Studie: Diese Länder soll der Klimawandel besonders treffen

„Global Adaption Index“

Studie: Diese Länder soll der Klimawandel besonders treffen - „Global Adaption Index“

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Wirbelstürme in Mittel- und Nordamerika, Überschwemmungen in Südostasien, der Abbruch eines Rieseneisbergs in der Antarktis – der Sommer 2017 hat gezeigt, das Wetter wird extremer. Aber nicht jedes Land ist dafür gerüstet. Welche Staaten in Zukunft besonders unter dem Klimawandel leiden werden, hat die US-Universität „Notre Dame“ anhand des „Global Adaptation Index“ ermittelt.

Auf die Konsequenzen der Erderwärmung angemessen zu reagieren, wird schon bald eine Hauptaufgabe der nationalen Regierungen sein. Dazu müssen sie vor allem zwei Dinge wissen: Wie gut ist ihr Land heute schon auf die kommenden Veränderungen eingestellt und wo liegen die Schwachstellen?

Stresstest für den Ernstfall

Genau diese beiden Faktoren untersuchen Forscher der „University of Notre Dame“ im Rahmen der „Global Adaptation Initiative“ (kurz „ND-GAIN“), regelmäßig.

Jedes Jahr tragen sie relevante Daten zusammen und werten sie aus. Einbezogen werden etwa Regierungsentscheidungen, der Zustand der Infrastruktur, der Zugriff auf Ressourcen, Handel und Handelspartner sowie die geographische Lage. Aus allen diesen Informationen ermitteln sie zwei Indikatoren für die Verwundbarkeit („Vulnerability“) und für die Bereitschaft („Readiness“) eines Staates, aus denen dann schlussendlich der „Global Adaption Index“ der Staaten hervorgeht.

UN-Klimagipfel

Gute Platzierungen für den reichen Westen

Das aktuelle Ranking führt zum 13. Mal in Folge Dänemark an. Für die Experten ist das größte Problem des Landes die Urbanisierung und die Risiken, die sie mit sich bringt. Doch keine andere Nation soll besser für die Folgen der Erderwärmung gewappnet sein. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen Norwegen, Neuseeland, Singapur und das Vereinigte Königreich.

Deutschland findet sich in dieser Rangliste auf dem sechsten Platz, die Schweiz auf dem neunten und Österreich auf dem zwölften Platz. Insbesondere bei der Prävention von Überschwemmungen gebe es bei allen drei Ländern Verbesserungsbedarf. Ihre ökonomische Stärke und ihr Innovationsvermögen könnten laut der „University of Notre Dame“ jedoch von Vorteil sein.

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Letzte Plätze für gebeutelte Staaten in Afrika

Während die Nationen im ersten Drittel der Tabelle in der Regel reiche, westliche Länder sind, liegen die Staaten, die der Klimawandel am härtesten treffen wird hauptsächlich in Afrika. Das belegt ein Blick ans Ende der Liste.

Auf Rang 177 stuft die „ND-GAIN“ den Sudan ein. In den Wüsten und Savannen sind große Bewirtschaftungen praktisch unmöglich. Der Zugang zu Trinkwasser ist beschränkt und die so wichtige ITK-Infrastruktur nur rudimentär. Zudem scheint die Erderwärmung bei der instabilen Militärregierung kein Thema zu sein.

Burundi (Rang 178) könnten insbesondere fehlendes medizinisches Personal und die kaum vorhandenen Anbauflächen und damit der Wegfall zweier bedeutender Säulen der Grundversorgung zum Verhängnis werden. Dies ließe sich auch auf das schlechte Bildungssystem zurückführen.

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Den schlechtesten „Readiness“-Wert verzeichnet Eritrea (Rang 179). Das liegt an den extremen Defiziten in den Bereichen ITK und Bildung. Besonders verwundbar soll laut „ND-GAIN“ das Land am Rande des Roten Meers sein, denn an der Küste existiere kein effektiver Schutzwall.

So gut wie keine Agrikultur und Infrastruktur, eklatant wenige Mediziner und kein vernünftiges Straßennetz machen den Tschad (Rang 180) verwundbar. Die Zentralafrikanische Republik sei die Nation, die dem „Global Adaption Index“ zufolge am schlechtesten auf den Klimawandel vorbereitet ist. Dort bestehe keine Chance auf konventionelle Landwirtschaft, es mangele an medizinischen Fachkräften und die Infrastruktur bekam von den Fachleuten die niedrigste Bewertung. Erschwerend käme hinzu, dass der Krieg zwischen verfeindeten Milizen die Staatsführung destabilisiere und Bildung sowie Informations- und Kommunikationstechnologie vernachlässigt würden.

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