Natriumcarboxymethylcellulose

Bewertung und Test von Natriumcarboxymethylcellulose

Natriumcarboxymethylcellulose, Inhaltsstoff für Lebensmittel

Unbedenklich

Weitere Namen

Carboxymethylcellulose, Cellulosegummi, E466

Gruppe

Trägerstoff, Verdickungsmittel, Überzugsmittel

Erläuterung

Die chemisch zur Gruppe der Carboxymethylether gehörende Natrium-Carboxymethylcellulose ist ein Abkömmling der Cellulose (E 460). Je nachdem wie groß die Moleküle sind, macht die Verbindung Flüssigkeiten unterschiedlich zähflüssig. Zusammen mit Cellulose (E 460) ist Natrium-Carboxymethylcellulose in der Lage, feste Gele auszubilden. Die Verbindung verstärkt zudem die Wirkung von Emulgatoren und verhindert das unkontrollierte Verklumpen von Stoffen. Weil sie sehr stabile glatte Filme bildet, wird sie auch als Überzugsmittel eingesetzt. Im Unterschied zu anderen Cellulose-Abkömmlingen kann Natrium-Carboxymethylcellulose auch Schäume ausbilden und stabilisieren. Wegen seiner Fähigkeit, Wasser zu binden, wird der Zusatzstoff vielfach in energiereduzierten Lebensmitteln eingesetzt.

Herstellung

Natrium-Carboxymethylcellulose entsteht mit Hilfe von Chloressigsäure durch chemische Modifikation aus Cellulose (E 460).

Problem

Bei Dosierungen ab 5 g sind abführende Wirkungen möglich. Im Tierversuch wurde gezeigt, dass die Aufnahme Entzündungsreaktionen auslösen und die Darmflora verändern kann, dadurch erhöhte sich bei Mäusen das Risiko für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Fettleibigkeit.

Zusatzinformationen

Bei der Herstellung ist der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen möglich.


DATENQUELLEN

  • Die Verbraucher Initiative e.V., www.zusatzstoffe-online.de (13.01.2017)
  • Verbraucherzentrale Hamburg "Was bedeuten die E-Nummern?", www.vzhh.de/e-nummern, 68. Auflage.

Vor- und Nachteile – aus der Codecheck Community

Hast du Tipps und Kommentare zu Natriumcarboxymethylcellulose

Kommentar: Bedenkenlos, 31. Dez 2016

?

http://derstandard.at/2000047116832/Diese-Emulgatoren-sind-schlecht-fuer-die-Darmflora

Kommentar: Jochen Quandt, 20. Apr 2015

Forschungsergebnis: Möglicherweise Gesundheitsschädlich

Möglicherweise Gesundheitsschädlich: Könnte Darmentzündungen und Fettleibigkeit begünstigen.
(Nature-Publikation, siehe http://www.taz.de/tierversuche-zu-fettleibigkeit/!155362/)

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