Anzeige
Anzeige

Folsäuresalz

Folsäuresalz -

von

Wer die Wahl hat, hat die Qual. In diesem Fall zwischen normalem weißem Speisesalz und einem etwas gelblichen Salz mit Folsäure. Dass dem Kochsalz etwas hinzugefügt worden ist, daran haben sich viele Menschen schon gewöhnt. Seit vielen Jahren kann man jodiertes und mit Fluor versetztes Salz kaufen. »

Anzeige

Nun, aus zwei Gründen. Die Medizin hat erst in den letzten Jahren so richtig erkannt, wie wertvoll Folsäure für die Gesundheit ist. Zum einen kann Folsäure vor Arteriosklerose schützen. Im Blut gibt es einen Stoff, der heißt Homozystein. Zu viel von diesem Stoff im Blut fördert wahrscheinlich die Cholesterinablagerungen in den Arterien. Und mit Folsäure lässt sich der Homozystein-Spiegel senken. Außerdem spielt Folsäure eine wichtige Rolle für die gesunde Entwicklung des Kindes in der Gebärmutter. Wenn eine Frau zu Beginn der Schwangerschaft zu wenig Folsäure bekommt, kann das Kind mit einer Fehlbildung im Gehirn oder Rückenmark zur Welt kommen.

Das ist dann ein sogenannter Neuralrohrdefekt, wie zum Beispiel ein offener Rücken. Das ist eine schwere Behinderung. Im Jahr werden bei uns etwa 800 Kinder mit dieser Fehlbildung geboren. Auch da könnte das Vitamin vorbeugen.

Man hat festgestellt, dass in Deutschland nur 5 Prozent der Schwangeren die empfohlene Folsäuremenge wirklich zu sich nehmen. Mit anderen Worten: Wenn Kinderwunsch besteht, sollte eine Frau schon vor der Schwangerschaft auf eine ausreichende Versorgung mit Folsäure achten. Nun könnte man sagen, in Nahrungsmitteln steckt doch genügend Folsäure. Das stimmt und stimmt auch wieder nicht. Folsäure ist in fast allen grünen Gemüsen enthalten, in Rosenkohl, Brokkoli, Spinat, in Wirsing und so weiter, übrigens auch in Innereien. Aber das Vitamin ist empfindlich und wird beim Kochen schnell abgebaut. Um genügend Folsäure zu bekommen, müsste man deshalb z. B. 3 Pfund Rosenkohl am Tag essen. Gar nicht so einfach.

Es gibt deshalb schon länger Multivitamintabletten, die Folsäure enthalten. Außerdem gibt es eine ganze Reihe von Milchprodukten, Kakaopulver, Multivitaminsäften, Süßwaren und Frühstücksflocken, allesamt angereichert mit Folsäure, aber nicht alle mögen solche Produkte. Daher hatten Ernährungswissenschaftler und Mediziner die Idee: Folsäure sollte man am besten Nahrungsmitteln zusetzen, die man täglich isst. Manche Länder nehmen dafür schon länger das Mehl, die deutschen Behörden haben dafür jetzt Kochsalz zugelassen. Ich finde, eine gute Entscheidung. Zwei Gramm Kochsalz täglich, hier von dem gelblichen mit Folsäure, der Rest kommt dann aus Gemüse und damit ist Mann und Frau auf der sicheren Seite.

Quelle: ARD Online

Ich möchte den Codecheck-Newsletter abonnieren und keine News mehr verpassen

0/5 0 Stimmen

Weitere Beiträge, die dich interessieren könnten

seegras3
Mineralstoffreicher Snack aus dem Meer –
salz
Achtung, Jodmangel! –

Gesunde Alternativen

Joghurt

Diese Joghurts sind keine Zuckerfalle

Während dem Fettgehalt von Joghurts vermehrt Beachtung geschenkt wird, überprüfen die wenigsten den darin enthaltenen Zuckeranteil. Bis zu elf Zuckerstücke und damit die Hälfte der Tagesmenge für Erwachsene können jedoch in nur einem Becher Joghurt versteckt sein. Mit welchen Joghurts Du nicht in eine Zuckerfalle tappst und warum Bio-Varianten nicht besser sind, wir verraten es Dir.

Synthetische Poylmere auf unserer Haut

Makeup Mikroplastik

Diese 6 Make-ups enthalten Mikroplastik

In vielen Kosmetikprodukten, von Shampoo über Peeling bis hin zu Mascara und eben auch Make-up stecken Mikroplastik oder - in flüssiger oder gelartiger Form - sogenannte synthetische Polymere. Diese Stoffe gelangen beim Abschminken über das Abwasser ins Meer und gefährden so Umwelt und Meeresbewohner. Was schmieren wir uns da eigentlich ins Gesicht?

PEGs

Duschen

Diese Duschgele trocknen Deine Haut aus

Es ist paradox: Wir duschen, um uns etwas Gutes zu tun. Doch stattdessen strapazieren wir mit jedem Gang unter die Brause regelmäßig unsere Haut. Der Grund dafür sind Polyethylenglykolverbindungen in Duschgelen, die unsere körpereigene Schutzhülle schwächen können.