Schützt früher Kontakt mit Erdnüssen vor einer Allergie?

Nussallergie

Schützt früher Kontakt mit Erdnüssen vor einer Allergie? - Nussallergie

Erdnüsse

von

Allergologen empfehlen seit Jahrzehnten, dass Kleinkinder den Konsum allergener Lebensmittel wie Erdnüssen vermeiden, um keine Allergie dagegen zu entwickeln. Doch das könnte genau falsch sein, wie jetzt Forschungen zeigen.

Wie eine große britische Studie jetzt gezeigt hat, kann früher Konsum von Erdnüssen besonders gefährdete Kinder vermutlich vor einer Erdnuss-Allergie schützen. In der Studie senkte der Kontakt zu Erdnuss-Inhaltsstoffen ab dem ersten Lebensjahr das Risiko für eine spätere Erkrankung um mehr als 80 Prozent.

Die Mediziner um Gideon Lack vom King’s College London vermuten, dass sich dieses eindeutige Resultat auf die Empfehlungen von Fachgesellschaften auswirken könne, wie sie im „New England Journal of Medicine“ erklären. Möglicherweise trage gerade die Meidung allergener Lebensmittel zur Zunahme von Allergien bei, so Lack.

Zahl der Erdnuss-Allergiker hat sich verdoppelt

Die Ergebnisse der britischen Studie könnte jetzt einen wichtigen Hinweis geben, weshalb Lebensmittelallergien seit Jahrzehnten deutlich zunehmen. In den Industrieländern habe sich die Verbreitung von Erdnuss-Allergien innerhalb von zehn Jahren verdoppelt, schreiben die Forscher.

Die britischen Forscher um Lack verweisen darauf, dass Erdnuss-Allergien unter jüdischen Heranwachsenden in Großbritannien wesentlich häufiger sind als zum Beispiel in Israel, wo viele Kinder schon im ersten Lebensjahr Erdnuss-haltige Speisen essen.

Beugt früher Kontakt einer späteren Allergie vor?

Lange Zeit rieten Ärzte und Allergologen den Eltern gefährdeter Kinder, allergene Lebensmittel möglichst zu meiden. „Diese Empfehlung ist inzwischen in den Leitlinien zurückgezogen, aber nicht umgekehrt worden", sagt Beyer, die Leiterin des Kinderallergologischen Studienzentrums gegenüber dem Focus. "Wir haben einfach bislang keine Ahnung.“

Trotz der ersten Begeisterung über die Befunde, müssen diese zunächst durch andere Studien bestätigt werden, bevor man daraus generelle Empfehlungen ableiten kann.

Auch Lack selbst interpretiert seine Resultate zurückhaltend und betont: „Die Studie schloss jene Kinder aus, die schon früh deutliche Zeichen für eine Erdnuss-Allergie hatten.“ Effektivität und Sicherheit in dieser Gruppe müssten noch geprüft werden. „Eltern von Kindern mit Ekzem oder Hühnereiweiß-Allergie sollten mit einem Allergologen oder Kinderarzt sprechen, bevor sie ihnen Erdnussprodukte geben.“

Quelle: Focus.de

Ich möchte den Codecheck-Newsletter abonnieren und keine News mehr verpassen

0/5 0 Stimmen

Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten

Joghurt
Gesunde Alternativen –
Cashew
Vegane Alternative –

Synthetische Poylmere auf unserer Haut

Makeup Mikroplastik

Diese 6 Make-ups enthalten Mikroplastik

In vielen Kosmetikprodukten, von Shampoo über Peeling bis hin zu Mascara und eben auch Make-up stecken Mikroplastik oder - in flüssiger oder gelartiger Form - sogenannte synthetische Polymere. Diese Stoffe gelangen beim Abschminken über das Abwasser ins Meer und gefährden so Umwelt und Meeresbewohner. Was schmieren wir uns da eigentlich ins Gesicht?

PEGs

Duschen

Diese Duschgele trocknen Deine Haut aus

Es ist paradox: Wir duschen, um uns etwas Gutes zu tun. Doch stattdessen strapazieren wir mit jedem Gang unter die Brause regelmäßig unsere Haut. Der Grund dafür sind Polyethylenglykolverbindungen in Duschgelen, die unsere körpereigene Schutzhülle schwächen können.

RDA-Wert

Mikroplastik in Zahnpasta

Diese versteckte Angabe auf Deiner Zahnpasta ist wichtig!

Auf was achtet ihr beim Zahnpasta-Kauf? Geschmack, Schaumbildung und ein hoher Fluoridanteil sind oft ausschlaggebend, wichtig ist aber auch der RDA-Wert. Der gibt an, wie stark die Zahncreme den schützenden Zahnschmelz abreibt. Wie hoch darf dieser maximal sein und welche Zahncremes sind am besten geeignet?

Plastikfrei

Einmachglas Glas Mann

Zero Waste: So gelingt Einfrieren im Glas

Gefrierbeutel aus Plastik und kunststoffhaltige Tupperboxen adé – Einfrieren geht auch müllfrei und ressourcenschonend und zwar mit Schraub- oder Einmachgläsern. So halten sich Obst, Gemüse und Selbstgekochtes vollkommen frei von Plastik im Gefrierschrank. Wir zeigen Dir wie‘s geht!