Warum man(n) vegane Kondome braucht

Sex kann auch nachhaltig sein

Warum man(n) vegane Kondome braucht - Sex kann auch nachhaltig sein

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Der vegane Lifestyle hat seinen Weg in die Schlafzimmer gefunden: Einige Hersteller bieten mittlerweile Kondome an, bei deren Produktion keine tierischen Stoffe verwendet werden. Und: Die sind nicht nur für Natur-Liebhaber die bessere Wahl.

Die Zeiten, in den Kondome aus Ziegenblasen und Lederhüllen verwendet wurden, sind natürlich längst vorbei. Heute bestehen Präservative für gewöhnlich aus Naturkautschuk, der aus dem Saft vom Kautschukbäumen gewonnen wird. Dennoch gelten sie nicht als vegan. Die Fabrikanten verwenden im Herstellungsprozess nämlich das Tierprodukt Kasein.

Milchprotein Kasein als Weichmacher

Das Online-Magazin „Vegpool“ erklärt: „Kasein ist das Hauptprotein von Mich und wird durch Mikrofiltration aus Kuhmilch gewonnen. Es kommt in vielen pharmazeutischen Produkten vor und dient bei der Herstellung von Kondomen als Bindemittel.“

Am Ende der Produktion ist das auch als Weichmacher genutzte Protein zwar völlig im Latex aufgegangen, das Präservativ ist aus technischer und ethischer Sicht aber nicht vegan.

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Vegan und oft auch fair

Für vegane Verhüterlis werden dagegen keine tierischen Stoffe benutzt. Stattdessen machen die Hersteller ihre Kondome mit pflanzlichen Bestandteilen wie Distel- oder Kakaoextrakten weich und elastisch.

Diese speziellen Präservative erfüllen, wie die klassischen, die strengen EU-Prüf-Normen und sind genauso sicher.

Natürlich sind vegane Kondome im erster Linie für Liebende gedacht, die sich dem Veganismus verschrieben haben. Aber eigentlich sollten sie für jedermann in Frage kommen. Denn die Firmen hinter den tierstofffreien Artikeln bemühen sich in der Regel auch um faire ökologische und ökonomische Herstellungsbedingungen.

Zusätzliche Leistungen der Fabrikanten

Die Kondome von „Fair Squared“ etwa haben ein FSC-Zertifikat, das das Unternehmen für nachhaltige Forstwirtschaft auf ihren Kautschukplantagen erhielt. Außerdem bekommen die Erzeuger die Fair-Trade-Prämie zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen ihrer Arbeiter.

#fairsquared #fairtrade #men #woman #vegan

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Auch Konkurrent „Glyde“ arbeitet eigenen Angaben zufolge „mit umweltbewussten Fair-Trade-Partnern zusammen, die sich für faire Arbeitsbedingungen und Bezahlung der Arbeiter einsetzen“. Für den Fabrikanten sei Fairness gegenüber Menschen, Tieren und der Umwelt eine der wichtigsten Prinzipien.

Besonders engagiert zeigt sich das Berliner Start-up „Einhorn“: Es lässt vegan, fair und nachhaltig produzieren. Gleichzeitig fördert der Betrieb mit jedem Verkauf ihr Fairstainability-Konzept, indem er 50 Prozent vom Erlös in soziale oder nachhaltige Projekte (etwa zum Schutz der Biodiversität im Kautschukanbau oder zur Minimierung des CO2-Verbrauchs) investiert.

👅💦 #einhornyeverywhere

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→ Weitere Produzenten veganer, in Deutschland erhältlicher Kondome sind unter anderem: „Sir Richard's“, dessen Hersteller pro verkauftem Präservativ eines in ein Entwicklungsland spendet, „ESP“ aus „regional und nachhaltig produziertem, fair gehandeltem Latex“ sowie die etwas weniger umweltfreundlichen „Unique Condoms“ aus Kunststoff, die mit Silikonöl beschichtet werden.

Diese Firmen verkaufen zum Teil auch noch nicht-vegane Verhütungsmittel. Daher sollten Veganer auf die Informationen des Herstellers und/oder ein Vegan-Label auf der Verpackung achten, wenn sie sicherstellten wollen, dass sie auch beim Sex nicht mit tierischen Produkten in Berührung kommen.

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