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NAD: Mit diesen Tipps vermeidest Du Salmonellen

Verdorbene Lebensmittel

NAD: Mit diesen Tipps vermeidest Du Salmonellen - Verdorbene Lebensmittel

Verdorbene Lebensmittel

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Was nach einer unappetitlichen Binsenweisheit klingt, ist faktisch ein großes Problem: Verdorbene Lebensmittel können uns ernsthaft krank machen. Laut einer aktuellen Mitteilung der „Weltgesundheitsorganisation“ vergiften sich auch in Europa jedes Jahr 23 Millionen Menschen durch schlecht gewordenes Essen, mehrere tausend sterben sogar. Besonders häufig schlägt das Norovirus zu. Hier erfährst Du, mit welchen einfachen Tricks Du gefahrlos schlemmen kannst.

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Erschreckend hohe Zahlen

Die „Weltgesundheitsorganisation“ (WHO) hat aktuell eine alarmierende Mitteilung herausgebracht: Demnach erkranken zehn Prozent der Weltbevölkerung jedes Jahr, weil sie Speisen gegessen haben, die verdorben oder kontaminiert waren. Die meisten Erkrankungen verursachen Magenbeschwerden, Durchfall oder Erbrechen. Weltweit erkranken über 91 Millionen Menschen jedes Jahr an Lebensmittelinfektionen und etwa 137.000 Menschen sterben an den Folgen, schätzt die „WHO“.

Auch in Europa stellen verdorbene Lebensmittel ein Problem dar. Laut „WHO“ erleiden pro Jahr im Durchschnitt 23 Millionen Menschen im europäischen Raum eine Vergiftung durch verdorbene Nahrung, bis zu 4.700 Menschen sterben daran, wobei die Dunkelziffer deutlich höher sein dürfte. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, kleine Kinder und Schwangere.

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Verursacher dieser Todesfälle sind Bakterien, chemische Substanzen und Viren, allen voran der Norovirus, der oft in verunreinigtem Wasser vorkommt. Ihm folgen Bakterien wie Salmonellen und Listerien.

Diese Krankheitserreger wirken alle auf dieselbe Art: Viren und Bakterien lösen im Magen-Darm-Trakt eine Entzündung aus. Die Schleimhäute in diesen Organen können die Nahrungsmittel nicht mehr verdauen. Ist der Magen hiervon betroffen, ist eines der Resultate Erbrechen. Hat die Entzündung nur den Darm befallen, bindet die unverdaute Nahrung Wasser, sodass der Stuhl dünnflüssig wird.

Bakterien leben in den Körpern von Tieren und Menschen, ohne dass diese das überhaupt bemerken. Das gilt auch für Salmonellen. Besonders oft sind Hühner betroffen. Beim Konsum von Hähnchenfleisch oder Eiern können sie aber durch das Eindringen in einen neuen Körper Verheerendes anrichten. Die gute Nachricht: Bakterien und Viren lieben zwar die Wärme, ertragen aber die Hitze nicht. Nicht ganz gegrilltes Hähnchenfleisch oder rohe Eier, die bei Zimmertemperatur gelagert wurden, sind für die Bakterien ein beliebter Nährboden. Sie vermehren sich rasant – allerdings geben ihnen Tempereaturen über 70 Grad den Rest. Darum ist es gerade im Hochsommer sehr wichtig, Nahrungsmittel mit hohem Bakterien-Potential lange und gründlich durch zu kochen. Auch Wasser aus einer unsicheren Quelle muss vor dem Trinken abgekocht werden.

Im schlimmsten Fall können verdorbene Lebensmittel sogar Krebs auslösen. Verursacher sind Mykotoxine, die durch Schimmelbefall entstehen. Besonders häufig betroffen sind Getreide wie Weizen und Mais, die schon auf dem Feld mit Schimmel befallen waren, oder tierische Produkte, weil die befallenen Getreide an Masttiere verfüttert wurden. Sollte ein Lebensmittel von Schimmel befallen sein, entsorge es umgehend! Die Sporen des Schimmelpilzes dringen tief in das Lebensmittel vor und haben bereits Teile kontaminiert, die noch geniessbar aussehen. Die verschimmelte Stelle einfach weg zu schneiden, reicht nicht.

Hier erfährst Du, mit welchen Tipps Du Dich und Deine Familie schützen kannst. Hygiene, die richtige Lagerung, eine Grundregel beim Kochen und ein paar einfache Regeln im Restaurant helfen Dir, Lebensmittelvergiftungen zu vermeiden.

Hygiene:

Wasche Deine Hände vor und nach dem Kochen und Essen gründlich.

Verwende ausschließlich saubere Küchenutensilien.

Benutze nur sauberes Wasser und Speisen, die entweder sehr frisch sind oder optimal gelagert wurden.

Aufbewahrung:

Beachte das Haltbarkeitsdatum. Du musst es nicht sklavisch befolgen und kannst Dich dabei auch auf Deine Nase verlassen. Wenn das Haltbarkeitsdatum erst seit einem Tag überschritten ist und das Produkt noch normal riecht, kannst Du es meistens noch verwenden, wobei hier gerade bei tierischen Produkten Vorsicht angeraten ist. Wenn der Grillkäse schon drei Wochen abgelaufen ist und eher nach altem Turnschuh denn nach Gruyère duftet, ist er ein Fall für die Tonne. Häufig sind bittere oder besonders saure Gerüche ein Indiz dafür, dass in dem Lebensmittel bereits ein Zersetzungsprozess statt findet.

Mische gekochte und rohe Speisen nicht, insbesondere, wenn es sich um tierische Produkte handelt. Die Salmonellen, die sich im rohen Fleisch befinden, können auch das gut durchgegearte Steak befallen.

  • Trenne gekochte und rohe Speisen auch im Kühlschrank sauber von einander.
  • Lege Fleisch, Gemüse und Co nach dem Grillen nicht auf den Teller, auf dem sie als Rohprodukte zum Grill getragen wurden.

Lagere Deine Vorräte bei geeigneten Temperaturen und verwahre rohes Fleisch im Kühlschrank luftdicht, damit die Keime nicht auf andere Esswaren übergehen. Um die Nahrungsmittel lange geniessbar zu halten, solltest Du die einzelnen Kältezonenen im beachten, denn nicht jede Stelle im Kühlschrank ist gleich kalt.

  • Hier findest Du eine Übersicht, welche Speisen in welches Fach gehören.
  • Hier gibt es eine Liste mit Lebensmitteln, die bei Zimmertemperatur länger frisch bleiben.
  • Hier einen Artikel zum richtigen Lagern von Fleischwaren.
  • Falls Du Gefrorenes auftaust, befolge diese Tipps.

Kochen:

Krankheitserreger mögen keine Hitze, also gare oder brate deine Speisen richtig durch. Als Faustregel gelten 70 Grad Celsius für mindesten 10 Minuten. Bei dieser Temperatur sterben die meisten Keime ab. Die Regel gilt nicht nur für Salmonellen-Verdächtige wie Hähnchenfleisch, sondern auch für wieder aufgewärmte Essensreste.

Im Restaurant:

Viele Keime fühlen sich gerade in Hähnchenfleisch, rohen Eiern oder Fisch sehr wohl. Daher lasse an heißen Tagen besser die Finger von der Geflügelplatte, der Spaghetti alla carbonara oder dem Tiramisu. Mit einem gut durchgebratenen Stück Fleisch oder einer Alternative aus Gemüse fährst Du sicherer.

Auch Mayonnaise enthält rohe Eier, und die Mayo ist wiederum eine Basis für viele Soßen wie Tartarsoße oder französische Salatsoße. Diese erkennst Du daran, dass sie dickflüssig, hell und cremig sind. Daher im Hochsommer lieber zu Senf oder einer italienischen Salatsoße greifen. Eine klassische italienische Soße besteht aus Gewürzen, Olivenöl und Essig. Diese Zutaten sind kein beliebter Nährboden für Krankheitserreger.

essen

Vorsicht mit Buffets: Für die Gäste ist es unmöglich abzuschätzen, wie lange die Speisen schon ausliegen.

Gerade Sushi, das rohen Fisch enthält oder Muscheln solltest Du nur essen, wenn du dem Restaurant voll und ganz vertraust. Bei Fisch und Meeresfrüchten gilt die Faustregel, dass sie nur in Monaten, die ein “R” im Namen haben, gegessen werden sollte - die Ausnahme sind hier Gasthöfe, die direkt am Wasser stehen und Frischfang verarbeiten.

Bestell den Drink ohne Eiswürfel: Lebensmittelkontrolleure finden in gefrorenem Wasser immer wieder Keime, weil die Maschinen nicht regelmäßig geputzt werden.

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Nicht in Panik verfallen

Auch wenn die Warnung der „WHO“ uns dazu bringt, unser Ess- und Kochverhalten zu überdenken, solltest Du nicht gleich ins Gegenteil verfallen und alles wegwerfen, was das Haltbarkeitsdatum überschritten hat.

Foodwaste belastet die globale Ökobilanz ebenso wie den persönlichen Geldbeutel. Allein in Deutschland werden jährlich 18 Millionen Tonnen Lebensmittel entsorgt.

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