Indiens Hauptstadt Neu-Dehli verbietet Einweg-Plastik

Im Kampf gegen Plastikmüll

Indiens Hauptstadt Neu-Dehli verbietet Einweg-Plastik - Im Kampf gegen Plastikmüll

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In Indiens Hauptstadt Neu-Delhi ist seit Anfang Januar jede Art von Einweg-Plastik verboten. Höchste Zeit, denn die Luftverschmutzung in der Hauptstadt ist immens. Auch in den Weltmeeren schwimmt bereits tonnenweise indischer Plastikmüll. Doch wie erfolgreich kann das Verbot umgesetzt werden?

Die indische Regierung will die Gefahr erkannt haben, die von Plastik ausgeht. Ein neues Verbot, das am 1. Januar 2017 in Kraft getreten ist, zwingt nun auch die Bevölkerung zum Handeln.

Das Gesetz verbietet die Verwendung von Einweg-Plastik –egal ob Besteck, Beutel, Tassen oder andere Wegwerfartikel aus Kunststoff. Gültig ist das neue Verbot in ganz Neu-Delhi sowie im umliegenden Staatsgebiet Delhi National Capital Territory.

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Unglaubliche Luftverschmutzung durch Plastik

Das gerade Neu-Delhi nun gegen Plastik vorgeht, ist ein wichtiger Schritt. Denn im Stadtgebiet der indischen Hauptstadt entstehen jährlich rund 583.000 Tonnen Plastikmüll.

Der Großteil dieser Kunststoffabfälle wird in Müllverbrennungsanlagen verfeuert. Auch Obdachlose verbrennen häufig Plastikmüll, um sich zu wärmen. Schwarze Luftschwaden ziehen deshalb dunkel über die indischen Hauptstadt.

Dies sorgt für immense Luftverschmutzung. Die Werte sind rund 36 Mal höher als beispielsweise in London, welches in Europa zu den Spitzenreitern in Sachen Smok zählt.

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Neu-Delhis Kampf gegen den Smok

Bereits vor einigen Jahren begann Indiens Feldzug gegen Kunststoffe. Zum Glück, denn das Land soll für etwa 60 Prozent der Plastikverschmutzung der Meere verantwortlich sein. Deshalb versucht die Regierung mit Verboten die Produktion von Plastikmüll zu verringern.

So sind bereits seit 2012 die Nutzung, der Verkauf und die Herstellung von Plastiktüten in Indiens Hauptstadt verboten.

Um die Luftverschmutzung in Neu-Delhi einzudämmen sind außerdem Verbote von Diesel-Taxis und alten LKW in Kraft getreten. Zudem werden Unternehmen überwacht und sogar Kraftwerke abgeschaltet.

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Kann das Verbot durchgesetzt werden?

Fest steht: Trotz bester Absichten stellt die Umsetzung des neuen Verbotes im indischen Alltag eine riesige Herausforderung dar. Schließlich sind viele Lebens- und Geschäftsbereiche, wie beispielsweise Indiens Lebensmittelmärkte auf günstige Verpackungen angewiesen.

Die Industrie versucht sich deshalb zu wehren und klagte bereits 2012 gegen das Plastiktüten-Verbot – jedoch ohne Erfolg.

Bei Verstößen gegen das neue Gesetz drohen theoretisch hohe Geld- und sogar mehrjährige Gefängnisstrafen. Fraglich ist jedoch, inwieweit die Behörden die neue Regelung auch tatsächlich umzusetzen können.

Große Hoffnungen ruhen auf indischen Innovationen, wie wiederverwendbaren Chai-Bechern, oder essbarem Besteck und sogar essbaren „Plastik“-Tüten.

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