Für Hobby-Gärtner: Hinter diesen Kürzeln verbirgt sich Glyphosat

Baumarkt-Produkte enttarnen

Für Hobby-Gärtner: Hinter diesen Kürzeln verbirgt sich Glyphosat - Baumarkt-Produkte enttarnen

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© NABU/Diana Neumerkel

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Pflanzenschutzmittel zur Schädlingsbekämpfung sind in der Landwirtschaft Gang und Gäbe. Seit längerer Zeit höchst umstritten ist dabei der Wirkstoff Glyphosat. Dieses Gift greift in unseren Naturkreislauf und unsere Nahrungskette ein. Und trotzdem dürfen ihn hierzulande selbst Hobbygärtner anwenden.

In der EU wurde das Pflanzengift erst im Juli für weitere 18 Monate zugelassen – in dieser Zeit soll die potentielle Krebsgefahr, welche von Glyphosat ausgeht, weiter untersucht werden. Frankreich hat die Gefahr bereits erkannt und Glyphosat zumindest im Haus- und Gartenbereich verboten.

Hierzulande sind Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Glyphosat noch immer im Baumarkt und online frei erhältlich. So werden sie nicht nur vom fachkundigen Bauer, sondern vielleicht auch in Nachbars Garten nebenan eingesetzt.

Als Breitbandherbizid tötet Glyphosat aber nicht nur lästiges Unkraut, sondern vernichtet fast alles, womit es in Kontakt kommt. Der „NABU“ weiß: „Die Konzentration, bei der 50 Prozent der Tiere sterben (LC50), liegt für Fische teilweise um den Faktor 100 unter der tödlichen Konzentration für Ratten, Enten und Wachteln.“

Neben Fischen werden vor allem auch Bienen durch Glyphosat geschädigt, welches ihren Orientierungssinn beeinträchtigt.

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Glyphosat leicht enttarnen – Kürzel kennen!

Für den Einsatz auf befestigten Flächen wie Terrassen oder Garageneinfahrten ist Glyphosat nicht zugelassen, da es der nächste Regen in die Kanalisation und damit in den Wasserkreislauf spülen würde. Viele Verwender sind sich dessen nicht bewusst und sind außerdem nicht darüber informiert, dass ihnen bei einer Anwendung sogar eine Strafe droht.

Für die Auswirkungen auf Umwelt und Natur existieren unterschiedliche Kürzel, auf die beispielsweise dringend geachtet werden muss:

  • N261 und N264 kann für Fische tödlich sein
  • NB6641 ist wahrscheinlich schädlich für Bienen
  • NN261 kann eine Marienkäfer-Art schädigen, welche als Schädlingsfresser sehr nützlich ist

NABU© NABU, Screenshot

Eine sehr gute Übersicht des „NABU“ über die verschiedenen Bezeichnungen sowie die unterschiedlichsten, im Handel erhältlichen Pflanzenschutzmittel und ihren Glyphosatanteil findest du HIER.

Die Auflistung sieht dann so aus:

NABU

© NABU, Screenshot

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