Stickstoffdioxid: Hier ist die Luft besonders belastet

Stickstoffdioxid: Hier ist die Luft besonders belastet -

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Die Luftqualität in vielen deutschen Städten ist besorgniserregend. Neben Feinstaub spielt dabei vor allem Stickstoffdioxid eine große Rolle. Woher die hohe Belastung kommt, was sie für Probleme mit sich bringt und welche Gegenden besonders stark betroffen sind, erfährst Du hier.

Was ist Stickstoffdioxid?

Stickstoffdioxid und verwandte Stoffe – wie beispielsweise Stickstoffmonoxid – sind ätzende Reizgase. Sie entstehen durch unterschiedliche Verbrennungsprozesse. Vor allem bei Verbrennungsmotoren und Feuerungsanlagen für Kohle, Öl, Gas, Holz und Abfälle werden Stickstoffoxide ausgestoßen.

Die größte Quelle für den Ausstoß von Stickstoffdioxid in Ballungsräumen ist jedoch der Gebrauch von Autos, Bussen und Lkw. Denn laut „Umweltbundesamt“ verursacht der lokale Kfz-Verkehr in deutschen Städten 64 Prozent der Belastung mit Stickoxiden. Davon wiederum stammen 67 Prozent von Diesel-Fahrzeugen.

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Warum ist Stickstoffdioxid schädlich?

Das Reizgas schadet – ähnlich wie Feinstaub – dem Schleimhautgewebe der Atemwege und reizt zusätzlich die Augen. Es verstärkt außerdem die negative Wirkung anderer Luftschadstoffe.

Bei einer hohen Belastung mit Stickstoffdioxid treten häufig Atemnot, Husten, Bronchitis und ähnliche Beschwerden auf. Vor allem Menschen mit Allergien und Vorbelastungen sind dabei stark betroffen.

Laut „Umweltbundesamt“ konnte in Studien bereits ein Zusammenhang zwischen der Stickstoffdioxidbelastung und der Zunahme von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Sterblichkeit in der Bevölkerung festgestellt werden. Bei einer aktuellen Studie wurden 6.000 vorzeitige Todesfälle ermittelt, die auf eine Langzeitbelastung mit Stickstoffdioxid zurückgeführt werden.

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Von Stickstoffdioxid belastete Gebiete

Seit 2010 gelten EU-weit Grenzwerte für Feinstaub und Stickstoffdioxid (NO2). Dennoch: Am Neckartor in Stuttgart werden 82 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft gemessen, das Limit liegt aber bei 40 Mikrogramm.

Nach mehrmaligen Abmahnungen hat die „Europäische Kommission“ Deutschland und fünf EU-Länder im Mai 2018 vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt. Es drohen hohe Strafzahlungen wegen der erhöhten Feinstaub- und Stickoxid-Werte.

Im Jahresmittel waren bei den Messungen des „Bundesumweltamtes“ in 2016/2017 besonders folgende Städte von Stickoxiden belastet:

  • München
  • Stuttgart
  • Köln
  • Reutlingen
  • Hamburg
  • Düsseldorf
  • Kiel
  • Heilbronn
  • Darmstadt
  • Ludwigsburg

Aktuelle Daten für Deinen Standort kannst Du beim „Umweltbundesamt“ ermitteln.

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Das kannst Du tun für eine bessere Luftqualität

  • Autofahrten vermeiden oder mit angemessener Geschwindigkeit fahren
  • Fahrzeuge mit geringem Spritverbrauch und Schadstoffwerten nutzen
  • Fahrgemeinschaften bilden oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen
  • Mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen
  • Regional einkaufen (das spart lange Transportwege)
  • Ökostrom nutzen (bei Wind-, Solar- und Wasserkraftwerken werden keine Luftschadstoffe ausgestoßen)

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