"Monsato"zahlt 80 Millionen Dollar wegen zweifelhaften Glyphosat-Rabatten

Außergerichtliche Einigung mit US-Börsenaufsicht

"Monsato"zahlt 80 Millionen Dollar wegen zweifelhaften Glyphosat-Rabatten - Außergerichtliche Einigung mit US-Börsenaufsicht

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Das US-Unternehmen Monsanto zahlt freiwillig 80 Millionen US-Dollar (rund 72 Millionen Euro) an die US-Börsenaufsicht SEC (United States Securities and Exchange Commission). Darauf einigten sich der Konzern und die Behörde außergerichtlich, nachdem umfangreiche Ermittlungen seitens der Behörde vorausgegangen waren.

Konkret ging es um das Pflanzenschutzmittel „Roundup“ und dafür geleistete Rabatte des Konzerns an Vertreiber. Mit dem Rabattprogramm reagierte Monsanto auf sinkende Absatzzahlen, da der „Roundup“-Wirkstoff Glyphosat von anderen Firmen kostengünstiger auf den Markt gebracht worden war.

Das Produkt „Roundup“ ist dennoch bis heute das absatzstärkste Unkrautvernichtungsmittel und steht mit seinem Inhaltsstoff Glyphosat seit 2015 in der Kritik, nachdem eine Forschungsgruppe der Weltgesundheitsorganisation WHO den Wirkstoff Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft hatte.

Der Vorwurf

Laut Aufsichtsbehörde gewährte Monsanto im Jahr 2009 Rabatte in Höhe von 44,5 Millionen $ (knapp 40 Mio. €) an die zwei größten Vertreiber in den USA, auch in den Jahren 2010 und 2011 wurden 56 Millionen $ (ca. 50 Mio. €) in Kanada, Frankreich und Deutschland ausgezahlt. Der Vorwurf der Börsenaufsicht lautet, dass diese Rabatte nicht als solche gekennzeichnet, sondern als Verkaufs- und Verwaltungskosten aufgeführt wurden. Dadurch sei die Bilanz der Roundup-Absätze in die Höhe getrieben worden.

SEC-Vorstand Mary Jo White verurteilte das Vorgehen des Konzerns: „Diese Art von Bilanzführung, die Rabatte nicht als Ausgaben für ein Produkt in dem Zeitraum ausweist, in dem sie geleistet wurden, ist eine ausgefeilte und berechnende Vorgehensweise, um seine Buchführung zu fälschen.“

Kein Fehlverhalten konnte die Aufsichtsbehörde dem Chef von Monsanto, Hugh Grant, und seinem Vorgänger Carl Casale nachweisen. Dennoch überwiesen beide insgesamt ebenfalls 4 Millionen $ (ca. 3,6 Millionen €) Boni zurück an das Unternehmen. Dadurch entfallen nun weitere rechtliche Schritte wie eine offizielle Rückforderung, so die Behörde weiter.

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