Anzeige
Anzeige

Schöne Haut: Warum ist Pflege in der Nacht so wichtig?

Fett oder Feuchtigkeit?

Schöne Haut: Warum ist Pflege in der Nacht so wichtig? - Fett oder Feuchtigkeit?

Schlaf Frau
Pexels

von

Nicht nur Körper und Geist benötigen ausreichend Schlaf zur Regeneration, auch für unsere Haut ist die nächtliche Phase des Ausruhens besonders wichtig. Die richtige Nachtpflege unterstützt diesen Regenerationsprozess. Doch welche Inhaltsstoffe sind wirklich geeignet und effektiv? Feuchtigkeitsspendende oder fettreiche Cremes oder doch besser ein Pflegeöl? Wir erklären, welche Pflege Dich am Morgen erstrahlen lässt.

Anzeige

Was passiert nachts mit unserer Haut?

Um sich vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen, produziert unsere Haut tagsüber verstärkt Talg in den Poren. Nachts wird hingegen der Regenerationsprozess in Gang gesetzt. In dieser aktiven Zeit wird die Haut stärker durchblutet, Zellen teilen sich, der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren. Die durch negative Faktoren wie UV-Strahlen, Alkohol oder Zigaretten entstandenen Abfallprodukte werden nun über die Poren ausgeschieden.

Da die Haut in dieser nächtlichen Phase durchlässiger und damit aufnahmefähiger ist, können pflegende, regenerierende Stoffe besser eindringen und wirken. Bekommt der Körper und damit auch die Haut zu wenig Schlaf, verschlechtert sich auch das Hautbild: Blasse und trockene Haut sowie Ringe unter den Augen sind die Folge. Im Schlaf wird ein Wachstumshormon ausgeschüttet, das dafür sorgt, dass sich unsere Haut regenerieren kann. Wenn wir zu wenig oder unruhig schlafen, wird die Tiefschlafphase gestört. Diese ist für die Ausschüttung des Hormons am wichtigsten. Die Folge: Die Haut wird dünner und Falten bilden sich. Neben einer guten Pflege ist ausreichend Schlaf daher auch für die Haut essenziell.

Reichhaltige oder fettfreie Nachtpflege?

Am Tag braucht unsere Haut Schutz vor UV-Strahlen und anderen Umweltfaktoren. Nachts, wenn sich die Haut erholt, sollte sie mit Wirkstoffen versehen werden, die die Regeneration unterstützen. Daher solltest Du tagsüber eine Pflege benutzen, die Dich vor äußeren Einflüssen schützt, während Deine Nachtpflege die Regeneration der Haut fördert.

Für die Unterstützung der Nachtpflege existieren verschiedene Konzepte. Das eine sind reichhaltige Nachtcremes, die meist dickflüssiger als Tagescremes sind und auf der Haut einen feinen Film hinterlassen.

Reichhaltige Nachtcremes:

Das Konzept der fettfreien Nachtpflege dagegen basiert darauf, dass unsere Haut keine zusätzlichen Pflegestoffe benötigt, um sich zu regenerieren. Wird der Haut von außen Fett hinzugeführt, verringert sich nach diesem Konzept die Funktion der Talgdrüsen. Das langfristige Resultat sei trockene Haut. Bei einer fettfreien Nachtpflege wird daher zu wässrigen Rezepturen geraten, die mit speziellen Heilpflanzenauszügen und Mineralien angereichert sind. Eine fettige, unreine oder Mischhaut kann von dieser Umstellung besonders profitieren.

Fettfreie Nachtpflege:

Welche Nachtpflege ist die richtige?

Welche Nachtpflege für Dich die richtige ist, hängt von Deinem Hauttyp ab. Falls Du unsicher bist, kannst Du bei Deinem Hautarzt oder Deiner Kosmetikerin eine Analyse erstellen lassen. Während fettige Haut eine leichte, fettregulierende Pflege benötigt, wird die Regeneration trockener Haut eher durch eine fettige, ölhaltige Creme unterstützt. Bei Mischhaut solltest Du idealerweise eine reichhaltige Creme für die trockenen Wangen verwenden und eine Feuchtigkeitspflege für Stirn, Nase und Kinn.

Gute Inhaltsstoffe in Deiner Nachtpflege

Eine gute Nachtcreme unterstützt mit wertvollen Inhaltsstoffen die Regeneration der Haut. Daher enthalten sie oft Anti-Aging-Stoffe wie das antioxidative Vitamin E oder elastizitätsfördernde Vitamin A.

Bei trockener Haut kommen in Nachtpflegeprodukten spezielle Zusätze wie essenzielle Fettsäuren oder Provitamin B5 (D-Panthenol) zum Einsatz. Sie gleichen Mangelerscheinungen aus, binden Feuchtigkeit in der Haut und wirken zugleich beruhigend. Die Haut von Gesicht, Hals und Dekolleté wird wieder glatter und geschmeidiger.

Andere reichhaltige Pflegestoffe sind beispielsweise Macadamia-Nussöl oder Shea Butter. Das Öl aus der Macadamianuss enthält einen hohen Anteil an einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Palmitoleinsäure. Diese ist auch ein Bestandteil der hauteigenen Lipide in der Oberhaut. Daher sind diese Stoffe besonders dafür geeignet, trockene, empfindliche, irritierte oder leicht entzündliche Haut zu regenerieren und zu glätten. Auch Öle wie Arganöl oder Nachtkerzenöl bewirken bei trockener oder reifer Haut wahre Feuchtigkeitswunder.

Feuchtigkeitsarme, aber tendenziell eher fettige Haut profitiert hingegen von Inhaltsstoffen, die intensiv und lang anhaltend Feuchtigkeit spenden, das Gewebe festigen oder aufpolstern und die Hautbarriere stärken. Hierzu zählen unter anderem Hyaluronsäure, Jojobaöl oder auch Hanföl. Durch ihre Fähigkeit, große Mengen Wasser zu binden, ist Hyaluronsäure für den Feuchtigkeitsgehalt der Haut mitverantwortlich. Der Stoff sorgt damit auch für die Straffheit der Haut. Die in Hanföl enthaltenen schützenden Antioxidantien Vitamin A und E können hingegen die Zellerneuerung unterstützen und den natürlichen Alterungsprozess verlangsamen, so eine Studie der Universität von Colorado.

Schlechte Inhaltsstoffe in Deiner Nachtpflege

In gleicher Weise wie bei der Tagespflege solltest Du aber auf Silikone, Parabene, mineralölbasierte Stoffe (wie z. B. Paraffine) oder Duftstoffe verzichten. Reichhaltige Nachtcremes beinhalten zudem oft Emulgatoren, deren Aufgabe es ist, wässrige und ölige Bestandteile zu vereinen und zu stabilisieren. Zum Einsatz kommen dabei meist synthetisch aus Erdöl hergestellte Polyethylenglykole (PEGs) und PEG-Derivate. Abhängig von Gruppe der PEG-Derivate und der Häufigkeit und Art der Anwendung können diese jedoch problematisch sein. Die Haut kann durch den Einsatz dieser unter Umständen durchlässiger für Schadstoffe und Chemikalien werden.

Generell gilt auch bei den Inhaltsstoffen, weniger ist mehr. Und wenn Du unsicher bist, nutze die CodeCheck App, um schlechte Stoffe herauszufiltern.

Ich möchte den Codecheck-Newsletter abonnieren und keine News mehr verpassen

Codecheck.info
5/5 1 Stimme

Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten

Natur Kosmetik
Natürlich, gesund & umweltfreundlich –
avocado
Spülung, Haarkur und Shampoo –
nägel
Für schöne Hände –

Synthetische Poylmere auf unserer Haut

Makeup Mikroplastik

Diese 6 Make-ups enthalten Mikroplastik

In vielen Kosmetikprodukten, von Shampoo über Peeling bis hin zu Mascara und eben auch Make-up stecken Mikroplastik oder - in flüssiger oder gelartiger Form - sogenannte synthetische Polymere. Diese Stoffe gelangen beim Abschminken über das Abwasser ins Meer und gefährden so Umwelt und Meeresbewohner. Was schmieren wir uns da eigentlich ins Gesicht?

PEGs

Duschen

Diese Duschgele trocknen Deine Haut aus

Es ist paradox: Wir duschen, um uns etwas Gutes zu tun. Doch stattdessen strapazieren wir mit jedem Gang unter die Brause regelmäßig unsere Haut. Der Grund dafür sind Polyethylenglykolverbindungen in Duschgelen, die unsere körpereigene Schutzhülle schwächen können.

RDA-Wert

Mikroplastik in Zahnpasta

Diese versteckte Angabe auf Deiner Zahnpasta ist wichtig!

Auf was achtet ihr beim Zahnpasta-Kauf? Geschmack, Schaumbildung und ein hoher Fluoridanteil sind oft ausschlaggebend, wichtig ist aber auch der RDA-Wert. Der gibt an, wie stark die Zahncreme den schützenden Zahnschmelz abreibt. Wie hoch darf dieser maximal sein und welche Zahncremes sind am besten geeignet?