbst zubereiten. Dazu einfach das gewünschte Obst waschen und putzen, gegebenfalls entkernen und würfelig schneiden. Mit Joghurt im Standmixer mixen und je nach gewünschtem Flüssigkeitsgrad Milch oder Fruchtsaft hinzufügen. Dabei darauf achten, nicht gesüßten Fruchtsagt zu verwenden! Nach persönlicher Vorliebe und Säure der Früchte gibt man etwas Honig dazu und fertig ist der leckere Zusatzstoff- freie Joghurtdrink.  Im Online-Kochbuch findet man mehr Vorführrezepte unter den Begriffen yoghurtdrink oder lassi.

 

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