Spirulina – was ist dran am hochgelobten Superfood?

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Spirulina – was ist dran am hochgelobten Superfood? - Gesunde Algen

Blaualge Spirulina

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Spirulina, umgangssprachlich auch Blaualge genannt, gilt seit einiger Zeit als das Superfood. So soll sie zum Beispiel heilende Kräfte haben. Doch was ist wirklich dran und drin? Wir sagen es dir.

Was ist Spirulina?

Spirulina gehört zur Gattung der Blaualgen. Da sie ihre Gestalt den Umgebungsbedingungen anpasst, ist noch immer nicht sicher, ob die 35 gezählten Arten tatsächlich Arten sind oder ob es sich um ein- und dieselbe Pflanze handelt. Sicher ist: Sie gedeiht in stark alkalischen Salzseen, sie enthält ungewöhnlich viel Protein und nimmt Schwermetalle extrem gut auf.

Inhaltsstoffe

Spirulina besteht zu rund 60 Prozent aus Proteinen, in denen alle essentiellen Aminosäuren enthalten sind. Außerdem enthält Spirulina sehr viel Calcium, Eisen und Magnesium, sowie β-Carotin (eine Vorstufe des Vitamin A), B-Vitamine und Vitamin E. Oft wird sie besonders wegen ihrem hohen Vitamin B12-Gehalt gelobt – dieser ist allerdings überbewertet, denn 80 Prozent davon bestehen aus der unwirksamen Form des Vitamins, dem Pseudovitamin B12. Nur rund 20 Prozent sind vom menschlichen Körper wirklich verwertbar. Eine Vitamin B12-Bombe ist Spirulina also nicht.

Anbau und Vertrieb

Spirulina wird seit Jahrhunderten verzehrt, einige Völker sagen der Alge schon lange heilende Wirkung nach. Heute wird Spirulina in Aquakulturen angebaut. Die Wassertemperatur beträgt dabei bis zu 35 Grad. Nach der Ernte wird sie getrocknet und in Form von Tabletten oder Pulver in Umlauf gebracht.

Schwermetall-Absorption

Spirulina absorbiert Schwermetalle, insbesondere Quecksilber besonders gut. Deswegen wird sie von Zahnärzten und Heilpraktikern unter anderem bei Amalgam-Sanierungen genutzt. Allerdings hat diese Eigenschaft auch eine negative Seite – ist ein Gewässer, in dem Spirulina angebaut wird, mit Schwermetallen belastet, gelangen diese über die Spirulina-Präparate in den menschlichen Körper und können dort zu einer Überdorsierung führen. Die Hersteller sind deswegen angehalten, die Qualität sorgsam zu überprüfen.

Gut für die Gesundheit?

Smoothie mit Spirulina Blaualge

Abgesehen von der guten Schwermetall-Absorption werden Spirulina verschiedene Wirkungen nachgesagt: Sie soll gegen Krebs, Viren und Allergien helfen, entzündungshemmend wirken, die Blutwerte verbessern und den Alterungsprozess verlangsamen. Allerdings wurde all dies noch nicht in systematischen, aussagekräftigen Studien nachgewiesen.

Einige Studien versuchten zum Beispiel den Cholesterin-senkenden Effekt nachzuweisen – dieser war aber in den bisher durchgeführten (und nur ungenügend aussagekräftigen) Studien sehr gering. Nachgewiesen ist einzig, dass Spirulina die Freisetzung von Histamin aus Mastzellen hemmt. So werden sämtliche Symptome wie laufende Nase, Niesen, geschwollene Schleimhäute und Juckreiz bei Heuschnupfen-Patienten gemildert.

Fazit

Die Einnahme von Spirulina ist sicherlich nicht ungesund, sondern eventuell sogar gesundheitsfördernd. Die vielen Vitamine und Mineralstoffe helfen, das Immunsystem zu stärken, Allergien werden teilweise schwächer. Wie stark die Effekte sind, ist allerdings (noch) unklar. Wer aber regelmässig eine Tablette oder etwas Pulver, z.B. in einem Smoothie, zu sich nimm, der schadet seiner Gesundheit sicher nicht. Wie gesund sie aber sind, ist unklar.

Oder anders gesagt: Gesunde, vielseitige Ernährung aus lokalen Produkten hilft sicherlich ähnlich gut.

Vorsicht ist aber geboten bei Zusatzstoffen: Oft reichern Hersteller das Spirulina mit synthetisch hergestellten Biokomplexen an, die zu Unverträglichkeiten führen und Allergien auslösen können.

Quelle: elle.de

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