Wieso Du Produkte mit Palmöl meiden solltest

Palmöl ist Landraub

Wieso Du Produkte mit Palmöl meiden solltest - Palmöl ist Landraub

Palmöl Ernte
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In rund jedem sechsten Produkt, das Du im Schweizer Detailhandel vorfindest, ist Palmöl enthalten. Um diese riesige Nachfrage zu decken, werden Regenwälder, Buschland und Torfgebiet zerstört. Das raubt vielen Menschen ihre Lebensgrundlage. Da bisherige Maßnahmen nichts gebracht haben, fordern Brot für alle und Fastenopfer: Der Verbrauch muss sinken!

Weltweit sind bereits über 190 000 Quadratkilometer Regenwald und Torfgebiete für Ölpalm-Plantagen verschwunden, mehr als viereinhalb Mal die Fläche der Schweiz.

Getrieben wird die Entwicklung vom Verbrauch an Palmöl für Nahrungsmittel, Reinigungsmittel und Kosmetika, im Ausland auch für Treibstoff. Allein für die Schweiz zeigt die Zollstatistik, dass sich die Einfuhr von unverarbeitetem Palmöl in den letzten zwanzig Jahren mehr als verdreifacht hat.

Wieso ist Palmöl bei Herstellern so beliebt?

Die Industrie betont die Qualitäten des Öls: lange haltbar, fast geruchsfrei, bei unterschiedlichen Temperaturen verarbeitbar – Palmöl sei überall ein nützliches Fett. Ebenso wichtig für den Boom ist jedoch der Preis. Palmöl ist im Vergleich zu anderen Ölen äusserst preiswert.

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Palmöl ist Landraub

Nichtregierungsorganisationen weisen seit längerem auf die gravierenden Folgen des Anbaus von Ölpalmen hin. Die Landwirtschaftsorganisation der Uno, bezeichnet die Ausdehnung der Ölpalmplantagen als eine der wichtigsten Ursachen für Abholzung. In Indonesien wachsen heute Ölpalmen auf mehr als der Hälfte der Fläche, wo sich vor wenigen Jahren noch vielfältiger Regenwald befand.

Fastenopfer Herbstkampagne FbTitelbild DE V01

Menschenrechte werden verletzt trotz RSPO-Zertifizierung

Um die Palmöl-Problematik in den Griff zu kriegen, wurde vor 15 Jahren die Organisation “RSPO” ins Leben gerufen. Sie sollte einen besseren Standard für Plantagenbetreiber sicherstellen und eine Zertifizierung für nachhaltiges Palmöl werden. Nun hagelt es Kritik:

«Wir stellen keinen Unterschied zwischen RSPO-zertifizierten Plantagen und anderen fest», sagt dazu Anton Widjaya, Direktor von Walhi West Kalimantan, einer Partnerorganisation von Brot für alle. Das Problem: es wird frei über Projekte entschieden. Zudem werden Plantagen direkt an Flüssen angelegt, was die Wasserqualität massiv beeinträchtigt.

Fazit für Anton Widjaya: «RSPO ist vorwiegend "Greenwashing" zur Beruhigung der Gewissen der Käufer und Verarbeiter von Palmöl in Europa und ebenso der beteiligten Banken und Finanzinstitute».

Bild-Landraub WebDie Monokulturen verdrängen die Regenwälöder, die Lebensgrundlage der Indigenen einheimischen Bevölkerung.

RSPO löst keine Probleme

15 Jahre RSPO bremsten die Zunahme der Plantagenflächen kaum: 2014 erreichte die Fläche von Ölpalmplantagen 19,7 Millionen Hektaren, rund die Hälfte mehr als bei der Gründung des Standards RSPO.

So kannst Du helfen: Unterstütze den Aufruf “Stopp Landraub”

Da Zertifizierungen nicht helfen, fordern nun Brot für alle und Fastenopfer die Schweizer Grossverteiler auf, weniger Palmöl zu verwenden.

Und Du als Konsument hast einen direkten Einfluss darauf:

Verzichte auf Produkte mit Palmöl und unterstütze den Aufruf “Stopp Landraub”.

Unterzeichne HIER den Aufruf und stopp den Landraub!

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