Jedes 7. Kind weltweit atmet verunreinigte Luft

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Jedes 7. Kind weltweit atmet verunreinigte Luft - UNICEF-Report

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Die Luftverschmutzung hat weltweit gigantische Ausmaße angenommen. Die Leidtragenden sind meist Kinder — 300 Millionen weltweit sind es laut einem aktuellen „UNICEF“-Report bereits. Die Folgen sind Krankheiten bis hin zu tausenden Todesfällen.

Jedes siebte Kind betroffen

Der im Oktober 2016 veröffentlichte Report „Clear the Air for Children“ des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) zeigt dramatisch, wie es um die Welt steht: Jedes siebte Kind weltweit — das sind rund 300 Millionen — lebt in Gebieten mit stark verunreinigter Luft.

Die Luftverschmutzung sei dort sechsmal höher, als internationale Richtlinien erlauben.

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Außen- und Innenluft verschmutzt

Die Untersuchung bezieht sich auf Satellitenbilder, die erstmals festhalten, wie viele Kinder in welchen Regionen einer Verschmutzung der Außenluft ausgesetzt sind.

Das erschreckende Ergebnis: In etwa zwei Milliarden Kinder wohnen in Gebieten in denen die Verschmutzung der Außenluft die minimalen Richtlinien der WHO übersteigt. Vor allem Kinder in Südostasien, Afrika und in der Ostasien/Pazifik-Region seien betroffen.

Zudem leiden viele Kinder unter verunreinigter Luft in Innenräumen.

Oft tödliche Folgen

Kinder leiden besonders stark unter verschmutzter Luft. Denn: Lunge, Gehirn und Immunsystem wachsen noch und die Atemwege sind durchdringlicher. Außerdem atmen Kinder laut dem Report auch schneller als Erwachsene und nehmen so mehr Luft auf.

„Luftverschmutzung ist eine der Hauptursachen für den Tod von circa 600.000 Kindern unter fünf Jahren jedes Jahr und bedroht täglich das Leben und die Zukunft weiterer Millionen Menschen“, so UNICEF-Direktor Anthony Lake.

Nicht nur die sich entwickelnden Lungen von Kindern können krank werden. Schadstoffe können auch die Blut-Hirn-Schranke beeinträchtigen und so dauerhafte Gehirnschäden verursachen, heißt es weiter.

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Wer ist Schuld an der Luftverschmutzung?

Zu der zunehmenden Luftverschmutzung der Außenluft tragen laut „UNICEF“ Faktoren wie Kraftfahrzeugemissionen, die starke Nutzung von fossilen Brennstoffen und die weltweite Abfallverbrennung bei.

Die Luftverschmutzung in Innenräumen werde meist durch das Kochen und Heizen mit Brennstoffen wie Kohle und Holz verursacht. Vor allem in einkommensschwachen und ländlichen Gebieten sei dies üblich.

Was kann man tun?

Jede Maßnahme, welche die Umwelt schützt, kommt auch der Verbesserung der Luft zu Gute. So lohnt ein Umstieg auf „grünen“ Strom, der nicht aus fossilien Brennstoffen gewonnen wird. Auch das richtige Trennen von Müll schont Ressourcen und Energie. Jeder kann also seinen Teil beitragen.

Auch die Politik müsse handeln, mahnt „UNICEF“. Strengere Umweltschutzmaßnahmen seien nötig, um die Luftverschmutzung zu reduzieren. Außerdem müssten mehr Kinder Zugang zu Gesundheitsversorgung erhalten. Schließlich seien gerade Kinder die ohnehin schon unter Gesundheitsproblemen und mangelhafter Gesundheitsversorgung leiden, am stärksten von der Luftverschmutzung betroffen .

„Keine Gesellschaft kann es sich leisten die Luftverschmutzung zu ignorieren,“ mahnt Lake.

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