Gefahr per Freihandelsabkommen

Kosmetik, die uns nicht schöner, sondern krank macht

Gefahr per Freihandelsabkommen - Kosmetik, die uns nicht schöner, sondern krank macht

TTIP Auswirkung auf Kosmetik

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Das drohende Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU könnte vermehrt gesundheitsgefährdende Stoffe oder Kosmetika mit Tierversuchen in unserer Läden schwemmen.

Wir haben schon öfters über die Gefahren des drohenden Freihandelsabkommen TTIP berichtet. Meist ging es um Lebensmittel wie Fleischwaren, die Substanzen enthalten, welche in der EU nicht erlaubt sind, oder genmanipulierte Pflanzen. Darauf dass auch unsere morgendliche Dusche, unser Lieblings-Tiegelchen und der Schminktisch betroffen sein könnten, macht ein Artikel im „Tagesspiegel“ deutlich.

1378 Inhaltsstoffe für Kosmetika sind in Europa als gesundheitsgefährdend oder umweltschädlich eingestuft und somit zur Verwendung verboten. In den USA umfasst die Liste lediglich elf Stoffe.

Tierversuche und giftige Inhaltsstoffe sind Standard

Wegen dieser kurzen Liste, die gemäss dem oben verlinkten Artikel seit 75 Jahren nicht ergänzt worden sei, müssen sich US-Verbraucherschützer auch gegen Blei in Lippenstiften, Nagellacken oder Zahnpasta wehren sowie gegen die Verwendung von Teeren in Schampoo und Pflegespülungen kämpfen. Auch Tierversuche für Produktetests sind in den USA erlaubt, was bei uns zum Glück verboten ist.

Leider ist der Konflikt wegen Tierversuch-Produkten kein Hauptaugenmerk der TTIP: EU- und US-Unterhändler haben bisher lediglich die Förderung von alternativen Testmethoden zu Tierversuchen vorgeschlagen.Durch das drohende transatlantische Handels- und Investitionsabkommen (TTIP) könnte sich das alles aber sehr rasch ändern und wir könnten unbewusst giftige Kosmetika oder an Tieren getestete Produkte kaufen.

Warum ist gerade Deutschland gefährdet? Der Kosmetikmarkt in Deutschland ist der umsatzstärkste in Europa und deshalb besonders interessant für die Hersteller.

Die TTIP-Verhandlungen sind in vollem Gange

Nicht nur Kosmetik und Körperpflege sind ins Visier unserer kritischen Verbraucherschützer gelangt, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat sein Augenmerk auch auf hormonell wirksame Stoffe und Nanotechnologie gelegt. Auch diese Bereiche könnten uns gefährden. Bisher ist allerdings noch keine klare Regelung betreffend des TTIP entstanden. Diese Woche trifft sich die Delegation zur 10. Verhandlungsrunde in Brüssel.

Hier kann man eine Online-Petition gegen das TTIP mitunterzeichnen (EU-Länder only).

Quelle: tagesspiegel.de

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