Naturkosmetik

Die Zauberkräfte der Aloe Vera

19. Nov. 2014 von

Aloe Vera gilt als Königin unter den Heilpflanzen – ihr Gel wird seit Jahrtausenden gegen Hautprobleme und Entzündungen eingesetzt. Und auch innerlich angewendet ist die Wüstenpflanze vielseitig einsetzbar.

Aloe Vera war lange Zeit ein Geheimtipp. Obwohl ihre Wirkung bereits im alten Ägypten geschätzt wurde, findet die Wunderpflanze erst jetzt wieder vermehrt Anwendung. Dabei ist sie unglaublich vielseitig. Was Volksmediziner in Mittelamerika, Indien und den angelsächsischen Ländern schon vor Jahrtausenden wussten, hat eine Reihe klinischer Studien unlängst bewiesen: Aloe Vera macht schön und gesund!

Pflanze der Untersterblichkeit

Durch ihre dicken, fleischigen Blätter erinnert die Aloe ein wenig an Kakteen, eigentlich gehört sie aber der Gattung der Aloen an und ist der Familie der Affodillgewächse zugehörig. Ihre Heimat, die arabischen Wüsten, hat sie hart und widerstandsfähig gemacht.

Um ihr Überleben zu sichern hat die Aloe Vera eine Reihe außergewöhnlicher Substanzen herausgebildet. Rund 160 verschiedene Stoffe enthält die Pflanze. Dazu gehören Polysaccharide, Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe und Aminosäuren, die für die Ernährung des Menschen eine fundamentale Bedeutung haben. Dazu kommen sekundäre Pflanzenstoffe wie die Anthrachinone, die sich immer wieder als gesundheitsfördernd erwiesen haben.

Schon bei den Ägyptern wurden die gesunden Inhaltsstoffe der Aloe Vera geschätzt. Sie galt als Pflanze der Gesundheit und Schönheit. Die Priester des Pharaos gaben ihr sogar den Ehrennamen „Pflanze der Unsterblichkeit.“

Äußerliche Anwendung

Aloe Vera ist ein Wundermittel für gestresste Haut: sie hilft bei Haut- und Brandverletzungen wie Sonnenbrand, bei Pilzbefall, Gastritis und eitrigen Geschwüren.

Das Gel wirkt nicht nur beruhigend auf die Haut – es stillt auch Juckreiz und fördert die Wundheilung Deshalb kann man Aloe-Gel auch hervorragend bei Neurodermitis und anderen Ekzemen einsetzen. Seine leichte antibakterielle Wirkung macht das Gel auch zu einem guten Mittel gegen Akne. Auch kleinere Verletzungen wie Schürfwunden heilen dank Aloe Vera schneller.

Die frischeste Aloe Vera bekommt man, wenn man sie selbst im Haus anbaut und das Gel frisch aus den Blättern herauspresst. Das frische Gel kann man dann einfach auf die betroffenen Hautstellen streichen.

Aloe Vera ist aber auch Bestandteil vieler Kosmetikprodukte. Leider enthalten nur wenige Produkte nennenswerte Mengen des Aloe-Gels. Viele der Cremes, Shampoos und Co. enthalten nur Spuren des wertvollen Gels und können daher nicht die volle Wirkung der Aloe bieten.

Wie viel Aloe Vera tatsächlich in den Produkten enthalten ist, das kann man nur erahnen. Allgemein gilt: je weiter vorn Aloe Vera auf der Liste der Inhaltsstoffe steht, desto mehr davon ist im Produkt.

Innerliche Anwendungsgebiete

Auch innerlich angewendet hat die Aloe-Pflanze viel zu bieten: die Einnahme kann den Blutzuckerspiegel senken und daher bei Diabetes helfen. Auch erhöhte Blutfettwerte wie ein erhöhter Cholesterinspiegel und erhöhte Triglyceride sollen dank Aloe sinken. Außerdem soll das „gute“ Cholesterin namens HDL vermehrt werden.

Zudem wirkt das Gel sehr reizlindernd. So kann es bei Sodbrennen, Reizmagen oder Reizdarm helfen. Häufig wird der innerlichen Einnahme des Gels auch eine immunstimulierende Wirkung nachgesagt, da die Pflanze viele Vitamine und Spurenelemente enthält. Das ist aber nicht wissenschaftlich untermauert.

Wichtig bei innerlichen Einnahme von Aloe ist: sie sollte regelmäßig und langfristig erfolgen, damit sich die Wirkung einstellen kann. Die Anwendung kann als Trinkkur, in Kapsel- oder in Pulverform erfolgen. Hierbei wird die Trinkkur empfohlen, da so eine größere Nährstoffvielfalt der Pflanze erhalten bleibt, als in Kapsel oder Pulver.

Kann man Aloe Vera essen?

Ob man das Fleisch der Aloe Vera bedenkenlos essen beziehungsweise ihren Saft trinken kann war lange unklar. Ursache hierfür ist das in der äußern Pflanzenschicht enthaltene Aloin. Dieses ist in einigen Aloe-Vera-Arten enthalten und wurde früher als Abführmittel verwendet. Da der Wirkstoff aber auch zu erheblichen Nebenwirkungen führen kann, wurde ihm die Zulassung entzogen.

Daher war es lange unüblich Aloe-Vera zu essen. Zu groß schien die Gefahr, dass die Substanzen von der äußeren Pflanzenschicht ins Lebensmittel gelangten. Heute hilft aber ein technologisches Verfahren, diese Inhaltsstoffe zu entfernen. Daher können hochwertige Aloe Vera Produkte bedenkenlos gegessen oder getrunken werden.

Das Aloe-Gel kann entweder pur oder alternativ im Jogurt, dem Müsli, oder Obst gegessen werden. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Zu beachten ist allerdings: Das Gel sollte nicht gekocht werden, denn dann verändern sich die wertvollen Wirkstoffe.

Bei der Einnahme von Aloe-Vera Produkten oder Präparaten gilt aber generell: Die Einnahmemenge sollte langsam gesteigert werden. So kann sich der Körper an die ungewohnte Vitalstoffzufuhr gewöhnen.

Mit diesen Aloe Vera – Produkten tut man seiner Haut einen großen Gefallen: